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Wie sieht Weihnachten bei euch aus?

Ach, das ist eigentlich selbsterklärend.
Ich frage bewusst nicht, wie ihr FEIERT, sondern diese besonderen Tage verbringt.
Ob ihr besondere Traditionen habt, die ihr teilen möchtet, Anekdoten oder Dinge, auf die ihr euch freut.

Ich feiere nicht in dem Sinne (dafür fehlt mir emotional zu viel), aber ich freue mich auf ein paar alte Traditionen. wobei dies Jahr mal wieder ein wenig Familie zusammen kommt, was ich viele Jahre nicht hatte, darauf freu ich mich tatsächlich. Das erste mal seit 10 Jahren mit meinem Bruder feiern. Danach haben wir bei uns in der Stadt eine Tradition, die sich Tümchenblasen nennt. Wir sind eine sehr kleine Stadt, und gefühlt die gesamte Bevölkerung trifft sich ab ca. 23Uhr vor einem unserer historischen Schulgebäude, auf deren Turmspitze und Balkon die Schulkapelle klassische Konzerte spielt. Dazu haben diverse Lokalitäten geöffnet, es gibt warme Getränke und es ist ein sehr schönes zusammensein, auch mit vollkommen fremden Menschen.
Dies Jahr feiert mein Freund mit seiner Familie, dafür mach ich mich die Feiertage bei ihm breit, da bei uns inzwischen eine Art nach.Heiligabend-Koma zelebriert wird.

Gegessen wird dies Jahr klassisch: gefüllte Ente mit Rotkohl und Klößen. Mal gucken wie das wird, Patchworkfeiern.

Morgen bewusst nicht den Arzt anrufen, um zu wissen, ob mein Lupustest positiv ist. Will ich Heilig Abend garnich wissen, wil keiner wissen.
Einkaufen gehen, wobei einkaufen natürlich heisst, aggressiv in den Laden zu rennen, alles aus den Regalen in den Einkaufswagen zu schaufeln und komplett gestresst und aggressiv jeden von meinem Wagen zu wegzutackeln und zu beissen, da wir ja alle wissen, dass man über die Weihnachtsfeiertage nur täglich in einem der unzähligen Dänischen Grenzshops einkaufen kann, die so ziemlich alles an Nahrung bereit halten, was man so braucht. Aber trotzdem mal Apokalypsefeeling verbreiten, weil… Gründe. Wie immer vor Weihnachten halt.

Heilig Abend frühstücken wir um 10h bei Muddern, danach Bescherung, weil sie arbeiten muss.
Ich weiß, dass ich die schweinegeilen Mártens bekomme, die ich mir schon ewig wünsche, während ich nur lahmen Scheiß für meine Mum hab, weil ich erstens wenig Geld hatte und zweitens keine wirklich gute Idee. Ich mach nen miesen Job als Tochter, Muddern gibt aber die Hoffnung nicht auf.
Danach nochmal aufs Ohr hauen oder neue Wohnung renovieren.
Abends bei nem Kumpel aus jungen Erwachsenentagen im Keller sitzen, unter seinen mir komplett fremden Freunden und saufen bis die Kotze sauer schmeckt.

  1. Weihnachtsfeiertag dann zum Kaffee und heile Welt spielen bei Schwester vom Freund. Wir sind beide mäßig in Stimmung dafür und haben auch keine Geschenke.
    Unter Umständen Kater auskurieren.

  2. Weihnachtsfeiertag vielleicht mit ner Freundin treffen, abends evtl. Oitercreme im Volxbad, d.h. wenn ich in der Laune bin, mir langes Anstehen zu geben.

Und wahrscheinlich neue Wohnung renovieren.

Heiligabend läuft bei meiner Familie eigentlich immer gleich ab, bis auf eine kleine Sache.

