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Meinungsbildung - Über was darf man sprechen?

Meinungen bilden wir uns jeden Tag. Wenn wir eine dunkle Straße entlanggehen und uns kommt jemand entgegen, urteilen wir im Sekundenbruchteil, ob wir den Menschen als gefährlich oder ungefährlich einstufen, ohne diesen Menschen zu kennen. Da werdet ihr mir wahrscheinlich zustimmen.

In vielen Diskussionen ist mir aufgefallen, dass zwangsläufig irgendwann das Argument fällt, dass man sich über dies und jenes keine Meinung zu bilden oder zumindest nicht zu diskutieren hätte, weil man nur über banales Halbwissen verfüge oder schlicht keine Ahnung habe. Und ich habe mich schon öfter gefragt, wie man dann seinen Alltag bewältigen soll. Ab wann darf ich mir eine Meinung bilden? Und ab wann habe ich der Meinung anderer zu folgen?

Ein Beispiel, von dem so ziemlich jeder Bürger auf der Welt kaum eine Ahnung hat, wäre Politik. Jeder von uns hat zumindest ungefähre Vorstellungen davon, wie es in seinem Lang laufen soll. Er hat folglich eine Vorstellung davon, welcher Partei er eher zustimmen würde und welcher eher nicht. Wenn er denn wählen geht, setzt er entsprechend sein Kreuzchen.
Aber können wir wirklich unsere Politik kompetent anhand Wikipedia-Einträge, Parteiprogrammheftchen und Zeitungsartikeln beurteilen? Dürfen wir uns eine Meinung über Parteien bilden? Dürfen wir darüber sprechen? Dürfen wir überhaupt wählen gehen?
Die meisten von euch werden wahrscheinlich diese Fragen mit “ja” beantworten.

Trotzdem gibt es Themen, bei denen so genannte pauschale Toleranz und Zustimmung gefordert wird. Weil du ja nicht genug Ahnung hättest, um dir eine Meinung bilden zu dürfen oder über diese Meinung zu diskutieren. Viele Diskussionspartner verwechseln Meinung mit in Stein gemeißelten Gesetzen.
Darf man als Mann zum Beispiel eine Meinung über Abtreibung haben? Als Atheist eine Meinung über Religion? Als Nicht-Homosexueller über den Umgang mit Homosexualität? Als Nicht-Transsexueller über den Umgang mit Transsexualität?

Wir reden leger über das Wetter und sind doch keine Meterologen. Wir gucken den Wetterbericht und haben doch keine Ahnung, woher die Erkenntnisse stammen, richten aber unsere Freizeitgestaltung danach aus.

Wo zieht man eurer Meinung nach die Grenze zwischen erwünschter und unerwünschter Meinungsvertretung (Meinungsbildung und Diskussion)? Wann darf man eine Meinung bilden? Wann darf man eine Meinung vertreten, die von der Norm abweicht? Ist es gerechtfertigt, dass man zu einem Thema eine bestimmte Meinung haben muss (Nazis etwa) und bei einem anderen sich zu enthalten hat (Islam in Deutschland z.B.)?

