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Trauer um ein geliebtes Hobby - Malen aufgeben?

Hallo ihr Lieben,

ich traue mich jetzt mal, hier einen Thread zu öffnen, weil ich einfach andere kreative Menschen brauche, die eventuell Ähnliches durchgemacht haben und vielleicht einen Tipp für mich haben, oder mir vielleicht einfach nur ein bisschen Mut machen können.
Es tut mir auch leid, wenn das viel wird (das weiß ich aktuell noch nicht), ich hab auch noch gar nicht so wirklich eine Idee, was ich wie formulieren und erzählen möchte, was ich weiß ist, dass ich einfach etwas Austausch brauche und mir was von der Seele schreiben muss.

Ich habe das Zeichnen eigentlich immer gerne gemacht. Nach einer langjährigen Pause hatte ich 2016 wieder angefangen und neuen Mut und neue Freude daran gefunden. Ich bin in meinem kreativen Verhalten auch emotional irgendwie unabhängiger gewesen. Ich hatte das als Fortschritt gesehen.

Heute, habe ich das Gefühl, ist nicht mehr viel davon übrig und ich spiele mehr und mehr mit dem Gedanken, das Zeichnen einfach komplett aufzugeben, zu akzeptieren, dass es einfach nicht “mein” Hobby ist. Aber irgendwie kann ich das nicht. Ich liebe es mit Aquarell zu malen oder einfach nur ein bisschen rumzuscribblen.

Was ist dann das Problem? Der Druck. Der Druck, dass es immer etwas gutes werden muss, was man vorzeigen kann. Die Ideen. Ich finde absolut keine eigenen Ideen mehr. Außer abzeichnen geht kaum noch was mittlerweile. Mein Kopf ist so leer. Jeder Anflug von Idee wird gleich wieder abgetan mit “das kriegst du doch so eh nicht hin.”

Ich war schon immer etwas unsicher, was meine eigenen Zeichnungen anbelangt, das geb ich zu. Als aber dann vor etwa über einem Jahr auf Animexx mehrere Leute meinen Zeichenstil öffentlich unter meinem Blog dermaßen zusammengefaltet haben (“Mordreds Bilder sind nicht gut” O-Ton), richtig zerpflückt und zerfleischt haben (es hieß zwar, man wolle mir nur aufzeigen, wo ich mich “verbessern” kann, aber ich empfand das damals schon als sehr boshaft und verletzend um ehrlich zu sein, vor allem weil das Zeichnen bei mir auch ein unglaublich sensibles Thema ist), habe ich jede Kraft verloren, weiter zu machen. Ich bin leider kein Mensch, der sich völlig frei von der Meinung von anderen machen kann. Aber es ist auch für mich ein Unterschied, ob jemand sagt, er mag meine Bilder nicht, weil persönlicher Geschmack oder “Mordreds Bilder sind nicht gut und jeder der was anderes behauptet hat keinen Geschmack”. Es wurde sogar mehrfach betont, dass meine Bilder “einfach nicht gut” wären. Wie um mir eins reinzuwürgen, obwohl ich eh schon am Boden war.
Seitdem habe ich einfach keine Kraft mehr gefunden, wirklich weiter zu machen, regelmäßig zu zeichnen, jedesmal, wenn ich nur daran dachte, zu zeichnen, hallte der Satz in meinem Kopf “Mordreds Bilder sind nicht gut”, wie ein nicht enden wollendes Mantra.
Auch wenn ein bisschen Gras mittlerweile über die Sache gewachsen ist, kann ich es einfach nicht vergessen.
KAKAO mach ich ja auch schon lang nicht mehr, meine Karten waren in STAs nie besonders beliebt und auch privat hatte ich es nicht besonders leicht, Tauschpartner zu finden. Einen Dämpfer hatte mir auch ehrlich gesagt massiv gegeben, dass ich so viel Mühe in mein Inu Yasha Tarotkartenprojekt gesteckt hatte und keiner wollte mit mir Tauschen außer ein, zwei Freunde. Nach drei Jahren habe ich die Karten dann unter meinen Freunden einfach verschenkt, weil mich das so traurig gemacht hat und ich dann einfach resigniert habe.
Ich habe KAKAO ehrlich gesagt mittlerweile aufgegeben, um Enttäuschungen vorzubeugen. Ich bin aber wegen der ganzen Erinnerungen trotzdem noch hier angemeldet.

Das Zeichnen fehlt mir so sehr und hin- und wieder mache ich auch mal was, aber es passiert leider so oft, wenn ich einen Stift oder Pinsel in die Hand nehme, dass ich gar keine wirkliche Freude mehr daran empfinde, weil ich immer diesen negativen Gedanken dabei habe, das was ich mache, ist einfach nicht gut, ist nichts Besonderes. Ich war als Kind und auch später in meinem frühen Erwachsenenleben immer unsichtbar und habe mir immer gewünscht, wenigstens eine Sache besonders gut zu können. Ich hatte gehofft, das wäre das Zeichnen. Ich dachte, ich entwickele mich weiter, aber irgendwann hatte ich einen Punkt erreicht, wo nur noch Stillstand war. Auf meinem Instagram habe ich nichtmal 200 Follower, obwohl ich seit einigen Jahren den Account habe. Likes bekomme ich vielleicht im Schnitt 20 auf meine Bilder, egal wie sehr ich versuche, den Algorithmus auszutricksen.

Und die Kreativität. Früher sprudelte mein Kopf vor Ideen, ich habe echt viele Bilder gemalt, hauptsächlich Fanarts, aber auch KAKAO, weil ich echt Spaß an den STAs hatte.
Mittlerweile habe ich irgendwie keine Motivation mehr, keine Kraft mehr, wenn ich einen Stift in die Hand nehme und was malen will, fällt mir nichts ein und ich werde dann vor dem ganzen Druck, den ich mir mache, nur müde und leg mich dann ungelogen einfach ins Bett, anstatt was zu malen. Das klingt total blöd, das weiß ich auch.

Mittlerweile geht das schon soweit, dass ich mich richtig unglücklich fühle, wenn ich sehe, dass andere mit ihrer Kunst sogar Geld verdienen können. Ich hatte nie die Illusion, selbstständig zu sein mit meinen Bildern, das wollte ich auch nie, aber es wäre schon schön gewesen, sich ab und zu wenisgtens mit dem ein oder anderen Verkauf ein kleines Taschengeldchen dazu verdienen zu können (Zwei Bilder habe ich tatsächlich verkauft, eines davon aber an eine Freundin, die mich eigentlich nur finanziell unterstützen wollte), gerade weil ich wegen meiner Schwerbehinderung/Erkrankung keinen Vollzeitjob mehr machen kann. Ein Etsy Shop hat auch keinen Erfolg gebracht, ich habe nicht ein Bild über Etsy verkauft, die Konkurrenz ist einfach viel zu stark.

Ich habe auch für aufwändigere Bilder überhaupt keine Energie und keine Lust mehr. Dabei bin ich so stolz auf ein paar meiner früheren Bilder und wünsche mir nichts sehnlicher als diesen Kreativitätsstatus und die Farbgewalt wieder zu erreichen, aber mir fällt einfach so gut wie nie etwas ein. Und wenn mir was einfällt, denke ich wieder, ach das wird eh nicht gut und dann lasse ich es und dann drehe ich mich im Kreis in diesem desktruktiven Konstrukt und das macht mich wütend und hilflos, weil auch mein Therapeut scheinbar keine Strategie weiß, wie ich da rauskomme, weil ich ganz allein auf mich gestellt bin mit diesen Gedanken.

Ich wollte seit Jahren den Inktober mitmachen und habe mir jetzt gedacht, ich fange mit Skizzen an um dann wenigstens nicht unter so einen Druck zu geraten, mir jeden Tag etwas ausdenken zu müssen. Aber schon bei den Skizzen gerate ich momentan massiv unter Druck. Ich finde sie langweilig uninspiriert, zu “abgezeichnet” und “es wird eh keiner die Bilder gut finden oder beachten” und gerade der letzte Gedanke stört mich sehr, weil ich den Inktober tatsächlich machen möchte, um mir selbst zu beweisen, dass ich auch mal etwas schaffen und durchziehen kann und nicht immer wieder aufgebe und hinschmeiße.
Aber ich fühle mich jetzt schon unter Druck für jeden Tag ein Bild zu malen und bin sauer, dass es mir nicht gelingt, das alles entspannter zu sehen, Freude dran zu haben, Freude an der Herausforderung.

