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Richtig üben?

Ich übe auch eher dadurch, dass ich einfach gezielt zeichne : D
Technik und Gebäude liegen mir gar nicht - bevor ich das also nun zeichne sehe ich mir wohl Referenzen an und skizziere kurz ein wenig herum - aber kurz darauf folgt schon der ‘richtige’ Entwurf.
Klar - würde ich mich da 2h statt 30 Minuten hinter das Üben klemmen würde es sicher besser aussehen - aber ich mache lieber kleinere Schritte in vielen, verschiedenen Richtungen - als das ich mich stark hinter ein Ding versteife : D

Oft mache ich es auch, dass ich Karten / Bilder die mir gut gefallen analysiere - und mir überlege WAS GENAU mir daran so gefällt - und welche Sache ich gern beim betrachten lernen und mitnehmen will : 3
Beispielsweise wie andere die Schnauze eines Wolfes zeichnen - oder wie manch ein Zeichner die Wimpern betont und darstellt : D
So finde ich, ist es ein schöner Mittelweg zwischen ‘Lernen von anderen’, meinem eigenen Stil, den ich durch das Zeichnen weiterentwickle - und…naja… Zeichnen allgemein : 3

Mir fällt schon auf, dass es immer ganz gut ist, sich vor dem richtigen Zeichnen etwas warm zu skizzieren.
Ich gestehe - da zeichne ich manchmal auch Posen oder Hände ab - oder grobe Landschaften - und sobald ich dann warm bin, kommt alles wie von selber aus mir gesprudelt - merklich besser, als wenn ich von 0 auf 100 gleich das richtige Bild begonnen hätte : ]

Ich übe auch täglich, meistens aber verschiedenes, was man leider auch sieht.
Ich bin in nichts wirklich durchschnittlich oder sonstigesXD

Also habe ich mir jetzt vorgenommen, einige Sachen gezielt zu üben, wie man es auch soll.
Meistens nehme ich mir dafür Vorlagen, für Anatomie etc. Teils auch meine Gliederholzpuppe als Vorlage.

Aber ich versuche auch Abwechslung reinzubringen, indem ich realistisch übe oder generell Gebäude/Landschaften.

Ich find auch, man kann nie auslernen, da es immer einen Punkt gibt, wo man sich verbessern kann. Ich glaube, deswegen liebe ich das Zeichnen so, weil es niemals ein Ende geben kann .<3

Ich übe auch im Moment nur sporadisch wo ich Schwachstellen habe. Meist digital in letzter Zeit, da es einfacher zu handhaben ist und ich kein Papier verbrauche, ich es einfacher vergleichen kann und einfacher archiviren kann um später noch mal meine Fortschritte zu überblicken. :)

Ein schönes Video, wenn es um Anatomie geht, ist auch das hier https://www.youtube.com/watch?v=cqlAxyrzuWU
Super sinnvolle Sachen werden da gesagt und sie hat damit einfach recht. :)
Die Links zu Stockfoto-Galerien die sie im Video angibt sind übrigens super.

Eigentlich bietet das Netz sooo viele Ressourcen und Möglichkeiten, sich in Themen zu vertiefen :3

Ich muss nur den doofen, nervigen inneren Schweinehund überwältigen :D

Meine Schwester meinte mal zu mir, sie zeichnet alles was sie sich vorstellt egal wie lang es dauert bis es ihr gefällt :)
Gibt ja schließlich genügend Referenzen und Tutorials in diesem www ;D Sonst traut an sich nie & wird nicht vorran kommen.

Und dann denk ich: Ja, klingt doch gut, sollte ich auch machen. SOLLTE :D
Dann überleg ich mir was schönes und stehe gefühlt auf nem 10-Meter Turm, um in ein Wackelpudding-Bad zu springen :/
Ich mag keine Höhen. Und keinen Wackelpudding ._.

Arrgh doofe Überwindung
:D Sfz…

Ich denke “richtig üben” ist Definitionssache.
Es kommt darauf an, was man mit seiner Kunst erreichen möchte. Wer davon Leben möchte, muss natürlich eine ganz andere Arbeit in Technik & Co. investieren, als jemand der es als Hobby, vielleicht sogar nur so zur Entspannung betreibt. Wenn man sich im klaren ist, was man erreichen möchte, kann man sich danach richten.

Ich selber “übe” schon.
Ich mache Skizzen und versuche auch immer mal “Übungstage” einzulegen, an denen ich mich auf ein bestimmtes Thema konzentriere, schon allein, um für MICH zufriedenstellend zu zeichnen. Aber das ganze läuft immer unter dem Motto “Spaß haben”.
Ich habe jetzt lange Zeit nicht gezeichnet, weil ich mich andere und ich mich selbst unter Druck gesetzt habe(n). Ich wollte mit aller Macht besser werden und Leute in meinem Umfeld wollten ständig tolle Zeichnungen von mir sehen. Das hat mir jeden Spaß genommen. Jetzt setze ich mir selber Ziele, die realistischer sind und arbeite darauf hin. Ich fühle mich jetzt wohler mit meinen Zeichnungen und ich habe Spaß an meinen “Übungsstunden”.