Schwirig. Also theoretisch darf ja jeder eine eigene Meinung haben. In manchen Bereichen wird es natürlich unsagbar schwirig für diese auch Annerkennung zu fnden, was selber noch keine Bewertung der Meinung ist.
denn wir müssen ja alle zugeben, es gibt Situationen da denkt man manchmal “Oh mein Gott, echt jetzt?” . Ob man dann so Tolerant sein muss um das hinzunehmen oder Anfängt zu diskutieren oder einfach seine nicht Zustimmung kundtut ist wahrcheinlich Situationsabhängig.
Bei schwammigen Bereichen, wie z:B. Politik, fände ich es z.B. nicht unbedingt angebracht, wenns nicht gerade in eine extreme Ausrichtung geht die irgendwie darauf hinausläuft das manche Mesche hinabgewürdigt werden oder eine sehr starke Ausprägung hat, einen anderen seine Meinung aufzuzwingen. Denn ob eine Steuersenkung sinnvoll ist ist ja von vielen Faktoren abhängig und in beide Richtungen hat es was negatives und was postitives für sich und da wird doch sehr unterschiedlich sind, sind uns vielleicht andere Dinge wichtig und so ist die richtige Antwort doch für jeden etwas anders. Also Diskutieren gerne, der versuch jemanden durch Argumentationen auf seine Seite zu ziehen, sicher, manchmal betrachted man die Sachen ja nicht von allen und dann bringt einen das ja auch durchaus weiter. Und Diskussionen machen ja auch durchaus Spaß und bieten sich in solchen bereichen ja auch durchaus an, für mich wäre aber wichtig dass da keine Einheitsmeinung erwarted wird. Meine Eltern und meine Großeltern haben z.B. mal nicht mehr wegen soetwas miteinander gesprochen, also eher meine Großeltern mit meinen Eltern. Und wegen einer Lapalie. Oder sowas wie, ist es Sinnvoll diesen Bahnübergang zu schließen? Meisten DOrfbewohner: ja. Landwirte: NEIN!. Und d hat nicht unbedingt der eine oder andere Recht. Sehr Standpunkt abhängig. Bei sowas, wie gesagt, Diskutieren durchaus Sinnvoll.
Wenn es nun aber in solche Bereiche geht, wie Ausländer sind ales Betrüger, oder ih ist die Dick. Oder irgendwas meiner Meinung nach dämliches. Dann kann ich sehr gut auf die Meinungskundgebung verzichten, vor allem in der Breiten öffentlichkeit. Ich mein, wenn jemand vorbeigeht und vielleicht nicht das Topmodel schlecht hin ist und durchaus, um der Gesundheit was gutes zu tun, abnehmen könnte, sind solche Kommentare doch schlichtweg einfach nur verletztend und unnötig, es bring niemanden wirklich was Positives. Ob man jetzt im Freundeskreis sagt. Hier Petra, du hast aber etwas zugenommen, hast du irgendwas in deiner Ernährung geändert.) Ist ja noch voll im Rahmen. Aber dieses Rumpöpeln auf Öffentlichen Straßen finde ich als Meinungskundtuun völlig unangebracht. Sie dürfen ihre Meinung gerne haben, ich finde auch nicht jeden Menschen ansprechend, obwohl das meistens doch stark von ihren Verhalten abhängt, aber sowas ist für die angepöbelten doch nur verstörend.

Also Prinzipiell kann man zu allem eine Meinung haben, man kann natürlich nicht erwarten das jeder sie freudestrahlend aufnimmt und in manchen Bereichen wird man auch auf breite Ablehnung stoßen, und bei solchen Themen sollte man dann doch vielleicht, um sich selbst willen, einfach mal den Mundhalten, denn niemand ist verpflichted einen danach noch zu Mögen.
Und was ich eben auch etwas unnötig finde ist, dieses Rumpöbeln eben, letztenendes tun sie auch nur ihre Meinung kund, aber mit dem Ziel zu beleidigen und naja,…unnötig, fies.
Aber man sollte auch selber eine Gewisse toleranz aufbringen. Ich fände es schade wenn sich gute Freunde z.B.wegen etwas wie “du willst keine Frauenquote?” ie Freundschaft kündigen. Wäre ja auch langweilig wenn wir alle eine Einheitliche Meinung hätten.

Ich hatte mal ne Situation, naja schon viele, aber diese war sehr: “Echt jetzt? Kanst du nicht wo anders Doof sein?” bei dennen man einfach das Gefühl hat bei dem anderen hackt es doch ganz gewaltig. Kommt vor, ist man nie vor geschützt. Muss man mit leben. Obwohl bei diesen Situationen war es fast immer auch als beleidigung gemeint. Als eine allgemeine Meinung verpackt, so nach dem Moto, die anderen kapieren das nicht, sind ja zu doof. …is klar XD

Bin mir nicht sicher ob ich zum Ausdruck bringen konnte was ich meine. Aber naja. Mal schauen.^

Was ich mich frage ist, ob man sich wirklich über alles eine Meinung bilden muss?
Vielleicht wäre es einfacher, wenn man einfach mal zu philosophieren versucht, also jeder sagt etwas dazu und lässt es im Raum stehen ohne darüber zu urteilen. Aber genau das ist der Punkt den die meisten gar nicht können. Die alten Griechen haben ja viel philisophiert und ich finde das gar nicht so verkehrt. Denn wenn man das intensiv macht, dann eröffnen sich dadurch ganz andere Gesichtspunkte, man kann über das nachdenken was der andere/die anderen gesagt haben und vielleicht ändert sich dann auch was, wenn man das Ganze nur auf sich wirken lässt.

