kakao-karten.de Forum

Hintergründe:3 Wie steht ihr dazu?

Denkt drei (bzw. vier) dimensional, in Räumen und nicht in Ebenen, dann erledigt sich dieses Hintergrundproblem von selbst.

Das Vorstellen und Denken in eben diesen Räumen fällt mir leichter, mittlerweile. Aber bei der Umsetzung hapert es noch. Dann kommt das 2-dimensionale Blatt und mein bisschen ‘Können’ :D

Ist das Übungssache - wie eigentlich alles? Oder habt ihr Ideen, wie man da rangehen kann, um sich das räumliche Malen und zeichnen anzugewöhnen? ^^’

@Neflite , kenne ich geht mir auch so… :shh:

So tolle Karten wie Sockenzombie würde ich auch gerne mal zeichnen können, ich habe auch oft das komplette Bild im Kopf, aber so vier dimensional…großes Kino.
Das würde mich auch mal interessieren, wenn hier einer eine gute Idee hat. Immer her damit.

Also, auf die Frage, ob man solche coolen Hintergründe üben kann bzw. wie man sie hinkriegt…
Das, was die meisten Leute besonders beeindruckend finden (und was mich zum Beispiel bei Sockenzombie beeindruckt), sind in aller Regel Perspektiven. Übt perspektivisches Zeichnen, ganz simpel mit Quadern, dann könnt ihr auch Straßenzüge und Raumschiffe und Paläste und was weiß ich nicht noch alles perspektivisch zeichnen. ;) Und auch Naturhintergründe gehorchen den gleichen Regeln - es gibt den Horizont, es gibt Fluchtpunkte, und wenn man die nutzt, wird die Szene besonders beeindruckend.

Und zum Gesamtthema… ich seh das ähnlich wie Socke und Major. Es kommt bei mir wirklich nur sehr selten noch vor, dass ich einen Random-Chara im Portrait zeichne und dann keine Ahnung hab, was in den HG kommen soll… schlicht und einfach weil ich mir gleich die gesamte Szene überlege.
Vorzugsweise interagiert mein Protagonist mit seiner Umgebung (und steht nicht nur da und guckt in die Kamera ;) ). Auf jeden Fall gebe ich mir Mühe, dass meine “Kartenbewohner” irgendwas tun - sei es nun gehen oder sich unterhalten oder sitzen oder flattern oder jagen oder sich festhalten oder zaubern oder was auch immer.

Und der Hintergrund (wenn wir denn bei den Karten bleiben, die im Wesentlichen aus Hauptfigur im Vordergrund und Umwelt im Hintergrund bestehen) ergibt sich aus dem Protagonisten. Zeichne ich ne Meerjungfrau, ist im Hintergrund Wasser (mit Fischen, Quallen, Wasserpflanzen, Meeresboden, Lichtstrahlen, whatever). Zeichne ich ne Meise, die in Japan heimisch ist, ist im HG was japanisches (n Schrein, der Fuji, Kirschblüten, what have you). Zeichne ich einen OC, der mit seinen drei Hunden auf einem Bauernhof lebt, kommt in den HG ne Bauernhofszene. Und so weiter und so fort.

Ich sehe es aber auch so, dass manche Motive keinen oder keinen detaillierten Hintergrund brauchen, bzw. ihn nicht “vertragen”. Und das muss nicht immer sein, weil der Vordergrund über-mega-hammer-detailliert ist, sondern kommt immer auf die Komposition, die Aussage, die Stimmung und sogar die Materialien an.

Fazit, meine Antwort fehlt bei der Umfrage: Es kommt aufs Motiv an! ;D Aber grundsätzlich finde ich, dass Motive sehr häufig davon profitieren, wenn man sich mehr Zeit für den Hintergrund nimmt.

Also, mir hilft es, meine Hintergründe nach und nach aufzubauen. Also, dass ich mir nicht krampfhaft ein Gesamtbild für den HG überlege, sondern eben zB, erst ein Haus im Hintergrund, dann zwei Palmen, dann Leute, dann ein Sonnenuntergang usw. Ich mach das halt oft so schrittweise, und überlege immer nur bis zum nächsten Element, das vielleicht passen könnte.

Bei mir ist oft das ganze Bild schon im Kopf fertig, aber auf dem Blatt halt nicht, da ist die Umsetzung doch etwas schwer oder die Karte wirkt zu voll.
Habe schon viele Karten fertig die im Original so schön aussehen und wenn ich sie Hochlade :püh:wirkt das irgendwie nicht mehr so toll. ( klar da hat der Scann auch seine Schuld).