Letztens habe ich sogar eine Zeichnerin auf Instagram entfolgt, die ich immer sehr geschätzt habe, weil ich es schlichtweg nicht ertragen konnte, zu sehen, wie sie mit ihren Bildern und Ideen Erfolg hat und wie wunderschön und detailliert und märchenhaft ihre Bilder immer waren. Konnte es nicht ertragen, dass andere etwas mit ihren Bildern erreichen und ich nichtmal ein Mindestmaß an Kreativität zustande bekomme, dass ich nicht mal etwas “rumschmieren” kann ohne Druck zu haben. Dieses Problem habe ich leider schon lange. Und es stürzt mich einfach nur in eine richtige heftige Krise, wie kann etwas, das mir so viel bedeutet mich nur so unglücklich machen und verzweifeln lassen? Sollten Dinge, die einem viel bedeuten, nicht eigentlich einem ein Gefühl von Erfüllung geben?
Ich weiß einfach nicht mehr, was ich NOCH tun soll, um mir selbst Gelassenheit und Freude zurück zu bringen. Ich bringe es aber nicht übers Herz, das Zeichnen loszulassen, weil es mich schon seit meiner Kindheit begleitet.

Danke fürs Lesen v.v

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Hallo

Ob du ein Hobby aufgeben willst oder nicht ist ganz allein deine Entscheidung. Was du erlebt hast mit diesen blöden Kommentaren ist wirklich scheisse. Ich kann verstehen, dass man da die Lust verliert.
Ich würde mir die Frage stellen, ob das Zeichnen an sich noch spass macht ohne die Kommentare im Hinterkopf zu haben, ja ich weiss das ist schwer. Versuch dich nicht kleiner oder schlechter zu machen als du bist.
Vielleicht ist es für dich auch eine Möglichkeit einfach nur für dich zu zeichnen und deine Bilder nicht mehr öffentlich zu machen. Vielleicht probierst du auch einfach mal was neues aus, was überhaupt nicht dir entspricht.
Ich persönlich fände das sehr schade, es einfach aufzugeben. Denn deine Gedanken, die motivations- und Ideenlosigkeit kommen sicher stark von so negativen kommentaren.
Und ich kann diese kommentare nicht nachvollziehen. Ich habe mir deine Karten angeschaut und finde sie sehr interessant. Du hast einen ganz eigenen Stil, der wirklich sehr einzigartig ist und für den es sich lohnt weiter zu machen. Deine Bilder haben mich auch zum Nachdenken angeregt. Du bist nicht schlecht. Deine Bilder sind nicht schlecht. Rede dir das nicht selbst ein.

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Aufgeben ist immer so eine Sache könnte man einfach mit einer Sachen aufhören die einem Freunde macht oder gemacht hat, wäre es nicht so schwer. Vieles was du durchgemacht hast und durch machst habe ich auch durch und kann es daher nachvollziehen.

Ich habe mir dann schon noch zur beginn der Zeichenzeit gefragt woran ich hapere es und mir wurde bewusst ich zeichne nicht für besser werden (Kritik zur verbessern usw ist mir egal ), nicht für andere sondern weil ich es will, ich zeichne für mich, als Kommunikation usw und zeige auch viele Werke nicht überall rum bzw lade sie nicht hoch, da mir das Feedback egal ist.
Es gibt aber dennoch Werke wo es mich interessiert die veröffentliche ich dann auch.

Daher die Frage warum zeichnest du denn und veröffentlichst du die Werke, welche Erwartung hast du dabei?
Weil so richtig kommt das nicht raus warum und vielleicht ist da auch der Knackpunkt du schreibst viel was andere machen aber ist es das was du möchtest oder dehnst du weil es “alle” so machen müsste es auch bei dir so sein?

Eine Aktion usw nutze ich durchaus mal für Abwechslung aber auch da habe ich die Erfragung wie du gemacht was durchaus unglaublich frustrierend ist, keiner will die Karten oder man erhält trotz alle mühe Kommentare usw die Reste die keiner möchte.
Das hat bei mir für mehr schon als ein Tief gesorgt, auch wenn die Leute im Nachhinein dann die Karten weit geben (ohne Einwilligung usw)
Der Grund warum ich STA und co mehr Abstand halte auch beim Tausch habe ich aufhört zu hoffen (zumal viele meine Wünsch als zu schwer oder hässlich empfinden oder das Ergebnis dann doch nicht gefällt)

Was du vielleicht mal versuchen kannst ob es vielleicht hilf bei z.B. Kakaokarten ob nicht vielleicht gebastelte also das Medium änderst dir etwas Schwung gibt.
Bei mir ist es manchmal das kein Strich was wird aber Stanzteile fürs eine Auflockerung sorgt, oder Knöpfchenkarten, Origamikärtchen usw
Vielleicht auch mal was ganz anderes versuchen mit der Kopf und die Gefühle eine Abwechslung zu erfahren.

Etwas was ich auch als nicht unmöglich erachte das es vielleicht auch an deiner Situation hängt, ich sitze auf Grund von Krankheiten auch schon über 6 Jahre zu Hause, H4, Geld Probleme, Menschen die sich abgewandt haben, Probleme bei den Ämtern und vieles mehr hat mich seelisch so sehr fertig gemacht das die sonst Erholung usw beim Zeichen ausblieb eventuell wäre es da ratsam sich Hilfe zu holen, wenn es dir möglich ist.

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Hey Mordred,

Wenn du sagst: „Trauer um ein geliebtes Hobby”, klingt das, als hättest du noch Hoffnung übrig und das ist ein gutes Zeichen (denke ich). Ob du dieses Hobby aufgibst oder nicht, liegt, wie linaly schon sagte, natürlich bei dir.
Sozialer Druck ist natürlich eines der schlimmsten Mindsets, die du dir aneignen kannst (meiner Meinung nach) und dann auch noch durch so fiese Hasskommentare „bestätigt” zu werden ist ganz fies.
Ich persönlich finde deine Karten echt hübsch und natürlich könnte man was verbessern. Man lernt nie aus, vor Allem als Künstler. Abzeichnen, je nach dem was es ist, bringt viel Übung, die du zum Lernen brauchst.
Zu Ideenlosigkeit bzw. Ideen, für die man sich nicht gut genug fühlt: kenn ich. Wenn du so denkst, wirst du nie „gut genug” dafür sein. Da kommt es dann definitiv auf Quantität über Qualität an. Augen zu und durch. Bzw. gezielt Dinge üben. Wenn ich etwas bestimmtes malen will, was ich absolut nicht kann oder noch nie gemalt hab, recherchiere ich nach Infos und Referenzen.
War aber auch ziemlich mühsam, zu dieser Einstellung zu kommen ^^"
Zu Inktober: bei fehlenden Ideen hilft der Austausch mit anderen Künstlern (finde ich). Alleine Brainstormen bringt nichts? Wie interpretieren andere Leute die Aufgabe (oder was auch immer)?
(Wenn du jemanden zum Brainstormen brauchst, ich wollte mich auch noch mal am Inktober versuchen :D)
So, ich bin ziemlich schlecht im Rat geben und habe mit Sicherheit wichtige Dinge vergessen, die ich gerne noch dazu geschrieben hätte, aber vielleicht findest du ja ein paar hilfreiche Worte in diesem Chaos :>

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Huch ganz schön viele Gedanken und Baustellen die du da zusammen getragen hast :)
Ich versuch mal meine Sicht und Ideen zu den Punkten Stück für Stück zusammen zu tragen

Was ist dann das Problem? Der Druck
Hm das kennen einige von uns vermutlich gut, gerade diejenigen die sich auf Social Media Seiten jeden Tag Kunst anschauen. Man bekommt das Gefühl die Menschen veröffentlichen jeden Tag krasse Sachen und man selbst kommt nicht mit. Was man aber dort nicht gezeigt bekommt sind die Schwierigkeiten, schlechten Tage und vor allem Versuche die es nicht auf die Seite geschafft haben. Auch weiß man nicht ob der Mensch sich 24/7 mit Zeichnen beschäftigen kann weil nicht Job/Krankheit/Care Arbeit/etc auf dem Zettel stehen. Es ist schwierig sich das bewusst zu machen, aber nicht jeder hat eben dieselben Kapazitäten. Und das ist ok.
Wichtig ist auch zu wissen das nur du dir diesen Druck machst und auch nur du dir diesen Druck nehmen kannst in dem du dir Pausen nicht nur erlaubst sondern dir klar machst, dass sie kompromisslos ok sind.