Meinung bilden darf sich generell jeder, finde ich. Ob man seine Meinung dann jedem auf die Nase binden muss ist was anderes. Manchmal denke ich mir auch das es besser wäre wenn einige Leute nicht zu allem ihren Senf dazu geben müssen. Hat bestimmt auch viel mit der persönlichen Einstellung zu tun, wenn man nicht der Meinung ist das man überall mitmischen muss. Ich für meinen Teil sage manchmal einfach nichts, sondern denke mir meinen Teil oder amüsiere mich auch teilweise, wenn ich so den einen oder anderen Kommentar höre.
Meistens endet es ja oft in einer Diskussion wo dann völlig vom Thema abgeschweift wird. Es ist auch ein weiteres Problem das viele ihre Meinung nicht sachlich sagen können, sondern dies gleich persönlich nehmen oder jemanden persönlich angreifen, was ich furchtbar finde. Das nimmt einen dann teilweise echt die Lust etwas zu sagen, wenn man dann das gesagt erst erklären muss, damit der Gegenüber versteht was man eigentlich sagen wollte, bzw. dafür überhaupt noch offen ist.

Allgemein gesagt, ich finde es schon wichtig das man seine eigene Meinung bildet, auch wenn man vielleicht nicht alles so genau weiß, aber das liegt ja an einem selber sich in dem entsprechenden Gebiet weiter zu bilden und dann ggf. auch seine Meinung wieder zu ändern. Es wäre eben wichtig das alle Menschen toleranter werden und auch mal eine Meinung hinnehmen können ohne das es gleich in einer Diskussion endet.

Da kann ich dir nur Zustimmen. Das mit den Philosophieren ist ja ansich eine schöne Sache. Ich meine, die wenigsten sehen ihre Meinung ja als Gott gegeben an, und finden es dann auch sicher sehr interessant die Meinung von anderen zu hören.

Das finde ich bei meinem Freundeskreis sehr schön, das man da durchaus offen über Themen reden kann, ohne das es irgendwann böses Blut giebt. Sondern das Versucht wird nachzuvollziehen wie der andere zu seiner Einstellung kommt und wenn man sich nicht einig wird, hatte man zumindest ein interessantes Gesprch. Allgemein finde ich den Umstand klasse, das man meistens klüger als vorher aus sowas rausgeht und die Vielfältigkeit von Situationen besser zu verstehen vermag. Wenn wir niemals über die Meinungen der anderen achdenken, finden wir ja vieleicht den fehler in unserem Gedankengang nicht oder können uns eine fundiertere Meinung bilden.

Eine Meinung entsteht auf der Basis eigener Erfahrungen und eigenen Wissens vor dem Hintergrund der eigenen gesellschaftlichen Umgebung und Deutungsmuster und somit immer ein von gesellschaftlichen Gültigkeiten geprägter individuell gebildeter Standpunkt

Klar hat jeder “seine” Meinung, ich finde man kann dieses Verhalten der Meinungsbildung gar nicht abstellen, da sich das alles doch eh im Kopf bildet, oder? Bei mir haben sich auch viele Meinungen durch Erlebnisse und sonstiges gebildet. Sicher auch Meinung die andere nicht teilen oder “anders” sehen.
Schlimm ist nur, wenn man nicht an einen Punkt der Akzeptanz für den Gegenüber erreicht—Man sollte einfach akzptieren das es verschieden (ich nenne es mal) Geister gibt die ihren eigen Kopf haben.
Ach das ist einfach ein schwieriges thema :(

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=AVGa8Ydi3t0#!

Warum erwartest du, dass es am Ende eine Einheitsmeinung gibt? Wenn ich diskutiere, dann tu ich das in der Regel, um neue Standpunkte kennenzulernen und auch meine Meinung zu überprüfen. Natürlich versuche ich auch ein bisschen, die anderen Leute von meiner Meinung zu überzeugen, weil ich zu dem Zeitpunkt natürlich der Überzeugung bin, dass meine Meinung legitim (nicht unbedingt die einzig wahre) ist. Aber letztlich finde ich es absolut nicht schlimm, wenn am Ende jeder seines Weges geht und verschiedene Meinungen stehen bleiben.
So funktioniert ja auch unser politisches System: viele Parteien, viele Meinungen.