Ich muss zugeben, dass ich momentan Hintergründe einfach hasse. Ich habe wenig Gefühl dafür, was passt, wann es “zu viel” wird, wie ich gezielt Farben einsetzen kann und nicht selten habe ich fertige Kakao’s einfach zerrissen und in die Tonne gekloppt, weil ich das Gefühl hatte, mit Farbe und Hintergrund alles versaut zu haben.
Ich muss auch sagen, dass Hintergründe nicht wirklich mein Stil sind…durch mein ADHS habe ich ohnehin Probleme, mich lange auf etwas zu konzentrieren und wenn ich mit Details arbeite neige ich dazu, mich darin zu verlieren - oder komplett das Interesse an der Arbeit zu verlieren bzw einfach “voll” von dem Projekt zu sein.
Ich bevorzuge deswegen eher einfachere Hintergründe und Randmuster, weil ich generell ein Herz für Tarot- und Spielkartendesigns habe und deswegen Kakao-Karten so den Touch mitgebe, eben Karten zu sein. :>

Wow wie viel Erfahrung ihr schon habt:O
Habe hier mal eine Karte bei der ich Glitzernagellack als HG benutzt habe:)
https://www.kakao-karten.de/karten/279818?sort=benutzer

Ich fand ein Grüner Wald wäre nicht so passend:) Oder?
Tipps immer gerne!

Gegenfrage: Wieso wäre ein grüner Wald in deinen Augen nicht passend gewesen? :)

Natürlich ist ein aufwändigere Hintergrund hier schwieriger weil man das Gesicht der Eule so nah im Fokus hat aber man hätte sie zB auch zwischen Blättern hervor schauen lassen können. Das ein oder andere Blatt hätte leicht über sie ragen können ohne sie dabei so stark zu verdecken. Hinter ihr wären angedeutete Äste und Blätter eine Variante gewesen.

Natürlich muss man keinen Wald nehmen ;)
Ich finde, es wäre gegangen und hätte farblich auch gut gewirkt zum braunen Gefieder. Für meinen Geschmack ist die Karte jetzt etwas zu dunkel geraten, der Glitzereffekt wirkt bei einem Scan ja leider nicht

Meine Hintergründe sind häufig nicht so detailiert, allerdings kommt es wirklich manchmal auf die Laune an -.-
Ich möchte in Zukunft allerdings bessere Hintergründe zeichnen^^Auch wenn ich es mir immer wieder vornehme, klappt es nicht seufz

Ich habe jetzt mal versucht, meine Skizzen etwas größer zu machen, so das ich auch mehr im Hintergrund arbeiten kann, ich hoffe ich schaffe das auch mal auf Kakao Größe. Ich glaube auch das die Farbe sehr viel oder eine große Wirkung haben können. Mir fällt das mit dem Lichteinfall immernoch sehr schwer. Gibt es das Tips von euch. :traurig: klar üben, üben, üben…

Ich finde, das wichtigste ist viel Mut zum Kontrast! Ich muss mich da auch immer zwingen, doch noch tiefere Schatten zu setzen, bin dann aber doch zufriedener. Bei deinen Bildern kann ich mir auch vorstellen, dass dunklere Schatten mehr Tiefe bringen würden… Und mit tieferen Schatten wirkt eine Szene auch gleich besser beleuchtet. ;)

@prayer_at_night

stimmt, mit dem Schatten geht es mir auch immer so. Ich traue mich das auch nicht so recht. Du konntest mir in der einen STA Star Trek genau mit diesem Tip auch sehr helfen. Ich hatte da nicht den Mut, noch dunkler zu werden. Doch dank dir sah das Bild am ende viel besser aus.

Besonders, das dunkler werden im Hintergrund, da habe ich immer noch bedenken das ich das Bild dann verhaue.

Hintergründe ja Hintergründe… Ich mag den Stil von Schnees #364 Streuner- Karte ja sehr und würde liebend gern auch so malen können. -
Wenn ich keine Karten für STA’s male versuche ich minimalistisch zu bleiben, doch bei STA’s nehme ich Hintergründe mit hinzu (auch wenn mir das schwer fällt). In vielen Fällen sehen Hintergründe jedoch besser aus. Ein Pferd, welches auf weisser Leinwand steht ist natürlich nicht soooo interessant, wie eines, daß aus dem Wasser herauskommt oder über die Weide in den Sonnenuntergang hineingaloppiert.
Da ich im Menschenzeichnen die totale Oberniete bin, versuche ich immer drum herum zu kommen und diese nicht zu malen. schäm (Hat wer einen guten Buchtip da für mich?)