Wir vermeiden es, am 24. noch Besorgungen machen zu müssen.
Zum Spätstück (Früh kann man es nimmer nennen xD) gibts meist Kuchen (Rührkuchen oder Hefezopf oder sowas). Danach wird der Baum geschmückt, wobei Mama da schon zu zicken anfängt, weil ihr und mein Geschmack baumschmücktechnisch aneinander vorbei geht (und ich zicke zurück, weil Mama Stress verbreitet). Papa fängt meist schon mittags an, das Abendesssen vorzubereiten, wobei ich helfe. Mama fängt an, wie ein Putzteufel zu wirbeln und uns in der Gegend rumzuscheuchen, dabei hat sie die Wohnung bereits auf Hochglanz gebracht >_>
Mama kanns nicht schnell genug gehen und pfeifft mich dann für alles mögliche an, z.B. warum der Rapunzel noch nicht geputzt ist und ignoriert dabei gerne, dass ich grad Brechbohnen vorbereite.
Irgendwann bricht allgemeines Chaos aus, weil wir gegen 15 Uhr Kaffeekuchen machen, was alles nicht nötig wäre, würde Mama ihre geheimen Ablaufplanungen mal kommunizieren statt uns allen hellseherische Kräfte zu unterstellen. Da wird mich dann z.B. angeschrien, dass die Teller noch nicht verteilt sind, obwohl ich grad mit dem Sahneboy kämpfe oder auf ihren ausdrücklichen Wunsch meine Finger beim Serviettenfalten verknote. Dann gibts nochmal Kuchen (Reste vom Morgen und schiefe Schwarzwälder Kirsch a la Nelia oder was mir sonst einfällt).
Danach erreicht das Chaos seinen Höhepunkt und endet in der Regel im schönsten Familienstreit, vor allem, wenn mein Bruder da ist. Papa und ich verschanzen uns in der Küche, während die beiden anderen sich gegenseitig anschreien. Als wir klein waren, wars nicht so schlimm.
Wenns zum Abendessen geht, haben wir uns alle aber wieder so halbwegs lieb. Manchmal auch zum Fressen gern.
Als Knirpse sind wir nach dem Essen in unser Kinderzimmer zum Spielen geschickt worden, während Mama dann die Geschenke unterm Baum verteilt hat. Dann hat irgendwann das Glöckchen geläutet - das Christkind war da! Bescherung!
Heute stellen wir die Geschenke schon Mittags unter den Baum, Bescherung ist aber auch nach dem Essen.
Danach werden die Reste der Plätzchen vernichtet und ein Familienfilm angesehen. Darauf freu ich mich am meisten, weil dann endlich alle entspannt sind und wir uns wirklich wieder gern haben. Und mit Papa kuscheln, höhö.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir früher dann immer zu meiner Omi und am zweiten sind wir Essen gegangen. Da klappt das dann auch alles wieder ohne Streit.

Fast vergessen: wir bauen auch immer die Krippe auf mit riesig viel Landschaft dazu. Das mag ich gern. Und jeden Tag rücken die Heiligen Drei Könige ein Stück voran, bis sie schließlich am 6.1. an der Krippe ankommen :) wir sind zwar keine tiefgläubigen Christen, aber es gehört dazu. Früher sind wir auch zur Christmette gegangen, aber da wir alle ein Problem mit der Institution Kirche haben… lassen wir es inzwischen. Glaube ok und auch gut, “Bodenpersonal” bitte auf Abstand.

Bei Schwiegerfamilie ists ähnlich, nur Streiten da Schwiemu und Schwägerin, aber eher deswegen, dass meine Schwägerin ne unverschämte Gosch an meine Schwiemu ra hat. Und Kaffeekuchen gibts glaub nicht. Und backen würd ich gern, aber der Ofen ist wohl mistig.

Hm, so richtig viel besonderes, was wir immer noch beibehalten, kann ich gar nicht sagen, da sich mein Weihnachtsfest seit letztem Jahr verändert hat.

Sonst habe ich immer mit meinen Eltern gefeiert, habe Heilig Abend immer beim Kinderkrippenspiel geholfen in der Kirche und danach gab es Bescherung bei meinen Eltern.
(Ich weiß, dass sie die Geschenke aufgebaut haben, während ich in der Kirche war. Klappte ganz gut, da ich immer eine ganze Stunde vorher da sein musste und oft auch zu Fuß gegangen bin xD)

Im Moment sieht es so aus, dass mein Freund, meine Eltern und seine Eltern wohl regelmäßig zusammen feiern werden. Letztes Jahr waren wir dazu in der Wohnung von mir und meinem Freund, dieses Jahr geht es zu meinen Eltern.

Dabei sieht’s dann so aus, dass jeder was für’s Abendessen vorbereitet und wir dann alle zusammen was essen. Danach gibt’s die Bescherung und der Rest des Abends besteht eigentlich nur noch aus zusammensitzen und reden.

Ich freue mich schon auf Pasteten mit Hühnerfrikassee, die es bei meinen Eltern immer am Heilig Abend gibt <3

Weihnachten wird - je älter ich werde - immer anstrengender und stressiger.

Dieses Jahr wird der ganze Trubel so aussehen:

23.: Noch schnell alles für den Festtagsbraten einkaufen, versuchen im Laden den Massen aus Einkaufswägen aus dem Weg zu gehen und heil und unbeschadet aus dem Laden wieder rauszukommen, ohne in eine gewisse Panik auszubrechen, die immer dann kommt, wenn zu viele Menschen in einem zu engen Raum versammelt sind.
Dann den Braten vorbereiten, am besten auch schon alles für Abby hinrichten, da unser Hundi an Heilig Abend ja nicht fehlen darf.