Mordreds Bilder sind nicht gut
Das so eine Aussage weh tut ist absolut nachvollziehbar. Und noch weiter auf jemanden loszugehen der schon unglücklich mit der Situation ist ebenfalls nur daneben. Ich kenne den vollen Rahmen der Geschichte nicht, kann sie deshalb nur teilweise bewerten. Eine Sache möchte ich aber einwerfen, deren ich selbst er bewusster wurde.
Wenn Menschen Bilder kommentieren und kritisieren meinen sie es manchmal gut und wollen helfen. Und dann steht man da und will eigentlich nur sein neues Bild zeigen, bekommt aber nur zu hören was damit alles nicht stimmt und ist enttäuscht.Es hilft hier genauer zu kommunizieren was man erwartet, denn manchmal hilft Kritik sehr um weiterzukommen, manchmal ist man aber einfach nur happy mit dem was man geschaffen hat und will nicht wissen was besser gegangen wäre.
Anzumerken, was man erwartet, kann die Situation entschärfen :)

KAKAO mach ich ja auch schon lang nicht mehr, meine Karten waren in STAs nie besonders beliebt
Bei STA ist meine Hauptmotivation „mega Thema, würde ich richtig gerne was dazu zeichnen, macht bestimmt Spaß“ - dass andere Menschen im Nachgang meine Karten kommentieren/sie haben wollen steht für mich irgendwie nie an erster Stelle. Der Grund für mich an STA teilzunehmen und der Spaßteil liegt im Zeichnen und den Herausforderungen die es bringt – der Austausch und vor allem die Karten die ich zurückbekomme sind dann eine wundervolle Nebenwirkung.
Auch beim Tausch geht’s mir oft so :) Ich zeichne was weil ich Lust drauf habe und wenn jemand die Karte ertauschen will umso schöner.
Früher ging es mir wie dir aber mittlerweile denk ich mir, ich habe dieses Hobby nur für mich – also muss auch nur ich damit glücklich sein.
Vielleicht gelingt es dir ja auch etwas den Fokus hier wieder auf dich und deine Lust am zeichnen zu legen und weniger darauf wie andere deine Sachen annehmen – auch wenn das sehr leicht gesagt ist, das ist mir bewusst. Aber dir fehlt das Zeichnen wie du sagst, also scheinst du noch nicht ganz bereit es aufzugeben

Auf meinem Instagram habe ich nichtmal 200 Follower
Follower/Likezahlen sind nichtssagend über Qualität/Content/etc – bitte nie vergessen

Mittlerweile geht das schon soweit, dass ich mich richtig unglücklich fühle, wenn ich sehe, dass andere mit ihrer Kunst sogar Geld verdienen können
Ist ein Hobby denn nur gut/wertvoll wenn es sich monetarisieren lässt? Muss alles was wir tun verkaufbar sein und Ertrag bringen? Ich denke nicht, dass eine Person immer produktiv sein kann/muss. Meist ist es nur das, was man denkt weil alles immer „effizient“ sein soll in unserer Gesellschaft. Vielleicht hilft dir hier ja schon, Dinge zu zeichnen und sie einfach nur für dich zu behalten :)

Ich habe auch für aufwändigere Bilder überhaupt keine Energie und keine Lust mehr
Und auch hier wäre mein Ansatz : lass dir das durchgehen denn es ist absolut ok. Wenn das jetzt gerade so ist, ist das so. Schnapp dir ein billiges Skizzenbuch und kritzel Kleinigkeiten vor dich hin, das kann alles mögliche sein! Mach Studien, male deine Küche/dein Haustier/deinen Fuß/whatever. Man setzt sich meist nicht vors weiße Papier und sagt sich „So ich mach jetzt ein Meisterwerk ich hab die allerbeste Idee jemals“ und dann hat man genau das 2 h später in Farbe gebannt, meist entstehen tolle Ideen aus dem „Flow“
Auch solche Sachen wie der von dir erwähnte Inktober können super helfen weil man dann seien Prompt hat und somit einen Ansatz – was natürlich hier nicht hilft ist wenn du wieder von dir verlangst das es Nonplusultratoll werden soll. Aber wenn man dann schon mal eh am Prompt ist, hat man die Hemmung vorm anfangen schon verloren und das ist oft die halbe Miete. Und wenns mal nicht klappt ist das eben so, es wird andere Tage geben

Meine Tipps als Kurzversion wären also :

  • Sei geduldiger und nachsichtiger mit dir
  • Pausen zulassen :)
  • Sag was du willst und was du erwartest wenn du Bilder zeigst
  • Werde dir klar wieso du gerne Zeichnest und was dich daran glücklich macht
  • Dein Hobby ist dein Hobby und muss nicht mehr sein
  • Nicht alles muss ein hochladbares Kunstwerk werden
  • Social Media abschalten, wenns zu viel wird ist Selbstschutz
  • Kritzeln ohne Anspruch auf überwältigende Qualität tut gut

Ok das war jetzt eine Menge Text. Ich hoffe, dass dir meine Gedanken vielleicht hier und da einen kleinen Anstoß geben können und im besten Fall sogar ein wenig weiterhelfen :)
Wird schon alles <3

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Zuallererst zu den Tipps: Ich schließe mich meinen Vorrednern an und finde vor Allem die Punkte

  • billiges Skizzenbuch und
  • Medienwechsel besonders gut und
  • Ansprüche an Dein selbst ändern!
    Falls Du Dich für das Weitermachen entscheidest!

Auf mich wirken Deine Gedanken ebenfalls mit ganzer Verunsicherung inklusive, dass Du vom Aufgeben noch ein ganzes Stück entfernt bist oder es vor Dich noch eine Ewigkeit herschieben wirst. Mir kommt es so rüber, als ob Deine Kunst ein Teil von Dir ist.

Ich werd mal ganz persönlich und total ernst!
Ich kenne Deinen Inuyasha Tarotkarten Projekt, ich habe oft reingeklickt, habe oft geguckt, ob neues drin ist. Ich habe es schon zu Beginn im Stillen bewundert. Zu der Zeit mochte ich Inuyasha sehr. Ich fand es faszinierend, dass Du Dich an so ein Projekt herantraust und nach meiner Zeichnen-Pause, stellte ich fest, dass Du es sogar abgeschlossen hast. Das ist ein Können was in meinen Augen sehr viel Anerkennung verdient. Du kannst richtig stolz auf Dich sein! Ja, vielleicht hat niemand tauschen wollen (weil Tarotkarten, weil Keine Zeit, weil was auch immer…) und Du hast die Karten verschenkt, aber auch hier verdient es Bewunderung. Deine Geduld, Deine Zeit, die Du dem Projekt geschenkt hast. Ich finds toll!

In meiner Krise hab ich mir eine Selbsthilfegruppe aufgebaut. (Ok, es waren vielleicht sogar 5 oder 6 zu Beginn :see_no_evil:) Das klingt jetzt verdammt seltsam. Ich habe es unbewusst gemacht. Ich habe einfach Leute, die ein wenig was mit Zeichnen zu tun haben zu WhatsApp Gruppen eingeladen und aktiv mich mit ihnen unterhalten, über Welt, Materialien, Themen, und was weiß ich was…
Es gab eine Regel: Keine Kritik, sondern Dauerunterstützung.

Bei Discord von Kakao-Karten hab ich auch schon Gute Erfahrungen gemacht und die Atmosphäre ist was ganz Besonderes.

Warum ich Dir dies alles erzähle?
Ich zeige Dir meinen Weg und etwas womit Du Dich umgeben kannst, damit Du gut gestützt bist, wenn mal einer außerhalb gegen die Mauer tritt. Umgebe Dich mit Leuten, Die Deine Bemühungen wertschätzen und Du kannst dann auch in dieser Atmosphäre lernen Deine Bilder unabhängig von Meinungen anderer wertzuschätzen.

Ich hoffe, dass Dir meine Gedanken einen kleinen Einblick geben was Du an Möglichkeiten hast.

Ein kleiner Dominostein bringt beim Fallen viele andere zu Fall und Du bist gerade genau vor diesem Dominostein. Bringst Du es in Rollen oder wendest Du Dich ab und erfährst nie, was Du noch erschaffen kannst. Die Entscheidung ist nur Deine, aber Triff sie dann, wenn Du die Möglichkeiten wahrnimmst und nicht spontan frei aus dem Bauch heraus, um es später zu bereuen.

