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Fahrsicherheitstraining

Ich weiß, ihr fahrt nicht alle Auto oder noch nicht. Für die, die es tun oder irgendwann mal vorhaben zu tun, ist dieses Thema.

Ich möchte euch allen ans Herz legen, ein Fahrsicherheitstraining zu machen. Ich habe das im September gemacht und seitdem hat sich etwas verändert…

Letztes Jahr bin ich auf nassen Blättern ausgerutscht.


Auf der einen Seite die Bergkante, auf der anderen der Abgrund. Ich habe den Karren dann irgendwie gefangen, aber es ging dauernd hin und her, der Arsch auf Grundeis, innerlich überlegte ich schon, was ich mit der verbeulten Kiste jetzt tu.
Davor in Brasilien hats mir bei Starkregen einmal richtig übel das Lenkrad weggerissen, weil ich einseitig auf Wasser fuhr.
Was wäre das Richtige gewesen… und wieso…

Seit dem Fahrtraining weiß ich das. Man lernt, was das richtige ist, man hat Platz und Möglichkeit, das Falsche auszuprobieren, das Richtige und sich ran zu tasten. Es gibt lauter Hindernisse mit wasserglatten Untergründen.

Und heute hab ichs dann wieder gebraucht. Auf der Hinfahrt bin ich auf Wasser ausgerutscht, Landstraße, 80. Ich wusste sofort was zu tun ist, auf die Sekunde. Der Arsch hat ein bisschen gewackelt, am Lenkrad hats ein bisschen gerissen, aber es ist nichts passiert. Auf dem Rückweg gabs das dann nochmal, gleich 2 Wasserpfützen links und rechts im Abstand. Schlinger hier, schlinger da. Und immer cool geblieben.
Das ist unglaublich beruhigend, zu wissen dass man sofort das Richtige tun kann, um das Schlimmste zu verhindern.

Man lernt auch wie man richtig sitzt, damit man das Lenkrad fest genug im Griff hat. Wie man das Lenkrad anfässt, damit man sich beim Unfall nicht beide Daumen bricht.
Der eine Teilnehmer hatte nach dem Kurs beschlossen, dass er sein Auto nicht mehr will. Egal wie man es versucht hat, das Auto wollte nicht. Es war immer unsicher, ließ sich kaum kontrollieren. Da kannst du als Fahrer dann auch nicht mehr viel tun.

Ich hatte das ADAC “Intensivtraining” aber es gibt natürlich noch mehr Anbieter.

Hattet ihr auch schonmal brenzliche Situationen? Oder wart ihr auch mal beim Fahrtraining?

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Ich habe zu meinem 18. Geburtstag ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC geschenkt bekommen. Das hat mir sehr viel Sicherheit gegeben, weil ich gemerkt habe, dass mein Auto bremsen kann und dass es nicht unbedingt schlimm ist, wenn sich das Auto dreht (was es im Training mehrmals getan hat).
Hat sich auf jeden Fall für mich sehr gelohnt :)

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Es kommt nur drauf an, um welche Achse… ;)

Scherz beiseite: ich fahre kein Auto. Aber so ein Training klingt generell nach einer guten Idee.

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Ich bin ja noch recht Neuling am Steuer, habe den Führerschein erst seit dem 01.06.2021… Mein Auto liebe ich, ich bin schon andere Autos gefahren und habe auch andere probegefahren - ganz kleine, ganz große, leichte, schwere etc…, aber bei meinem C3 war’s dann Liebe auf den erste Blick (bzw. Fahrt). Scheinbar steh ich auf hoffnungslos über motorisierte Kleinwagen…
Zu Weihnachten habe ich mir ein Fahrsicherheitstraining gewünscht, um nicht nur allgemein sondern auch mit MEINEM Auto zu testen, wie es sich in brenzlichen Situationen verhält - und um eben reagieren zu können. Im Frühling gehts dann los - ich freue mich schon sehr!

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Da hast du Recht XD

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Ich habe auch ein ADAC-Fahrsicherheitstraining gemacht. Tatsächlich war ich mit einer der Ersten, bei dem es auch noch möglich war, meine Probezeit verkürzen zu können :)
Ich fand es auch unheimlich wichtig, da man so vielen Problematiken gegenübergestellt wird, die man a) vielleicht nicht für nötig hält und b) dir tatsächlich helfen können, nichts falsches zu machen und dich womöglich noch mehr in Gefahr bringen.
Damals fand ich es mega interessant, als man mein Auto auf nasser Fahrbahn ins Schleudern brachte und wie ich mein Auto wieder unter Kontrolle bringen konnte und das es tatsächlich gar nicht so schlimm ist.

Ich muss allerdings sagen, dass ich von Glück reden kann, dass mir in meiner jetzt nun 16 bald 17 Jahren Führerscheinzeit noch nichts schlimmes passiert ist. Kein Unfall, kein Reifenplatzer auf der Autobahn bei 180, kein Schlingern etc. Allerdings ist bei mir das Fahrsicherheitstraining auch entsprechend schon lange her und ich wüsste nicht, ob ich noch immer alles weiß. Allerdings habe ich mein eigenes Auto schon lange abgegeben und fahre nicht mehr täglich.