Wenn es nun aber in solche Bereiche geht, wie Ausländer sind ales Betrüger, oder ih ist die Dick. Oder irgendwas meiner Meinung nach dämliches. Dann kann ich sehr gut auf die Meinungskundgebung verzichten, vor allem in der Breiten öffentlichkeit. Ich mein, wenn jemand vorbeigeht und vielleicht nicht das Topmodel schlecht hin ist und durchaus, um der Gesundheit was gutes zu tun, abnehmen könnte, sind solche Kommentare doch schlichtweg einfach nur verletztend und unnötig, es bring niemanden wirklich was Positives.

Es kommt immer darauf an, wie man seine Meinung kundtut, das ist richtig. Aber über manche Dinge, insbesondere Vorurteile, muss man meiner Meinung nach sprechen. Ich kenne Leute, die glauben, dass Juden geldgierig seien, ohne gleich allgemein bösartig über diese Menschen zu denken. Aber ständig gucken die nach, ob irgendein Idiot zufällig Jude ist, und sagen dann: “Wusste ich’s doch. Das ist ja mal wieder typisch.”
Ich finde, dass es wichtig ist, Gegenargumente zu bringen. Meine Meinung wäre zum Beispiel, dass Vetternwirtschaft auch anderswo betrieben wird und belege das entsprechend. Würde es gar nicht diskutiert, kann es sein, dass sich jemand anders von der Meinung des ersten überzeugen ließe, bis am Ende eine breite Masse heimlich über Juden denkt, dass diese grundsätzlich geldgierig seien. Irgendwo her muss ja eine Meinung kommen, da nicht jeder von uns Juden kennt. Oder kriminelle Ausländer oder nette Ausländer oder was auch immer.

Auch über Fettleibigkeit muss aufgeklärt werden. Die Spätfolgen kann ein Leckermäulchen, das sich abends vor den fernseher hockt und drei Tüten Chips und Cola verdrückt, oft nicht ausmalen. Heute passt einfach nur nicht mehr die Hose, was sich leicht beheben lässt, indem man eine größere kauft; aber übermorgen sind die Kniegelenke kaputt, die du nichtmal eben bei Kik neukaufen kannst.
Allerdings stimme ich dir zu, dass es nicht elegant ist, die betreffenden Personen mit Meinungen wie “Du musst mal abnehmen” in unpassenden Momenten zu belagern. Doch nur, weil es schwierig ist, eine passende Situation zu finden, sollte das Thema nicht grundsätzlich außer Acht gelassen werden.

Also Prinzipiell kann man zu allem eine Meinung haben, man kann natürlich nicht erwarten das jeder sie freudestrahlend aufnimmt und in manchen Bereichen wird man auch auf breite Ablehnung stoßen, und bei solchen Themen sollte man dann doch vielleicht, um sich selbst willen, einfach mal den Mundhalten, denn niemand ist verpflichted einen danach noch zu Mögen.

Populäres Gegenbeispiel: Im Nazireich war Hitler eine Ikone. Wer etwas gegen ihn gesagt hat, war unten durch. Hätten die Geschwister Scholl einfach mal den Mund halten sollen? Und glaubst du, sie hätten mit ihrer Meinung die Absicht gehabt, sich beliebt zu machen?
Der Vorteil zu damals ist: Heute kannst du fast alles sagen, ohne dafür belangt zu werden. In der Regel drehen sich die Leute, die nicht an deiner Meinung interessiert sind, einfach um, und gehen.

Den ersten Teil des Satzes würde ich unterschreiben. Aber warum sollte man nicht diskutieren? Würden wir nicht diskutieren, würde die Welt nur noch aus Monologen und Smalltalk bestehen. Ich finde eher, dass man auch mal eine Meinung hinnehmen können sollte, ohne dass es gleich in einem Streit endet.

@Haru Yuki
Das sehe ich genauso wie du. Allerdings unterscheide ich, ob die Meinung meines Gegenübers irgendwann einmal unerwünschte Konsequenzen für mich haben könnte (z.B. bei Themen wie Sharia, Abtreibung, etc.) und die kann ich dann oft nicht einfach akzeptieren, ohne zumindest einmal darüber diskutiert zu haben.

