Hey ihr (oder wer nach den Jahren noch hier rein schaut xD),
Mir ist tatsächlich Ähnliches aufgefallen, allerdings fiel in meinem Beispiel häufiger der Satz „Das Motiv ist leider so gar nicht meins“ - was an sich ja in Ordnung ist, ich benutze das genauso (tatsächlich erst kürzlich) - aber da waren es halt auffällig viele Kommentare derselben Person, sehr knapp und unter zeichnerisch nicht ganz so fortgeschrittenen Karten, die sowieso wenige Kommentare erhalten hatten. Das fühlte sich an wie der Versuch, sicher zu stellen, dass man die wenigen übrigen Karten bekommt.
Soetwas finde ich als Zeichner deprimierend, schließlich hätte man gern Lob, und dann kommen nur Anmerkungen in dieser Art. Am Ende fühlt man sich wie der Ausschuss, der irgendeinem Teilnehmer untergejubelt wird.
Problematisch ist auch für mich, dass der Aktionsleiter so riesige Probleme bekommt: verteilt er die Karte an diese Person, dann ist auch der Zeichner nicht glücklich, der sich sicherlich Mühe gegeben hat. Tut er es nicht, bekommen auch diejenigen, die dreist sind, ihren Willen, zum nachsehen anderer. Da würde mein Gerechtigkeitssinn Alarm schlagen.
Die kurze Anmerkung über einen ungeliebten Charakter finde ich allerdings in Ordnung. Meine Frage wäre: notieren sich aktionsleiter das? Denn dann würde ich es nur einmal schreiben, und nicht jedes Mal, wenn diese Person auftaucht.
Ich selbst hatte bisher nie eine Vorgehensweise beim Kommentieren, ich klicke mich durch die Galerie (und zum Kommentarschluss hin teilweise die Profile), und wenn es funkt kommentiere ich die Karte. Manchmal spricht mich die eine, am nächsten Tag die andere Karte an, und ich finde Worte, die ich dem Künstler mitgeben möchte.
Ich versuche allerdings, möglichst viele Kommentare zu schreiben, da ich mich dadurch mit den Beiträgen auseinandersetze, und das haben meiner Meinung nach alle Teilnehmer verdient. Es ist schon passiert, dass ich eine Karte erst nicht so schön fand, dann habe ich sie länger angeschaut und analysiert und festgestellt, das sie richtig toll ist - oder gar ein Favorit! :)
Wenn ich etwas Negatives zu sagen habe, zum Beispiel, dass die Proportionen an einer Stelle nicht stimmen, hänge ich meist ein “aber” an und schreibe einen dazu passenden , positiven Aspekt auf. Das ist nicht gelogen, und lässt mich ebenfalls das Gesamtbild und nicht die kleinen Fehler oder Makel sehen.
Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass ich zu belanglos schreibe - auf zwanzig Karten zu kommentieren, die Lines wären cool oder die Farben harmonieren… das stimmt dann zwar, und diese Aspekte gefallen mir wirklich, was ich kommunizieren möchte. Aber ich bin unsicher, ob es noch als wirkliches Kompliment oder nur als Verlängerung des Kommentars gesehen wird. Ich selbst empfinde es als Wertschätzung des Künstlers, aber vielleicht habt ihr dazu als Leiter auch eine Meinung? Muss man in Herzchen und O-Augen ausbrechen, damit ein Favorit nicht nur am “Favo” erkennbar ist oder tuts der lange Kommentar? :)
Das war jetzt auch wieder sehr lang ^—^”