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Vieles von dem was du schreibst, klingt für mich, als würde deine Krankheit sprechen. Das erinnert mich sehr stark an eine hochgradig depressive Freundin von mir, die erst wieder lernen musste Spaß an ihren geliebten Hobbies zu haben. Auch das Gefühl nie genug zu sein bzw. einfach nicht gut genug zu sein passt da hervorragend rein.
Verzeih mir, sollte ich im folgenden das falsche schreiben. Ich beziehe mich dabei auf Dinge, die wir von ihr und in den Stunden für Angehörige gelernt haben:
Würde dir zu den bereits geschriebenen und sehr guten Tipps eventuell ein Perspektivenwechsel helfen, wieder zu den Dingen zurück zu finden, die du an der Kunst liebst? Da du um dein Hobby trauerst, willst du es soweit ich verstehe nicht aufgeben, bist aber gerade von allem gelähmt.
Wenn du Angst hast dass ein Werk nicht perfekt wird und du es deshalb nicht anfängst, könnte eventuell etwas helfen, dass komplett dem Zufall überlassen ist. Ich denke da an abstrakte Bilder und Formen und an Maltechniken, die immer andere Ergebnisse produzieren, die du nicht vorher bestimmen kannst. (Fadenbilder, Pouring, Quadralogo, Dinge, bei denen du deinen Kopf ausschalten kannst.)
Alternativ kannst du auch versuchen einfach die Malsachen zur Seite legen und dir ein anderes kreatives Material suchen. Zum Beispiel Modelliermasse. Ist haptisch etwas ganz anderes und wenn du damit keine Erfahrung hast, ist die Erwartungshaltung an dich selbst geringer.
Ist nicht das gleiche, aber der Materialwechsel hat mir schon öfter aus kreatiefs raus geholfen, einfach weil ich anderen input bekommen habe.

Und ganz wichtig. Zwing dich nicht. Geh lieber raus, eine Runde spazieren. Schau dir deine Lieblingsort in deiner Umgebung an. Wenn es nicht geht, dann ist das in Ordnung.

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Huhu, schon ganz schön lang hier, das kann ich mir gar nicht alles durchlesen! D:

Erstmal hi Mordred, deinen Namen habe ich hier lange nicht mehr gelesen! Aber ich hatte auch selber eine lange kk.de Pause :DD
Es tut mir also Leid wenn sich etwas doppelt, aber dein Post hat mich sehr berührt und ich möchte dir gerne unabhängig der Antworten Anderer, auch meine Gedanken dazu mit auf den Weg geben. :)

Dein Text klingt, als wäre Zeichnen ein sehr großer Teil deines Lebens, und dieser Teil nimmt dich im Moment sehr mit. Das kann jetzt natürlich etwas weitgegriffen sein, aber mein Gefühl ist, dass du unabhängig davon was du mit dem Zeichnen anstellen willst, dringend ein bisschen Freude und Entspannung in dein Leben bringen musst! Es ist immer schwierig Tipps zu geben wie man soetwas bewerkstelligen kann und es würde denke ich auch schnell sehr persönlich werden, aber es wäre mir eine Ehre mich ein bisschen länger auch in diese Richtung mit dir zu unterhalten und dir vielleicht die ein oder andere Glücklichen Laien Weisheißt mitzugeben. :)

Ich möchte dir mal einen Youtuber verlinken, bzw. ich verlinke dir zunächst einmal zwei ganz spezifische Videos:
Erstmal ein Video mit einem sehr aufbauenden “philosopischen” Vortrag
Und das erste Video einer “Guided Drawing” Reihe von ihm
Ich könnte mir vorstellen, dass dir diese Videos helfen, und ihm zuhören dich ein bisschen von deinen anderen Gedanken ablenkt. Man muss nur ein bisschen Zeit mitbringen! :)

Dein ganzer Text gibt mir das Gefühl, dass dein Problem gar nicht das zeichnen und malen ist, sondern das Vergleichen mit anderen, und die Präsenz in Social Media.

Zuerst einmal möchte ich sagen, dass ich die Kakao Community schon immer für ihre unglaublich offene, liebevolle und “gechillte” Art mochte. Irgendwann hat mal jemand einen Forum eröffnet, dass sich um das Thema “besser werden” mit dem was du tust, in diesem Fall deiner Kunst, drehte. Und in diesem Forum sind eine Menge sehr inspirierender Posts geschrieben worden, die mir persönlich sehr gut ins Licht geführt haben, was im Internet allgemein so für eine häufig destruktive Meinung herrscht. Denn unglaublich viele Leute haben geantwortet dass sie nicht besser werden müssen, und mit ihrer Kunst so zufrieden sind! Krass, hört man sonst nie im Internet, oder?
Vielleicht wirft das für den ein oder anderen erstmal ein paar Fragen auf, wenn auch unterbewusst.
Warum sollte ich nicht besser werden wollen?
Ist das nicht ein Teil meiner Persönlichkeit besser werden zu wollen?
Wie kann das sein? Mit seiner Kunst zufrieden sein?

Ich möchte mal ein paar Antworten auf diese Fragen geben, es sollte aber dazu gesagt sein, dass diese Antworten keinesfalls vollständig sind! Vielleicht fallen dir selber noch Dinge dazu ein. :)

Zunächt einmal, warum zur Hölle sollte ich nicht besser werden wollen?
Immerhin will ich auch so phantasievolle Bilder wie meine liebsten Instagram Künstler täglich raushauen können. ;)
Zur allgemeinen Beruhigung sei erstmal gesagt, wenn du zeichnest, ist es schwierig sich nicht weiter zu entwickeln! Wenn du etwas zum eintausensten Mal machst wirst du darin effizienter sein als beim ersten Mal, die Linienführung wird dir einfacher fallen, du hast vielleicht schon festgestellt was dir am wenigsten und am meisten gefällt und kannst dementsprechend handeln, du stilisierst mehr und es wird mehr deiner Persönlichkeit haben.
ABER – um dich zu Verbessern brauchst du gar nicht den Willen dich zu Verbessern. Solange du viel zeichnest und dein Spaß daran bleibt und genau dieser Spaß dich dazu bringt bei jedem zwanzigsten mal etwas neues auszuprobieren – dann ist es scheiß egal, ob du die Intention hattest besser zu warden oder nicht, du hast mehr Übung und du, du ganz persönlich, wirst auf deine Bilder schauen und sie allgemein schöner finden als die Alten.
Du hast mehr versucht, du hast dich mehr getraut, du hast mehr Ausrutscher hinter dir, du hast mehr absolute Knaller hinter dir, du hast mehr eigene Erfahrungen mit denen du dich Vergleichen kannst!
Wenn du jetzt aber besser werden willst?
Dann ist die Wahrscheinlichkeit leider sehr viel höher dass du auf die Bilder anderer mit Neid schaust. Dass du dir nicht mehr nur zwanglose Inspiration, sondern geächteten Druck von Bildern die du magst mitnimmst. Das Bild sieht toll aus. Soetwas will ich auch können!
Aber lass dir gesagt sein, jeder noch so gute Künstler, hat seinerseits Künstler die er liebt. Deren Bilder ihn berühren und deren Handschrift er so nie nachmachen könnte. Denn diese persönliche Handschrift, ob man es glaubt oder nicht, die hat jeder. Es ist eine so konfuse Sache, der Weg, mit dem wir einen Stift über ein Blatt ziehen, wie der Radius mit dem unsere Finger sich ums Handgelenk drehen und unsere Finger den Stift umgreifen, in welchen Winkeln wir den Stift halten – das macht einen sehr großen Unterschied in der Kunst eines jeden. Und noch dazu kommt deine ganz persönliche Ästhetik die du auf dein Papier bringen möchtest. Die Linien die deinem Gehirn diesen kleinen glücklichen Kick geben, die sind bei jedem anders! Zweiteres ist natürlich stark beeinflussbar, aber dennoch immer auch ein Teil, wenn nicht sogar der sehr viel größere Teil von dem was andere deiner Kunst tatsächlich ansehen!
Es lohnt sich also nicht wirklich neidisch auf die Kunst von jemand anderem zu sein, den, ohne Witz, du wirst das eh nie schaffen. Und auch niemand anders!

Damit möchte ich jetzt nicht unbedingt sagen, dass es wehement schlecht ist besser werden zu wollen. Ganz im Gegenteil, das kann auch etwas Gutes sein, aber das ist gerade nicht die relevante Seite des Ganzen. Denn mit dieser Einstellung lauern dir eben, nichts desto trotz, auch sehr viele Gefahren, und ich habe das Gefühl, dass du gerade in einer dieser Gefahren mitten drin steckst.

