Oh, je öfter man zum Skizzieren kommt, desto besser für die eigene Entwicklung als Künstler, zumindest aus meiner Erfahrung. Ich hab immer sehr davon profitiert, am Ball zu bleiben in meinen guten Phasen.
Eine Skizze bis eine Seite Skizzen/Tag für ein Jahr klingt komplett machbar.
Da kommen dann aber wieder viele Variablen des Einzelfalls ins Spiel, obs dann am Ende auch machbar bleibt.
Wenn man es drauf anlegt, dass die Skizzen immer gut aussehen/vorzeigbar/hochladbar sind, wird es unter Umständen sehr stressig werden, da man mit nem viel höheren (Erwartungs-)Druck rangeht.
Eine andere Sache sind dann nochmal die Anforderungen an sich selbst.
Sachen wie: “Ich mache es immer detailliert!!” , “Ich mache immer Hintergründe, sonst ist es ja irgendwie Schummeln/zu einfach!!”, können den Druck/Stress auch nochmal erhöhen.
Aber andererseits kanns tatsächlich auch stressen, wenn es in der Tat “zu einfach” ist, also immer comfort zone. Dann schleichen sich über die Zeit Gedanken ein wie “Was mach ich hier?” “Das bringt mich doch gar nicht weiter!”
…auch wenn es nicht so ist.
Und dann ist noch sowas wie die verfügbare Zeit zum Zeichnen und der Alltagsstress des übrigen Lebens so ein Ding.
Wenn man immer top liefern möchte, aber mal ein Tag kommt, an dem man wahrscheinlich so 10 Minuten hat…da lässt sich Anspruch und Umsetzung wahrscheinlich nur ganz schwer vereinen. Und dann ist die Frage, zu welchen Kompromissen man sich selbst gegenüber bereit ist. Reicht mir dann auch mal ein schnödes Doodle? Gerate ich in Panik, wenn ich mal ne Woche oder 20 Tage nur Doodles mache? Mache ich mir die Mühe, einen Plan zu machen, was ich alles schaffen will und ihn auch immer wieder nachzubessern? Und vergesse ich vor Üben auch ja nicht auch “fertige” Bilder zu erschaffen?
Je nach Künstler sind das alles mehr oder weniger wichtige Fragen, über die man mal nachdenken kann, bevor man die Challenge angeht.
Meiner Meinung nach hilft es sehr, nicht alles teilen zu MÜSSEN (aber wer solls einem schon verbieten? Jeder, wie er mag).
Ich hatte schon einpaar mal Phasen, in denen ich jeden Tag was gemacht hab. Zuletzt hab ich auch den ganzen Oktober im Rahmen einer Challenge jeden Tag was gemacht. Den November habe ich “Zeichnen, wann ich will” ausprobiert…und Überraschung, ich will nie. Ist ja anstrengend und so. Von daher schalte ich nun wieder auf täglich schuftet die Eule zurück, egal wie meine Befindlichkeiten oder mein Widerstand sind.