24.: Morgens früh aufstehen, weil um 12 geht’s zur Oma meines Mannes und da wartet die erste Herausforderung auf mich/uns: Der Freund meiner Schwägerin. Ein abgrundtief widerlicher Schmarotzer, der es eigentlich gar nicht verdient hat von der lieben Omi so durchgefüttert zu werden. Ich hoffe, er leistet sich irgendeine Unverschämtheit, damit ich ihn in den Boden stampfen kann!

Gegen 16 Uhr dann mit dem ganzen Braten und Rotkrautzeug im Auto + Hund + Geschenke + Mann zu meiner Familie, wo der wahre Stress dann erst anfängt. Mein Opa ist da auch mit Hund und bei meiner Familie sind Hunde zwar keine ungebetenen Gäste, aber sie sollen am besten ganz still und leise auf einer Decke sitzen und sich nicht melden, am besten auch nicht atmen! Naja, gut, das wird lustig. Dann geht’s für mich in die Küche, weil das Essen soll ja auch noch fertig werden. Um 17 Uhr gehen dann der Großteil der Familie in die Kirche ~ puuh endlich etwas Ruhe und ich kann mich auch mal ausruhen.

19 Uhr + ne halbe Stunde dann das große Essen
Danach gibt es dann Geschenke, aber erst, wenn das Christkind mit dem Glöckchen geklingelt hat. Da ich zum größten Teil schon weiß, was ich bekomme (von den Schwiegereltern meiner Mutter dieses Jahr mal nichts, weil wir am nächsten Tag von ihnen zum Essen eingeladen werden… Logik?) ist der ganze Trubel um die Geschenke für mich irgendwie sinnlos. Ich freue mich eigentlich nur auf die Geschenke von meinem Mann und meinen Kollegen, die sich richtig Mühe gegeben haben (Männer und Geschenke für ne Frau, die mit Weiberkram nix anfangen kann… ha, ich bin echt gespannt).

Wenn dann das auch rum ist, dann höre ich mir das Gemecker von der Schwiegermutter meiner Mama an, nehme mir Abby und schmus mit ihr oder mit meiner Schwester.

Während des ganzen Abends wird dann wieder Heintje seine schnulzigen Weihnachtslieder schmettern und mir fast das Blut aus den Ohren treiben.

25.: Besagtes Essen in irgendeinem Restaurant. Da wir ja nix geschenkt bekommen, werden wir uns dafür ordentlich die Bäuche vollschlagen! Haha.

26.: Vielleicht zur Oma meines Freundes zurück fahren und dort auch nochmal Essen oder alle zu uns einladen und ich koche (aber wenn ich weiterhin so krank bin, dann fällt das aus)…

Weihnachten wie jedes Jahr irgendwie… nur halt ein kleines bisschen stressiger…

Dieses Jahr habe ich es tatsächlich geschafft, meine Mutter zu überreden, dass wir mal wieder zu dritt feiern. Letztes Jahr hat sie sich gewünscht mit meiner Schwester alleine zu feiern, während ich bitte irgendwo im Park übernachten sollte, weil sie mich für die Ausgeburt des Bösen hält oder so… oh du fröhliche, manchmal erinnert sie mich an die Mutter von Carrie… ^^°°° Letztendlich habe ICH mit meiner Schwester in unserer gemeinsamen Wohnung gefeiert und meine Mutter hat es vorgezogen zuhause zu bleiben, weil sie mich nicht sehen wollte shrug

Dieses Jahr habe ich das Wohnzimmer meiner Mutter wunderschön in eisblau, weiß und silber dekoriert und angekündigt leckere Pizzabrötchen zu backen… und da war es wohl doch wieder okay, dass wir dieses Jahr bei ihr sind. Ich werde die Feiertage wohl damit verbringen, im Gästezimmer zu zeichnen und nur in Küche und Wohnzimmer aufzutauchen, um aufzuräumen. Aber das ist eigentlich ganz okay so :) Hier oben hab ich meine Ruhe und wenn ich runter gehe, versuche ich so gut es geht, meine Mutter davon zu überzeugen, dass ich sie lieb habe und NICHT von einem Dämon besessen bin nervös lach ^^°°°
Morgen früh versuche ich sie zu überreden, mit mir in die Kirche zu gehen. Den Weihnachtsmusical-Gottesdienst am 24. wollte ich mir nicht antun, aber morgen früh gibt es einen ganz normalen Gottesdienst :)