Uuund damit zur nächsten Frage: Ist das nicht ein Teil meiner Persönlichkeit besser werden zu wollen?
Nö. Das wäre bestimmt so eine rhetorische Frage, die man sich irgendwann selbst stellt, genau weiß dass die Antwort eigentlich Nein ist, aber dennoch so tut als wäre sie Ja, weil es viel zu schwierig ist an dieser Mentalität etwas zu ändern.
Und ja, leider ist das schwierig, vorallem weil du nicht plötzlich aufhören kannst im Internet Zeitalter zu leben. Aber trotzdem würde es dir vermutlich sehr aus der Klemme helfen, und ich kann wirklich aus vollstem Herzen Empfehlen daran zu “arbeiten”!
“Arbeiten”, weil eigentlich ist es meiner Meinung nach keine Arbeit. Wenn man weiß was man vermeiden muss und etwas selbstreflektierend damit umgeht ist es leicht zumindest das meiste davon zu vermeiden. Das schwierigste ist leider, sich die schon aufgebauten Gewohnheiten dahingehend abzugewöhnen.
Ich wette einige vor mir haben es schon gesagt.
“Sei weniger im Internet”. “Vergleich dich weniger.” “Halte dich von Communities mit solchem schlechten Einfluss fern”
Ja, aber Leichter gesagt als getan. Ich kann immer sehr Empfehlen sich in etwas neues zu stürzen. Vielleicht verbringst du ja etwas Zeit mit dem oben verlinkten Youtuber statt auf Instagram. Vielleicht setzt du dich lieber mit den Skizzenbuch in einen Park als dir Kommentare anzuschauen. Vielleicht setzt du dich Lieber mehr mit deinen sehr unterstützenden Freunden zusammen und redest mit ihnen darüber? Ob Sie sich mit dem Thema auskennen oder nicht ist ja scheiß egal, sollen ja nur zuhören! xD
Vielleicht machst du dir darüber Gedanken was du gerade gerne tun möchtest!
Was ich sehr empfehlen kann ist andere in das Hobby zeichnen zu ziehen. Andere mit der Faszination und der Lust an Kunst anzustecken und ihnen Mut zuzusprechen. Das ist wie ein Tutorjob – man selbst nimmt mindestens genau so viel davon mit!
Wie du vielleicht merkst lenke ich von dem eigentlichen Punkt ab. Und das nicht ohne Grund, den genau ist das was ich an deiner Stelle tun würde. Dinge nicht mehr tun ist sehr schwierig. Andere Dinge zu tun ist dagegen ein Klacks.

Ich möchte ungerne länger darauf eingehen inwiefern das Internet benannte Werte unterstützt, den ich denke eigentlich nicht dass es wirklich relevant ist, zumal ich natürlich auch absolut kein Experte bin. Falls dich irgendwann Input anderer dazu interessieren sollte können wir gerne trotzdem mal darüber reden.

Und damit nun zu vielleicht der schwierigsten Frage, bei der ich mir selber noch nicht sicher bin wie ich sie beantworten soll: Wie kann das sein? Mit seiner Kunst zufrieden sein?
Ja du, schwierig, bin ich auch nicht immer. Vor allem nicht kurz nachdem ich etwas fertig gestellt habe.
Aber vielleicht kennst du das Gefühl, wenn du dir alte Dinge von dir anschaust, bei denen du vergessen hast was dir daran nicht gefallen hat und sie überraschend schön findest?
Dabei meine ich nicht die uralten Wachsmaler Kritzeleien, sondern Bilder die vor nicht allzu langer Zeit entstanden sind, aber schon lang genug, dass du lange keinen Blick mehr drauf geworfen hast. Du hast das Recht, ohne dich schuldig zu fühlen, jederzeit deine eigenen Bilder wundervoll zu finden! Aber parallel dazu hat niemand egal wie “gut” das Recht dir diese Bilder schlecht zu machen! Sei stolz auf das was du kannst und lass dir nicht von anderen einreden, dass du dazu nicht das Recht hast!
Ich bin stolz auf dich, das was du tust, und deiner ehrlichen Offenheit. :)
Vielleicht ist man nicht immer zufrieden mit seinen Bilder. Aber wenn man selbst oder andere einem nicht erlauben zufrieden mit seinen Bildern zu sein, dann ist man es mit keinem.

Und zum Ende nochmal etwas, was sich von meinem vorherigen Roman etwas abhebt:
Pausen sind nicht gleich aufhören, du hattest ja anscheinend sogar selbst schon eine. ;)
Demnach ist es auch nichts Verwerfliches, egal wie sehr man ein Hobby liebt, ihm einfach mal nicht mehr nachzugehen! Es gibt auch andere sehr kreative Hobbies. Und es gibt auch andere Wege etwas von seiner Zeichenerfahrung mitzunehmen!
Wenn das zeichnen und malen direkt negative Gedanken in dir trigger, dann ist es vielleicht durchaus vernünftig sich davon eine Weile ein wenig zu distanzieren.
Aber da natürlich neimand außer dir genau erahnen kann wie es dir mit soetwas momentan geht, kann man auch nicht mehr als dir ein paar Hinweise zu geben was helfen könnte und du must selbst entscheiden was davon dir am besten helfen könnte. Und ich bin sicher von diesen Tipps und Erfahrungsberichten haben dich auch schon ein paar erreicht! :)

Also jedenfalls, ich hoffe ich habe alles was ich Kommentieren wollte Kommentiert, aber vielleicht ist im Fluss auch die Hälfte verloren gegangen…
Ich wünsche dir alle salles gute, und das du schnell in eine Situation kommst mit der du wieder ein bisschen weniger Sorgen mit dir mit trägst! <3

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Frage “Malen aufgeben?” - Antwort: nö.
Warum “nö”? - ganz einfach, weil du es ja immer noch “geliebtes Hobby” nennst.
Du schreibst, dass dir Aquarellieren und rumskizzieren Spaß macht.
Also gibt dir genau dieses Hobby doch etwas was dich besser fühlen lässt.

Das was dich jetzt an dem Hobby zweifeln lässt sind die Reaktionen von anderen.
Es ist normal, dass man Anerkennung sucht und unglaublich niederschmetternd, wenn man dann stattdessen entweder gar keine Reaktion oder das Gegenteil davon abbekommt.

Die Frage ist nun also, ob du noch malst, weil es dir selbst eine Freude bereitet, oder weil du von anderen Anerkennung brauchst?
So lange du so stark an deiner eigenen Kunst zweifelst, ist die erstmal einfachste Lösung, nur und ganz allein nur für dich selbst zu machen.
Die Posts über mir enthalten alle super Tipps. Und wenn du auch nur ein klitzekleines bisschen noch Bock auf den Inktober oder what ever hast, dann schnapp dir Papier und Stift und mach das. Aber ausschließlich für dich!
Nichts veröffentlichen! Nur für dich!
Versuch in deinem Kopf auszublenden ob dien Werk auch anderen gefällt.
Das was du wieder brauchst ist das positive Gefühl für dich selbst. Die Freude, die du beim Malen empfindest, muss wieder in den Vordergrund rücken.
Übrigens ist Abzeichnen zwar nicht das non plus ultra, wenn man tauschen will,
aber zum Üben (also als Fingertraining, nicht zum Besser werden) ist abmalen super.
Such dir ruhig Fotos, die dir gefallen und skizziere oder aquarelliere sie frei. Probier dich aus. Wenn du gutes Wetter hast macht es auch Spaß mit Skizzenbuch rum zu laufen und irgendwas, was dir begegnet ab zu zeichnen. Dass du dich zeichentechnisch irgendwann irgendwohin weiter entwickelst ist ein Nebeneffekt.
Was mich puscht sind auch Zeichnertreffen. Ich habe noch NIE auf irgendeinem Treffen ein vollständiges Bild zustande gebracht XD
Entweder schmiere ich nur irgendwas rum, schreibe Ideen auf oder wenn ich gut vorbereitet bin hab ich eine fast fertige Karte dabei, wo ich wirklich nur noch den allerletzten Schliff setzen muss und eigentlich nicht mehr viel schief gehen kann.
Das malen steht irgendwie meist hinten an. Das Treffen selbst, miteinander reden, lachen, essen und was auch immer einem da noch einfällt steht dann im Vordergrund. Das sind zumindest die Zeichnertreffen aus meiner Perspektive. Es gibt da natürlich auch Leute, die einfach mal ne super Karte zustande bekommen. Aber man hat nicht unbedingt das Gefühl, dass man es auch machen muss.
Der positive Schub bei solchen Treffen gründest zwar im Zeichnen, hat aber am Ende weniger mit dem Zeichnen selbst zu tun, dennoch kann dir das auch für deine Bilder ein gutes Gefühl verleihen. Das ist zumindest das, was ich auf den Treffen erfahren durfte.

Ich weiß nicht, ob dir meine Meinung dazu geholfen hat, aber wenn du an einem geliebten Hobby hängst, was dir nur durch andere madig gemacht wird, dann ist komplett aufhören schon ein sehr extremer Schritt

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Hey :-D

Nachdem hier schon so viele ausführliche Kommentare beigetragen wurden, ich meinen Senf aber auch noch dazugeben möchte, versuche ich mich kurz zu halten.