Firle, versuchs doch mal miz landschaftsmalerei. Das gibt einem das gefühl für raum, dann werden solche gesamtszenen auch einfacher. Zu anfang wirklich nur landschaften malen

Hintergründe sollte man nicht getrennt vom Hauptmotiv betrachten. Mir hat es damals sehr geholfen mir Bilder schon vor dem Setzen des ersten Striches als Szenen bzw. als komplettes Motiv vorzustellen (was auch brutal die Farbfindung erleichtert!). Außerdem fällt es mir leichter eine gewisse Art Kategoriendenken fürs Malen anzuwenden, indem ich mir einfache Fragen stelle: wer oder was ist mein Charakter und was tut er?
Will ich einen Wolfsmenschen malen z.B (oder auch einfach Waldtiere, etc pp), wird er sich wohl am ehesten im Wald wohlfühlen (außer ich möchte meinen Wolfsmenschen verloren in einer hoch technisierten Zivilisation darstellen - dann male ich eben das). Habe ich eine Nixe, liegt nichts näher als eine Unterwasserlandschaft oder das Meer im Allgemeinen. Habe ich vor einen Sportler zu malen, kommt eine Turnhalle oder Sportplatz in Frage. Male ich eine Mädelsclique, setze ich sie auf den Schulhof, zum Shopping oder in einen Freizeitpark usw usf.
Das klingt vielleicht erst mal recht banal. Und irgendwie doch nach viel zeichnerischem Aufwand, jenachdem, für was man sich entscheidet. Anfangs reicht es ja schon, um ein Gefühl zu bekommen, Dinge nur anzudeuten oder schlichte Varianten zu malen. Und was auch hilft, ist es, einfach mal nur Landschaften zu malen bzw. Innenräume. Einfach, um sich mit Umgebungen und Hintergründen anzufreunden und sie nicht als “Feind“ oder “Last“ zu sehen.

Natürlich passiert es dann doch, dass man einfach mal so rumschmiert und einem das Produkt gefällt und man erst dann auf die Idee kommt, das ganze weiter auszuarbeiten. Aber da helfen auch Kategorien, zumindest für eine erste Orientierung.
Oder eben das Gegenteil von dem zu wählen, was man erwarten würde, um eine gewisse Spannung zu erzeugen - da muss dann aber auch die Interaktion des Hauptmotivs mit dem Rest stimmen.

Apropos Interaktion: wenn man sein Hauptmotiv mit der Umgebung verbindet, z.B. weil der Charakter etwas berührt oder weil sich Farben vom Hintergrund beim Charakter wiederholen, wirken Bilder homogener (was man wiederum gezielt verkehrt verwenden kann, um andere Bildaussagen zu erreichen).

Und ansonsten: ein bisschen Gras hier, ein Busch dort und ein Baum da hat noch immer irgendwie hingehauen xD

Major, ganz lieben Dank. Das werde ich mal nach meinem Katzenprojekt ausprobieren. :-)

Ich glaube jedes Motiv fordert etwas anderes. Wenn ich zum Beispiel will, dass nur die Figur im Mittelpunkt steht greife ich sehr gerne zu vereinfachten Hintergründen oder Mustern, dann ist mir die Stimmung der Karte wichtiger als viele Details reinzubringen. Einfache Hintergründe machen Motive einfach klarer. Wenn hingegen eine Geschichte hinter allen steht, dann finde ich es ein Muss auch diese Geschichte zu verorten. Dann würde für mich eine Karte mit nur einfärbigen Hintergrund gar nicht gehen, weil eine Geschichte doch so viel mehr ist, dann sehe ich die Karte selbst wie als einen Filmausschnitt. Für mich gibts diesbezüglich kein Rezept, sondern mehr ein reagieren auf Situationen o_o und was ma halt in genau dem Moment als passend betrachtet.

Ich bekomme die Idee für einen Hintergrund meist schon beim skizzieren der Karte. Wenn ich dann noch eine konkrete Vorstellung habe, wie es aussehen soll suche ich mir gezielte Referenzen (meist Fotos), um es dann auch dementsprechend umzusetzen. Gerade Fotos helfen mir da am besten weiter. Aktuell sind auch wieder viele Karten in Planung die etwas aufwändiger werden, als meine üblichen Karten ^^

@Akai
Ich sehe das auch so :) Manchmal kann ein sehr detaillierter Hintergrund auch vom eigentlichen Hauptmotiv ablenken, auch wenn er noch so bezaubernd ist __ Dann umso mehr :'D
Mann muss einfach gucken was am besten passt zu welcher Situation

@Kokoro-Art
Na dann sind wir doch mal gespannt auf deine Karten :) Oft habe ich auch schon Hintergrundideen aber sie entstehen eigentlich erst immer wenn das Hauptmotiv fertig ist :'3