Ist ja schon älter, der Thread, aber auf die Gefahr von Redundanz hin trotzdem mal mein Senf ^^

Richtig Üben heißt, Richtig Üben.
Vom Tutorials angucken lernt man genausoviel, wie man vom Workout-Video-angucken fitter wird – man kann sich was abgucken, aber man muss einfach die Stunden und Wochen und Jahre reintun. Außerdem sind Tutorials und Referenzen verständlicher, wenn man es vorher so versucht.
Ich empfehle auf jeden Fall ein Skizzenbuch, dass nicht für Präsentation gedacht ist, sondern in dem du einfach die Hand mit einem Stift auf dem Papier bewegst, mal mehr, mal weniger plan- oder sinnvoll. Man kann sich gar nicht nicht verbessern, wenn man einfach jeden Tag zeichnet (und damit meine ich, jeden Tag zeichnen. Es kann also auch ein 5 Sekunden Scribble sein, es muss nicht immer eine 3 Std fertige Zeichnung werden!)

Am wichtigsten ist natürlich auch: den Spaß nicht vergessen! ;) auch lernen kann Spaß machen und funktioniert damit viel viel besser.

YouTuber-Meister [Sycra](http://www. youtube.com/user/Sycra/videos) hat haufenweise sehr gute Tips (englisch).

lg fingal :)

Ich bin ehrlich gesagt inzwischen zu faul, um gezielt zu üben. Das passiert wenn eher durch Zufall. Ich habe mich 25 Jahre lang davor gedrückt Männer zu zeichnen, bin dann aber in ein Fandom gestolpert, wo meine Lieblingscharaktere beide männlich sind. Da hieß es dann Zähne zusammenbeißen und sich mit der männlichen Anatomie auseinandersetzen. Und es hat keine 3 Bilder gedauert, da hatte ich den Dreh raus! Ich kam mir so doof vor und hab mich gefragt, wieso ich das nicht schon früher ausprobiert habe, denn so schwer war es letzten Endes nicht. Was wahrscheinlich den Unterschied gemacht hat, war einfach die Motivation und Leidenschaft. Damals hatte ich einfach nicht das Bedürfnis Kerle zu zeichnen und dementsprechend halbherzig ging ich an die Sache heran. Jetzt war da aber der Gedanke einen Lieblingscharakter angemessen zu Papier bzw. auf den Bildschirm zu bringen. Ich denke, wenn man sich keinen Druck macht, dass man sich unbedingt verbessern um des Willens des Verbesserns muss, sondern immer noch den Spaß in Vordergrund stellt, ist das schon die halbe Miete.

Andererseits hat mir stupides Üben teilweise auch schon geholfen. Wie die meisten Zeichner hatte ich früher auch immer Probleme mit Händen, habe es gehasst und sie immer wieder gerne hinterm Rücken versteckt. Bis mich dann aber mal der Ehrgeiz gepackt hat und ich mir dachte “Nein, ich will das jetzt lernen und nicht mehr schummeln”. Also habe ich mir Zeitschriften und Mangas geschnappt und gefühlte 100 Hände einfach stupide abgezeichnet. Und es hat mir so viel gebracht! Ich habe mir quasi eingeprägt, wie sich Hände in bestimmten Posen (z.B. Greifen) verhalten. Das ist jetzt schon über 10 Jahre her und wenn ich mir die Hände von der Zeit anschaue, sind die teils auch immer noch grausig, aber ich war damals einfach so stolz auf mich, dass ich mich von dem Zeitpunkt an nicht mehr vor dem Hände zeichnen gedrückt habe. Dadurch habe ich also regelmäßig weitergeübt, wenngleich auch in langsamerem Tempo. Und jetzt werde ich regelmäßig für meine Hände gelobt und es macht mich einfach verdammt happy und stolz, weil ich weiß, dass sich das Üben und der Frust damals bezahlt macht :)

Aus der Komfortzone herausgehen, kann sicher helfen, wenn man auf den Frust gefasst ist. Aber ich denke, selbst wenn man man dabei bleibt, das zu zeichnen, was man eh schon kann, ist immer noch Spielraum für Verbesserung da. Ich war immer der Meinung, dass ich Frauen sehr gut zeichnen kann. Schaue ich mir jetzt unfertige Skizzen von vor 2-3 Jahren an, sehe ich immer noch Dinge, die ich verbessern kann, weil ich in diesen Jahren eben immer wieder Dinge dazugelernt habe.
Jetzt handhabe ich es so, dass ich mich nur noch aus der Komfortzone herausbewege, wenn mir ein bestimmtes Motiv vor Augen schwebt oder wenn mich aus einer Laune heraus der Ehrgeiz packt etwas Bestimmtes zu üben. So ist mir beispielweise aufgefallen, dass ich immer nur Frauen mit Modelkörper zeichne. Da war es für mich nahezu selbstverständlich mich mal an molligere Frauen zu wagen. Das war dann in dem Falle keine große technische Herausforderung (ok, ein wenig mit der Fettverteilung musste ich mich schon auseinandersetzen), sondern eher aus alten Schemen ausbrechen. Üben bedeutet also nicht immer nur, dass man sich technisch verbessert, sprich z.B. die menschliche oder tierisch Anatomie perfektioniert, sondern genauso den Horizont, was Motive angeht, erweitert.