Zu aller erst stimme ich dem was ich bisher von den anderen gelesen habe auf jeden Fall zu. Ich hatte den Gedanken den du hast auch schon oft gehabt. Wenn das vorkommt, dann versuche ich einfach eine Pause zu machen, solange bis ich wieder total Lust zum malen habe. Die zeit nutze ich dann z.b. um neue Farben zu kaufen, meine Malutensilien auszumisten/aufzuräumen oder wenn ich doch unbedingt etwas malen möchte mache ich Redraws. Bei denen finde ich hat man eigentlich immer ein Erfolgserlebnis (am besten so alte Vorlsgen wie möglich nehmen). Ausserdem versuche ich mich von Instagram und Co. fernzuhalten oder nur Videos etc. von anderen Künstlern anzusehen, die ich inspirierend finde.

Ich denke auch das die Einstellung ein großes Thema ist. Ich versuche das negative einfach zu ignorieren und abzuwarten bis es vergeht bzw versuchen es durch positive Gedanken zu ersetzten. Du machst das für dich und böse Kommentare haben einfach nirgends was zu suchen. In Zeiten in denen du keine Lust zum malen hast, kannst du auch Ideen sammeln. Z.b. könntest du dir ein Notizbuch zulegen in das du Ideen schreibst oder skizzierst oder du könntest dir einen Behälter nehmen und immer wenn du eine Idee hast Zettel damit hineinlegen und bei Bedarf zufällig ziehen oder durchsehen. Du kannst dich auch mit anderen über alles mögliche austauschen (z.b. Kakao/Discord), es sind hier ja eigentlich alle sehr hilfsbereit und nett). Und manchmal macht es auch einfach Spaß “einfache” Sachen zu machen, bei denen mal kein “Meisterwerk” entstehen muss. Zum Beispiel kannst du einfach mit Farben rumspielen, testen was lässt sich mischen oder ähnliches. Oder man sucht sich ein Tier/Sache heraus und versucht einfach nur mit einem nicht radierbaren Stift ein Gefühl dafür zu bekommen. Das muss dann überhaupt nicht mit farbe und vielen Details sein. Naja und solche “Übungen” etc. gibt es ganz viele. Man muss ja auch nicht immer alles auf Instagram und Co teilen sondern kann einfach mal für sich bleiben. Das tut manchmal auch gut. (Ich habe übrigens auch unter 200 Follower auf Instagram, und die meisten davon sind Freunde oder Kakaoler ;-) )
Und noch ein letzter Punkt: STAs. Wenn ich bei einer STA mitmache, dann mache ich mit, weil mir das Thema gefällt und ich für meinen Teil finde es einfach klasse, dass jeder unterschiedliche Ideen hat und die Karten auch komplett unterschiedlich werden. Natürlich hat man vielleicht einen Favoriten, aber ich freue mich immer über alle Karten die ich bekomme.

Jetzt ist es doch etwas länger geworden; ich glaube da könnte man ein Nachmittag füllendes Thema draußen machen. Ich kenne deinen Benutzernamen hier auf kakao auch schon seit Ewigkeiten, habe auch eine Karte von dir in meiner Sammlung und fände es sehr schade wenn du aufhören würdest. Am Ende ist es natürlich dennoch deine Entscheidung, aber vielleicht musst du nicht aufhören sondern brauchst einfach eine Pause und so eine Pause kann auch mal länger sein bzw. kann man öfter mal brauchen.

Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft damit klar zu kommen und ich denke du kannst auf kakao bestimmt ganz viel Unterstützung (siehe hier in den Kommentaren) und Ideen finden.

Ganz liebe Grüße
Tarabel

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Gib das Malen nicht auf, tue es nur nicht aus den falschen Gründen. Wenn malen dein Hobby ist, dann behandele es auch als genau das: Etwas, dass du zum eigenen Vergnügen tust. Es ist egal, wenn andere dir sagen, dass du nicht gut bist, es ist egal, wenn du ständig Bilder von Leuten siehst, die anscheinend so viel besser sind als du. Mach dir keinen Druck, hab Spaß an dem was du tust.
Ich weiß, das klingt alles einfacher gesagt als getan. Und ehrlich gesagt: Das ist es auch. Gerade wenn man erlebt hat, dass andere einen von oben herab behandeln und schlecht machen. Wenn du wirklich sagst, dass du es nicht ertragen kannst zu zeichnen, weil du immer noch daran denken musst und Versagensängste hast, die vielleicht sogar in andere Bereiche deines Lebens übergreifen, dann würde ich dir empfehlen tatsächlich eine Therapie zu machen.
Und wenn es nicht so schlimm ist, dann versuche dir doch den Spaß an deinem Hobby zurück zu holen. Wenn du Angst vor Beurteilung hast, dann male nur für dich und zeig das dann erstmal niemandem. Oder such dir Leute, die dir erstmal nur positives Feedback geben.
Mir hilft es auch oft, wenn ich mit dem Zeichnen mal wieder frustriert bin und nichts zustande kriege, einfach neue Techniken und Materialien auszuprobieren, weil ich in dem Moment nicht so streng mit mir selbst bin.

Und wenn du dir wieder selber sagst “Ich bin so schlecht, ich kriege nichts hin.” dann halte in dem Moment inne und versuche deinen inneren Monolog zu korrigieren und zu sagen: “Ich tue mein Bestes und das ist mehr als genug”.

Ich weiß, dass das alles schwer ist. Ich selbst arbeite auch noch daran und es gelingt nicht immer. Und am Ende kannst auch nur du wissen, was für dich das Beste ist.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute. Lass dir durch negative Menschen nicht den Spaß nehmen.

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Der Gedanke, es sei das einzige was man vermutlich gut kann, kenne ich auch sehr gut. Ich hatte auch lange mit meiner Gesundheit zu tun. In der Schule war ich guter bis mittelmäßiger Standard. Ich hatte das Gefühl in nichts besonders zu sein. Nur um die zeichnerischen Fähigkeiten hat man mich damals noch zur Schulzeit bewundert. Mittlerweile bin ich auch in diesem Bereich “Standard”, wenn ich mich mit anderen vergleiche. Eine Zeit lang hat es mich auch unter Druck gesetzt “dem Alter entsprechend” besser werden zu müssen. Bis ich gelernt habe es einfach zu akzeptieren und mich als Person zu lieben, egal wie schlecht oder gut ich in den Sachen bin. Eine Integrationsbeauftragte sagte mal zu mir: “du brauchst dich nicht zu belohnen, wenn du etwas gut gemacht hast. Du kannst dich immer belohnen, einfach weil du da bist/existierst und das bereits als Leistung ausreicht.” Es hat mich zum Nachdenken gebracht, weil ich tatsächlich immer nur das Gefühl hatte mir etwas gutes tun zu wollen, wenn ich etwas meiner Meinung nach gut gemacht/geleistet/verdient habe was einer kleinen Belohnung würdig ist (ich habe zB nur Leitungswasser getrunken, eine Belohnung ist für mich daher ein guter Grüntee gewesen ^^). Ich dachte ich sei es nicht Wert, wenn ich nichts geleistet/verdient habe. Aber genau aus diesem Denkmuster wieder rauszukommen hat mir geholfen, mich mehr zu schätzen und auch mich von dem Gedanken “ich muss beim Zeichnen besser werden” zu lösen. Nun kenne ich dich nicht persönlich, sondern kann nur deinen Text interpretieren, aber solltest du auch jemand sein der damit Probleme hat (Selbstliebe unabhängig von dem was du gut kannst/schaffst/leistest), würde ich auch raten daran zu arbeiten und dir stets sagen, dass es gut genug ist, dass du atmest und einfach “da bist” :) Mach das zu deinem neuen Mantra, nicht “ihre Zeichnungen sind einfach nicht gut”. Ersetze es, auch wenn es länger dauern wird das im Kopf “umzusetzen” :3

Die Ideen aus den bisherigen Antworten (besonders “neues Material/andere Stilrichtung”) auszuprobieren, finde ich sehr schön :) Mir hat es damals sehr geholfen.

