Die Gentechnik macht verdammt viel möglich. Wir kommen langsam an die Grenzen unserer Kapazitäten und mit der Gentechnik kann man diese nochmal überreizen. Bedeutet, man bekommt in der Theorie einige hunderttausend Menschen mehr satt.
Aus dem Anlass, dass wie in Europa relativ Gentechnikunfreundlich sind und die USA über TTIP gerne ihre genetisch veränderten Lebensmittel hier platzieren möchte, möchte ich dieses Diskussionsthema anreißen.
Da es hier aber so viele Aspekte gibt, möchte ich verschiedene Fragen stellen, die als Leitfaden verwendet werden können.
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Würdest du generell genetisch veränderte Nahrung zu dir nehmen wollen ohne den Rattenschwanz hinten dran zu betrachten? Hier geht es nur um das Upgrade selber.
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Würdest du besagte US-Nahrung kaufen? Diverse Kekse, Kuchen, Süßigkeiten, Fertigessen, Tütensuppen, Mehle, Eierprodukte, …? [“Ich kauf schon Oreo” gilt übrigens nicht, unsere Oreo kommen aus Spanien mit europäischem Mehl und Zucker.]
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Wie stehst du zu der Konzernpolitik der US Gentechnikkonzerne? Würdest du die als Kunde unterstützen oder zumindest hinnehmen?
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Du willst Cornflakes kaufen. Nimmst du die mit oder ohne Gentechnik? Preis und Inhalt sind gleich, Herkunft unbekannt, Gentechnik gekennzeichnet.
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Sollte Gentechnik auf der Packung vermerkt sein?
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“Ohne Gentechnik” steht auf der Packung Fleisch. Wie lange sollten die Tiere kein genetisch verändertes Futter gegessen haben?
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Zucht und Gentechnik führen beide zu sehr großen Nahrungsmitteleinheiten. Oft verliert es dabei den Geschmack oder hat andere Probleme wie Hohlräume, Fußkrankheiten wegen hohem Gewicht oder Ähnlichem. Achtest du bei Frischwaren (Fleisch, Getreide, Gemüse, Obst) auf ursprünglichere, kleinere Produkte oder nimmst du lieber das größere Exemplar?
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Würdest du für romantische “ursprünglichere” kleinere Produkte mehr bezahlen als für die großen, preiswerten Zuchtvarianten? Oft findet man hier einen Preisfaktor von 4. Kostet dein Huhn/schale Erdbeeren 5€, darfst du bei der romantischen Variante 20€ auf den Tisch legen.