Erwarte ich nicht, ich hab das k vergessen, sollte keine heißen. Hab ja auch geschrieben im weiteren Verlauf das es was utes ist wenn verschiedene Meinungen gibt.

Und natürlich sollte man den Mund aufmachen wenn man denk das etwas ganz fürchterlich schief läuft, so meine ich es gar nicht. Eher das es in Manchen Situationen einfach nicht angebracht ist seine Meinung zu laut kund zu tun, auch um seiner selbst Willen. Mehr im Sinne von: Sketch auf einer Hochzeit:Papst bringt persönlich seine grüße dem Brautpaar. Dann hat die Tante angefangen ne riesen Szene zu machen, weil Blasphemie! Und letztenendes würde es doch reichen, wenn es so am herzen liegt, die Sketch Vorführer in ner Ruhigen Minute darauf anzusprechen und nicht vor der ganzen Hochzeitsgeselschaft ne Szene zu machen und die Stimmung zu ruinieren, damit macht man sich einfach keine Freunde. Auch wenn es vielleicht unsensibel war, gegenüber ihr. Aber da sie relaiv neu angeheiratet war, wars halt nicht so bekannt. Ebenso das ich mir häufig etwas verkneife wenn die Schwester von meinem Freund wieder mit ihren ich bi ja so hochbegabt blabla anfängt, wenn hilft es? Es liegt erstmal nicht in meiner Verantwortung und wir können unds eh nicht leiden, ich würde wirklich niemanden einen gefallen damit tun, nur die Situation schwiriger machen.

Und natürlich muss man über vorurteile reden und drüber aufklären. Hab ich auch nicht anderes Behaupted, tut mir leid wenn es so rüber kommt. Aber gegenüber etwas Ansprechen und Aufklären und leute Anpöbeln und sie Einzuschüchtern liegt doch ein Meilenweiter Unterschied. Ich hab kein Problem damit wenn meine Freunde mir sagen: “Du musst auf dein ewicht achten” abeer wenn jemand wildfrendes sagt “Äh, man bist du nen Fetti”

Danke für deine Antwort. Dann habe ich dich missverstanden. Da sieht man, was ein fehlendes “k” so alles anrichten kann. ;)

So wie ich oben geschrieben habe, keine Diskussion, weil es auch mal interessant wäre nur von jedem die Meinung/Standpunkt/Gedanken zu hören ohne darüber zu urteilen, also philisophieren. Da kann man seinen eigenen Standpunkt oder Sichtweise ja auch sagen.
Ein großes Problem ist das die meisten beim Diskutieren vom hundertsten ins tausendste kommen und am Schluss landet man bei einem ganz anderen Thema, was ist dann der Sinn darin?!
Nur als Beispiel wir hatten in der Klasse eine Diskussion vor einem Jahr als der Tsumani in Japan war. Die Frage war wie man helfen würde und nach einer Stunde waren die dann bei Hartz IV gelandet, super und das eigentliche Thema war grad mal 20 Minuten in der Diskussion und dann ist es ganz schnell in eine andere Richtung gegangen. Da wäre es manchmal doch wohl wesentlich einfacher, wenn jeder erst mal seine Meinung/Einstellunf sagt und danach kann man dann immer noch zu diskutieren anfangen, aber dann setzt man erst mal nicht falsch an, weil man das, was der andere gerade gesagt hat kommentieren will und dann zu einem anderen Thema abschweift.

Klar ist diskutieren gut, hab ja auch nicht gesagt das es schlecht ist und das man seine Meinung sagt, aber wie oft bleibt es denn beim eigentlichen Thema?! Das finde ich eben schwierig, zumindestens wenn mehrere Personen beteiligt sind.

Ja, tut mir Leid. Find es auch im allgemeinen Schwirig meine Meinung im Textfluss auszudrücken. Hab das Gefühl es kommt manchmal anders an als gemeint.

Beim anderen hättest du natürlich Recht.

Ist nen schwiriges Thema, alles so Situationsbedingt.