Mir ist aufgefallen, dass du das Wort “aufgeben” nutzt (welches an sich schon negativ klingt). Wenn du momentan wirklich keine Freude daran hast (auch am Prozess selber), dann würde ich nicht “aufgeben” sondern einfach pausieren :3 Es ist nicht schlimm mal eine Pause vom Hobby zu machen und dafür andere Dinge zu tun die dir Freude bereiten. Ich würde auch fast überlegen größere soziale Netzwerke zu meiden (also selber hochzuladen) weil ich den Stress/Druck kenne. Man wundert sich über rückläufige Zahlen (“bin ich schlechter geworden? Ist es nicht mehr interessant? Wie kann ich den Algorithmus für mich gewinnen?”) und dann überlegt man sich Lösungen, wie man das “Problem”, welches man oft nicht verursacht hat da dort meist die Plattform hinter steckt, lösen kann, anstelle sich einfach mit Freude seinem Hobby zu widmen. Wenn du ohnehin die Plattformen nicht brauchst um Kunden zu gewinnen (manche haben das ja nur, damit Leute darauf aufmerksam werden und sie zB Auftragsarbeiten anbieten können), dann können die Zahlen für einen Hobby-Künstler eigentlich egal sein. Sind sie aber meistens nicht, weil man die Zahlen sieht und dann irgendwie dazu neigt zu vergleichen (hätte jeder nur 20 Likes auf seine Bilder, dann gäbe es ja schließlich auch keinen Grund traurig zu sein). Demnach fände ich es sinnvoll, wenn das ein sensibles Thema ist, diese großen Plattformen einfach nicht zu nutzen, sondern seine Zeichnungen nicht/ oder nur auf kleinen Plattformen zu teilen wo eh nicht super viele Leute sind die hunderte von Likes erhalten und man dadurch etwas entspannter sein kann ^^ (heißt: wenn man denn wirklich nicht anders kann und es unbedingt trotzdem veröffentlichen möchte :3)

Du hast geschrieben, dass du es liebst mit Aquarell zu malen oder einfach so zu scribbeln. Wenn du nichts mehr teilst, sondern vllt ein Skizzenbuch nimmst und es nutzt um das Zeichnen selbst genießen zu können, ohne jemanden der dich dafür kritisieren könnte, ohne Zahlen die dir einen Vergleich ermöglichen und damit auch ohne Druck etwas schaffen oder leisten zu müssen, ganz zwanglos, denke ich wärst du vielleicht etwas glücklicher - zumindest kann ich mir das gut vorstellen :3 Als wir noch Kinder waren, haben wir schließlich auch aus reiner Freude gemalt, meist ganz für uns allein in unserer eigenen Gedankenwelt. Ich denke dahin sollten viele (die so fühlen wie du) zumindest zwischenzeitlich wieder zurück kehren, damit die Tätigkeit die sie damals so geliebt haben, wieder neue Freude bringen kann ♪ Heute ist die Bedeutung oft “besser werden” (weil man das Feedback bei anderen Künstlern online sieht und dazu neigt zu vergleichen), damals hat man es einfach gemacht, weil es uns glücklich gemacht hat, ohne es hochzuladen und somit ohne Kritik (ok vllt kam von den Eltern Kritik, das haben meine zumindest viel gemacht xD). Ich denke es würde vielen gut tun ^-^

Und wenn du eine Pause machen möchtest: sieh es nicht als aufgeben sondern eher als “Energie sammeln” und “Zeit für andere Dinge nutzen” :) Du kannst jederzeit eine Pause machen und ebenso jeder Zeit wieder zu deinem Hobby zurück kehren, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Das ist ja das schöne an Hobbys, du musst sie nicht pflegen, sie dienen lediglich um dir Freude zu bereiten ♪ Wenn das Hobby momentan nicht glücklich macht, lässt man es erstmal beiseite, bis die Zeit wieder gekommen ist, wo man nicht anders kann als das Hobby wieder aufzunehmen, weil man dann wieder so viel Freude, Liebe und Begeisterung dafür empfindet! x3

Das alles ist nur meine persönliche Meinung und Empfindung. Ich hoffe niemand fühlt sich durch meine Meinung in irgendeiner Form angegriffen (manchmal formuliere ich Sachen etwas unglücklich, meine es aber nicht böse oder gar negativ. Ich kann nicht immer gut mit Worten ^^")

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Hallo ihr Lieben, entschuldigt bitte, dass ich mich jetzt erst melde. Mir geht es jetzt wieder etwas besser und ich fühle mich gewappneter für das Thema :)

Ich möchte mich als allererstes Mal für die ganzen lieben Beiträge bedanken. Das hat mir unglaublich geholfen, sowohl zu reflektieren, als auch Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Auf manche Sachen möchte ich ganz gerne noch eingehen :)

@linaly Ja, das habe ich schon probiert, meine Bilder nicht mehr öffentlich zu machen. Das ist bei mir immer so ein zweischneidiges Schwert, weil ich mich so gerne anderen irgendwie “mitteile”, auf was ich zB gerade stehe, was in mir vorgeht, oder ähnliches. Ich hatte das mal ne Zeit probiert ganz ohne social media usw. aber das hat sich auch nicht so befriedigend angefühlt. Meinst du etwas Neues im Sinne von ein neues Zeichenmedium, oder kreativ was ganz Neues? Da hab ich es tatsächlich mit Häkeln mal probiert. Das macht zwar Spaß, kann aber gerade auch am Anfang den Blutdruck sehr in die Höhe treiben lol (Mein größtes Laster ist die Ungeduld).
Vielen Dank für das Lob bzgl. meinen Karten. Das ist mir jetzt fast ein bisschen unangenehm, ich hoffe, das kam nicht so rüber, als würde ich Aufmerksamkeit generieren wollen.

@Cleo-Azimuth Hm, ja, warum. Das ist ehrlich gesagt eine interessante Frage. So spontan beantwortet ohne viel zu überlegenm, weil ich es liebe mit Farben zu panschen und Neues, frisches zu erschaffen, weil ich es liebe, meine Lieblingsfiguren in Szene zu setzen.
Und ja, mich haben viele STAs sehr verunsichert im Nachhinein. Ich glaube, die krasseste Erfahrung, die ich da machen musste war Ende 2017 irgendwann als ich für eine STA zwei Karten gemalt hatte, die mir richtig Freude gemacht hatten und die dann eiskalt abgelehnt wurden, weil die Leiterin der Meinung war, dass ich sie in der kurzen Zeit nur hingeschmiert haben könnte (dass ich außer Zeichnen damals nichts zu tun hatte, da arbeitslos und krank, zählte nicht). Als ich dann meine Teilnahme zurückzog, weil ich einfach keine Motivation hatte nochmal komplett neue Karten zu malen und todtraurig war, ging ein Shitstorm von ihr auf mich nieder und ich wurde überall schlecht gemacht (das führte soweit, dass ich dann plötzlich sogar auf Animexx aus irgendeinem Grund lauter Sechser auf meine Bilder bekam, die vorher nicht dagewesen waren). Das hat mich schon sehr massiv geprägt und verstört.
Aber tatsächlich hatte ich das größte Tief wirklich bei meinen Inu Yasha Tarotkarten. Ich glaube, ich habe noch nie in ein Projekt so unglaublich viel Zeit und Mühe investiert und dann wurde es einfach von keinem wirklich so beachtet (außer von Freunden auf Nachfrage).
Ich weiß bis heute nicht, ob das daran lag, dass Inu Yasha halt schon so alt ist und es keine Fans mehr gibt, oder ob die Leute einfach meine Umsetzung nicht mochten.
Deine Probleme fühlen sich vertraut an. Bei mir sind es jetzt fünf Jahre zuhause hocken, keine Sau will mich für einen 20 Stundenjob einstellen weil ich schon fünf Jahre zuhause hocke und den Schwerbehindertenausweis hab e.e Ich habe manchmal auch das Gefühl, mir fehlt die Abwechslung. Denn immer wenn wir mal wo hingefahren sind, habe ich mich plötzlich total kreativ gefühlt.

@MiseryInk ich würde mich freuen, mich mit dir auszutauschen, ich würde dir, sobald ich den Thread hier beantwortet habe, nachher nochmal eine PM schreiben :)

@Annagonist Vielen Dank für die Links, ich werde bei Gelegenheit mal reinschauen :)
Ja, das hast du leider richtig erkannt, mein Problem ist der Vergleich. Das ist nämlich nicht nur beim Malen so, sondern auch in anderen Dingen, was leider der Grund dafür ist, dass ich sonst kaum Hobbys habe, die ich richtig auslebe (schaut die Gitarre an, die seit 2012 bei ihr fast ungespielt rumsteht) und auch im Sport nicht erfolgreich bin, weil mich das Gefühl, schlechter als die anderen zu sein immer so lähmt, dass ich es dann lieber gar nicht mache.
Bzgl der KAKAO Community. Ich war jetzt sehr lange hier überhaupt nicht aktiv, meine Erfahrungen (bin seit 2016 dabei) sind leider etwas zwiegespalten. So gute Erfahrungen wie in diesem Thread jetzt habe ich leider nicht immer hier gemacht, deshalb war es auch eine ziemliche Überwindung und mit Angst verbunden, hier zu schreiben. Mittlerweile bin ich aber doch sehr froh, es getan zu haben.