Also ich finde, das Wichtigste beim Üben/Lernen/Weiterentwickeln oder wie man es auch immer nennen mag, ist SELBSTREFLEKTION. Es bringt nichts, 180 mal das gleiche Bild zu malen, ohne hinzuschauen, was man denn da eigentlich produziert.

Ich gehe beim Zeichnen immer so vor: Ich suche mir ein Motiv - entweder was, was ich eh schon ewig geplant hab oder ich lass mich von Wettbewerben, STAs oder Ähnlichem inspirieren. Meistens suche ich mir dann Referenzbilder, die mir eine Orientierung geben, wie ich das Ganze anordnen könnte. Und dann zeichne ich.

Meistens unterteile ich mir das Bild in mehrere Teile und das Motiv zerlege ich in geometrische Figuren die ich dann zusammensetze. Dann geht es erst an die Feinarbeiten. Wenn ich fertig mit der Bleistiftzeichnung bin, schau ich mir an, ob es mir gefällt und wenn nicht, dann schaue ich nach, warum es mir nicht gefällt. Der Kopf ist zu groß geworden? Das rechte Auge ist irgendwie schief? Der Schwanz passt nicht mehr auf’s Bild? Die Sachen merke ich mir dann und zeichne einfach ein neues Bild. Das ganze Motiv muss kleiner, damit der Schwanz mit drauf passt, der Kopf wird ans kleinere Motiv angepasst und den Augen wird etwas mehr Beachtung geschenkt, damit sie gleichmäßig werden. So mache ich drei, vier, fünf Skizzen und die, die mir am besten gefällt, wird dann umgesetzt.

Mit dem Zeichnen ist es wie mit allen anderen Dingen: Je öfter man es macht, desto besser wird man, Je mehr Spaß man hat, desto besser wird man. Und je öfter man Sachen wiederholt, desto besser wird man. Die Englischvokabeln waren auch erst nach dem fünften Abfragen drinnen.

Wichtig ist, dass man sich nicht von ein paar Fehlschlägen ins Bockshorn jagen lässt. Es ist gut, dass es Fehler gibt, sonst könnten wir nichts mehr draus lernen. Wenn man keine Lust mehr hat, das eine zu üben, dann legt man es halt kurz beiseite und macht was anderes und setzt sich wieder dran, wenn man bereit dazu ist.

Ich hab auch noch viel zu lernen, aber was soll’s? Ich bin 25 Jahre alt - im Optimalfall hab ich noch gut 70 Jahre Zeit zum Lernen. Und ein 100%-Perfektionsmensch war ich sowieso noch nie. ^^

Hallo zusammen,
Ich habe mir den Threat angeschaut, weil ich in der letzten Zeit auch viel über Verbesserungesmöglichkeiten nachgedacht habe. Vor kurzem habe ich meine alten Techniken Aquarell und Polychromos wieder ausgepackt und festgestellt wie eingerostet ich bin…
Wie viele hier schon geschrieben haben ist der Blick auf die eigene Arbeit sehr wichtig. Aber ich denke wir wissen alle, dass man selbst oft nur das sieht, was man sehen möchte. Ich habe zum Beispiel immer im Kopf was es werden soll und wenn ich mein Bild anschaue kann ich kaum wahrnehmen was noch nicht passt.
In letzter Zeit haben mir einige Künstler auf Youtube auch echt weiter geholfen. Ich schaue immer mal Videos von Will Terell, der erzählt wie er mit diesen klassischen Problemen fertig geworden ist. Da unser Blick oft schon von der Vorstellung beeinflusst ist denke ich, was er auch erzählt, dass man gute Kritiker braucht. Menschen die sehen und kommunizieren können, was ihnen an einem Bild auffällt.
Damit kann man dann anfangen und die Dinge verbessern, die am meisten das Ergebnis beeinträchtigen.

Tatsächlich sagt er, dass man bevor man anfängt die eigentliche Skizze zu machen, so viele Referenzen wie möglich abzeichnen sollte. Er spricht von ca. 10 Skizzenbuchseiten. 0_0 Aber ich denke er hat recht damit, man sollte die Dinge so lange von der Realität abzeichnen bis man die Form wirklich kennt. Und sie ohne Sinnveränderung verzerren kann. Zu einem eigenen Stil oder einfach nur einem Stilmittel.

Das ist für die nächste Zeit mein Ziel, mal sehen wie weit ich komme.
Außer Will Terell, kann ich auch die Videos von “Draw with Jazza” empfehlen. Mir haben die beiden in letzter Zeit vor allem mit der Motivation wahnsinnig weiter geholfen.
Wenn mein Schweinehund streikt, mache ich einfach ein Video an =D
Vielleicht hilft es euch auch, ich gehe mal auf die Suche nach einem guten Kritikthreat und wünsche euch noch viel Erfolg
LG Ilia