@witchi1976

Nur bei Desinteresse ist man in der Lage, sich so gut wie keine Meinung zu bilden. Wenn dir aber jemand seinen Standpunkt erklärt, wirst du grundsätzlich darüber urteilen. Ob du ihm allerdings deine eigene Sicht der Dinge mitteilst, steht auf einem anderen Blatt…

Mit dem Problem des Diskutierens hast du natürlich recht. Entweder die Diskussionspartner müssen allesamt in der Lage sein, zurück zum Thema zu kommen, oder es muss jemanden geben, der das Gespräch irgendwie lenkt. Auf der anderen Seite muss man genug Weitblick haben, um zu erkennen, ob die Abschweifung ZU weit weg vom Thema oder noch ein Teilaspekt davon ist.
In meinen Augen könnte HartzIV sehr wohl zum Thema “Katastrophenhilfe” passen, denn helfen kann man nur, wenn man irgendetwas hat, was man geben kann. Themen sind ja in den meisten Fällen äußerst komplex.

Du hast ja vorhin über die Alten Griechen geschrieben, dass diese philosophieren würden. Ich behaupte mal, dass die Philosophie nur ein Teilaspekt einer Diskussion ist und sich vor allem auf theorethische Bereiche beschränkt. Es ist ja schön und gut, wenn man über die ideale Welt schwadroniert, ohne vor die eigenen Stadttore zu schauen. Man baut sich ein in sich schlüssiges Regelwerk auf, das mit der Realität aber nicht unbedingt etwas zu tun haben muss.

Im Designbereich wird ständig über Design gesprochen. Ohne gelegentliche Abschweifungen würden wir eigentlich nur in unserem eigenen Saft schmoren und nie auf andere Ideen und Betrachtungsweisen kommen.

@Kageko
Also ich finde nicht das sich philosphieren nur auf theoretische Bereiche beschränkt. Wir haben dieses Jahr beim Tag der offenen Tür das Thema “Philisophieren mit Kindern” und das geht sehrwohl, Kinder sind keine Theoretiker.
Man kann auch über Themen philosophieren wie z. B. “Für was brauchen wir Sinne?” oder “Was ist sinnvoll?” und sowas muss nicht nur theoretisch sein, kommt halt immer drauf an was man darauß macht.

Das Thema Hartz IV war allerdings nicht mehr im Zusammenhang mit Japan gewesen, sonst wär es ja okay gewesen. Wenn aber die Lehrerin nicht in der Lage ist da einzugreifen um nicht zu sehr vom Thema abzuschweifen…
Wichtig finde ich auch das Alter derjenigen die diskutieren, ich bin ja mit Abstand die Älteste bei mir in der Schule und dann mit anderen die 15-20 Jahre jünger (also so 16-18 Jahre im Durchschnitt) sind wie ich und meinen sie hätten die Welterfahrung eines 80 jährigen, da hab ich auch nicht wirklich Lust drauf einzugehen, weil es meistens nur heiße Luft ist.

Also von dem her gesehen ist auch der oder die Diskussionspartner wichtig die man hat, davon hängt auch sehr viel davon ab ob man gut diskutieren kann oder eben auch nicht.

Sicher sind Kinder auch in der Lage, Theorien zu entwickeln. Für was brauchen wir unsere Sinne bedarf weniger Philosophie als praktischer Experimente. “Was ist sinnvoll” hingegen macht zum Großteil Theorie aus, weil man erst einmal abstrahieren muss, was “Sinn” überhaupt bedeutet und ob es abgesehen vom subjektiven Sinn auch einen objektiven geben mag, um sinnvoll darüber diskutieren zu können. Meinungen hintereinander aufzureihen macht ja noch keine Philosophie oder Diskussion aus.

Ich persönlich mache eine Diskussion nicht grundsätzlich vom Alter abhängig. Es kommt immer auf das Thema an. Mit einem Kind würde ich z.B. eher nicht ausführlich die Frage nach der Allmacht Gottes und Moral erörtern. Einfach, weil sich das Kind vermutlich eh nicht für sowas interessiert und noch nicht viel darüber nachgedacht hat, als dass es jetzt ne eigene fundierte Meinung zum Thema hätte. Aber hätte es eine Meinung und würde diskutieren wollen, dann würde ich mein sprachliches Niveau angleichen und mit ihm kindgerecht diskutieren. Aber in der Regel ist das nicht der Fall.