Nochmal an alle: Auch wenn ich nicht auf jeden Post einzeln eingegangen bin, es war wirklich sehr heilsam das hier alles zu lesen und hat mir ein ganz wichtiges Gefühl gegeben: Ich bin damit nicht allein und ich bin mit meinem Hobby nicht allein. Also vielen Dank dafür nochmal. Vielleicht werde ich mich jetzt doch wieder etwas öfter hier herumtreiben, einfach wegen dem netten Forum hier :) Vielleicht ist es ja auch das, was mir gefehlt hat, mehr Austausch und mehr “dabei” sein.

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Nein, so kam das definitiv nicht rüber. Mach dir da keine sorgen :)

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So lange das noch da ist würde ich da auch nichts “aufgeben” vielleicht mal umschwenken andere Größe, Motive abstrakt ja klar da werden dir die Leute auch nicht die Bude einrennen aber mir hilft es manchmal ein A4 Blatt zu füllen (ob das zusammen passt oder nicht) und es raus zu lassen.

Ja das schmerzt besonders gerade weil “man hat angeblich” ich hab die Nase voll jeder hat solche und solche Phasen, ich habe nie die super duper Hintergrunde ist aber auch nicht mein Stil. Da gab es auch mal Gequengle von wegen “zu wenig mühe” dann habe ich dem Aktionsleiter aufgezeigt das er es bei anderen in der Aktion durchgehen hat lassen und Leiter der STA musste einsehen das er bereits solche Karten von andere durchgewunken hat udn damit von mir nicht etwas verlangen kann was er bei anderen nicht berücksichtigt hat (nicht auf dieser Seite)
Jeder ist anders weit jeder hat andere Phase wo einem etwas mehr liegt und ich hasse nichts mehr als ne Karte X mal mit Schund zu füllen (das ist es für mich wenn ich mit der Karte zufrieden bin) nur weil ein anderer meint er will da noch was oder ihm gefällt da was nicht, dann nimmt er die Karte nicht. Stell mich ja auch nicht Hin also bei XY das ist scheiße und mach mal so und und und bei einer fertigen Karte. Es gibt genug die nach Unterstützung frage, da geb ich gerne Ratschläge, wenn ich noch was zu sagen habe aber ich will ja eine Karte bekommen die das wiedergibt was der andere “in ihr udn dem Thema sieht”.

Inu Yasha hat zwar noch seien Fanbasis aber ich sag mal so die drehen sich zum teil nur noch um die Paare und das war es, ich habe noch eine Freundin so einfach nur Fan der Serie und des Universums ist und nicht nur XY Paar aber die hat da dem Internet auch eher dem Rücken zu gedreht weil eben häufig Paare, Kinder daraus usw. und das war es.

Ja kann ich voll und ganz nachvollziehen, ich sitze auch nur noch zu hause, weil die Standard Mist aussagen Spaziereingehen helfen mal bei ner kleiner Tief aber auf Dauer bringt es auch keine Abwechslung mehr und ich bin jede Woche mehrfach draußen da ich Grünzeug für meine Meerschweinchen sammle aber man kennt nun mal irgendwann seine Stadt udn alles grüne (mal von ecken zu schweigen wo ich nicht hin möchte) Aber selbst solche einfacheren Ausflüge wie mal wo hin fahren oder mal in Zoo sind von den Kosten her nicht zu stemmen zumidnets bei uns nicht so leicht, immerhin es wird alles nur Teuer und mit dem was bald kommt wird der Gürtel noch enger.

Falls du mal magst kann ich dir gerne ein paar Stanzteile schicken, im Moment bereite ich wieder welche vor, die durch die Leier gehen ^^

Ich habe diesen Thread grade erst gefunden und viel von mir selbst darin wiedererkannt. Ich bin auch erst diesen Juli wieder aktiv geworden, nach einer jahrelangen Pause, in der ich generell kaum gemalt habe. Meine Situation war recht anders als deine, deswegen wird es wahrscheinlich nicht so viel helfen, wenn ich versuche Tipps zu geben. Aber das mit den Selbstzweifeln und dem Druck sich zu vergleichen, kann ich total nachvollziehen, und auch die Verwirrung, wieso das Malen einen so unglücklich macht, obwohl man gleichzeitig nicht ohne kann.
Aber es haben sich ein paar Dinge geändert in meinem Leben und ich habe auf einmal wieder so viel Freude und Motivation am Malen geschöpft, wie ich sie nicht mehr für möglich gehalten hätte :) Deswegen wollte ich dir einfach nur schreiben: Ich hoffe, dass du das Malen nicht aufgibst (das geht wahrscheinlich auch gar nicht - irgendwann vermisst man es dann doch wieder und fängt wieder an). Ich bin mir sicher, dass es auch bei dir irgendwie möglich sein wird, dass du deine Freude am Malen wiederfindest. Ich hab leider keine Lösung die für alle passt, aber vielleicht hilft es dir ja, dass es nicht nur dir so geht und dass es auch möglich ist, da wieder rauszukommen. :)

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Hallo,
ich habe mir gerade deine Bilder angeschaut und kann mir echt nicht erklären, weshalb du so nieder gemacht wurdest. Du solltest dir in allererster Linie die Frage stellen “Für wen male ich, für andere oder für mich, weil ich Spaß daran habe?”. Aufgeben steht nicht zur Debatte bei solch einem Talent. Das wäre eine Schande sondergleichen. Es wird immer Menschen geben, die dich verletzen wollen. Auf diese Weise räumt man am allerbesten Konkurrenz aus dem Weg. Ich kann dir nur raten den Kopf nicht in den Sand zu stecken, wie der allbekannte Strauß. So wie ich es allerdings aus deinem Text erlesen kann, ist dies schon längst geschehen. Also, schnellstens den Kopf aus dem Sand ziehen und weiter machen. Das Leben besteht aus “hinfallen und wieder aufstehen”. Ich habe auch große gesundheitliche Einschränkungen, mich aber, da ich es über alles liebe zu singen und zu schreiben, dazu entschlossen einen Blog zu veröffentlichen. Schau doch mal vorbei, wenn du magst. Du bist herzlichst eingeladen (einfach Mirabella Magica bei google eingeben)
Dort findest du bestimmt einige Motivationssprüche, die dich aufbauen. Dann wäre der Zweck meines Blogs erfüllt und ich überglücklich ;)

LG
MirabellaMagica

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Ich kenne das Problem nur zu gut. Ich muss ehrlich gestehen dass ich oft das Gefühl habe dass meine Sachen nicht so viel wert haben wie z.b Karten oder Bilder von anderen Zeichner. Gerade in der Kakao Community sehe ich leider zu oft wie meine Sachen überflogen werden und andere Sachen so gehypt werden. Habe auch schon mehr als einmal gedacht die Community zu verlassen weil es sehr verletzend manchmal ist. Aber ich dachte mir mach einfach weiter weil deine Sachen sind gut! Kriege das mehr als einmal von Neutralen Menschen gesagt. Deswegen solltest du auch nach vorne schauen und dich nicht unterkriegen lassen.

Aber es tat gerade echt gut mal alles raus zu lassen. ^^

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Inspiration ist wie eine Feder im Wind.
Wenn du sie versuchst im Flug zu fangen, wirst du wenig Erfolg haben.
Nutze jedoch die Momente, in denen sie sich neben dich legt und dir zur Seite steht.
Sie fliegt von einem Herzen zum nächsten und macht nie lange Rast.
Lass diesen Augenblick des Glücks nicht verstreichen.
Öffne dein Herz für diese Gabe und verschließe es nicht.
Lass diese Feder einfach über das Papier gleiten und schau was geschieht.
Denn sie landete nicht ohne Grund bei dir.
Sie fühlt, dass tief in deinem Herzen etwas lebt, das du liebst.

Dieses Thema hat mich so eben zu dem oberen Text inspiriert. Inspiration lässt sich keinesfalls erzwingen. Sie muss fließen wie ein Fluss. Versuche zu entspannen, all deine negativen Gedanken zu verbannen und diesen Fluss einfach fließen zu lassen. Wenn der erste Anlauf sich als Fehlstart entpuppt, versuche es wieder und wieder, bis dir das Bild gefällt. Denn nur das ist wichtig, dass es dir gefällt.

LG

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Es gibt immer Leute die deinen Stil nicht mögen bzw sich nicht dafür interessieren. ABER es gibt auch Leute die das was du machst interessant finden. Es ist egal wie viele Sterne man für eine Karte bekommt. Man sollte aber nicht das Hobby was einem Spaß macht nur wegen ein paar Meinungen von desinteressierten Menschen aufgeben. Das ist es echt nicht wert sich dafür fertig zu machen. Die Community lebt durch den Austausch und es ist gut dass nicht jeder gleich perfekt etc zeichnet gerade die unterschiede von mir aus auch die Macken im Bild machen alle Bilder in einer Form einzigartig.

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