Aber ich kann es auch nur jedem ans Herz legen, das einmal gemacht zu haben. Es kann tatsächlich helfen, wie man bei dir ja gesehen hat. Man möchte sich nicht ausmalen, was vielleicht passiert wäre, hättest du es nicht gemacht. :worried:

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Ich hab bis jetzt noch kein Fahrsicherheitstraining gemacht, bin mir aber auch nicht 100%ig sicher ob sich die doch recht teure Geldausgabe für mich lohnen würde - zum einen wechsel ich mehr oder weniger alle 4 Jahre oder so, quasi grade dann wenn ich mich richtig dran gewöhnt habe, das Auto (hab einen guten Gebrauchthändler, der mich quasi “umtauschen” lässt wen die TÜV - Reparaturen teurer wären als der Gesamtwert), zum anderen fahre ich nicht mehr wirklich so oft bzw. weit, nur mal innerorts zu Arztterminen oder so :see_no_evil:

…Ich hätte es aber wahrscheinlich recht gut gebrauchen können als ich vor zwei Jahren im winterlichen Schneegestöber über die (zum Glück leere, aber mit dem “netten” Spitznamen Todeskreuzung versehene) Kreuzung gerutscht bin.
Hab mich damals aber glücklicherweise noch leicht an die ADAC-Person aus der Schule erinnert, die meinte man soll keinesfalls voll auf die Bremsen gehen und nur leicht gegensteuern…bin dann also doch noch heil an mein Ziel gekommen, nur um da dann erst mal eine Panikattacke zu haben (weil Zeitverzögerter Schock, oder so) und gesagt zu kriegen das mein Termin wegen Krankheit ausfällt. (war dann auch so ziemlich das letzte Mal das ich so weit zu 'nem Therapeuten gefahren bin und hab mir lieber einen in der Nähe gesucht, der zuverlässiger zwecks Terminvergabe ist) :see_no_evil::woman_facepalming:t2:

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@antaresnox
Lohnen tut sich das immer. Du wirst ja nur leichte Unterschiede zwischen den Autos haben und nicht von einem 75 PS Fronttriebler auf einen 300 PS Hecktriebler wechseln, um danach auf Biturbo Allradler mit 600 PS zu wechseln und danach nen Tesla zu holen XD Die fahren sich alle schon merklich unterschiedlich. Und wenn du dann noch nen Diesel zwischen hast…
Wir haben einen Fronttriebler-Diesel-Fuhrpark und auch wenn sie alle ein bisschen verschieden sind, so sind sie doch irgendwie alle sehr gleich. Vor allem das Ausbrechen ist immer gleich, da alle gleichen Antrieb haben. Das Wirkungsmaximum ist bei allen gleich, da alle ähnliche PS Klasse und alle gleiche Motorsorte. Wenn ich mich nach 2 Tagen Fuhrpark zurück in meinen 385 PS Benziner setze, ist das zuerst ungewohnt, aber letztendlich muss ich ja alle Autos beherrschen, die ich fahre.

Und zwischen Front und Heck gibts auch nur wenige Fahrtrainingseinheiten wo es wirklich wichtig ist, welchen Antrieb du hast. Bei den meisten Sachen tun alle dasselbe. Nur bei “in Kurve rutscht er” wird es spannend. Bei richtig glattem rutschen hilft bei allen ein hartes kurzes Bremsen, aber wenn man denkt man fängt ihn lieber, dann gibt man bei meinem Gas und beim Heck bremst man weiterhin. Oder driftet einfach cool durch…

Haha, ja, weit weg-e Therapeuten… mir wollten welche eine in der Mannheimer Innenstadt aufschwatzen. Ja, da fahr ich auch jedes Mal mit meiner Gurke hin, wo ich damals vor allem das Problem Stress beim Autofahren hatte. Und deswegen auch in der Klinik abgesagt hatte, weil alleine der Hinweg so übel war, dass ich kranker raus komme als rein gehe.
Hab dann einen an der S-Autobahn Abfahrt gefunden, wo alles super easy war. Inzwischen kann ich meine PS am Berg auch ausfahren, ohne dabei an Stress zu sterben ^^ Sonst hätt ich die neue Möhre wohl auch nicht gekauft.

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Interessant - bei uns (also Oberösterreich, aber ich denke, das ist in ganz Österreich so) ist es sogar Pflicht, in einem gewissen Zeitraum nach dem Führerschein (ich glaube so ein halbes Jahr, wenn ich mich recht erinnere) ein Fahrsicherheitstraining zu machen. Das ist bei mir jetzt auch schon eine gute Weile her, ich kann mich also nicht mehr an alles erinnern, aber es war auf jeden Fall interessant! Auch wenn ich ziemlich Schiss davor hatte x’D

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Ich find eh seltsam, dass das Sicherheitstraining nicht Teil der Fahrschule ist. Wobei mein Fahrlehrer mich mit Absicht mal ins Aquaplaning geführt hat oder auch auf vereiste Wege, ohne mir was vorher zu sagen. Heilfroh, weil ich selbst auch schon Aquaplaningsituationen hatte. Sicherheitstraining steht schon lang auf der To-Do, aber ich bin, seit mein Mann hier ist, irgendwie zum Beifahrer (in meinem eigenen Auto!) mutiert, und unser neues bin ich auch noch gar nicht gefahren. Sicherheitstraining wäre aber - vor allem jetzt mit Kind - definitiv sinnvoll.

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:crazy_face: vielleicht liegts auch an mir, dass ich so oft rutsche. Letzte Odenwaldausfahrt hab ich eine so starke Kurve genommen, die aber ohne Lenkradzappeln oder zu starkem Einlenken ausgefahren, dass die Reifen komische Geräuscht gemacht haben. Kein Quietschen, sondern eher rrrrrt, so Grenzbereichmeckern.
Ich hab auch schon jaulende Winterreifen gehört, aber da saß ich nicht am Steuer. Sondern daneben :laughing: Nächstes Mal nehm ich kleine Scheine mit “R, du willst doch sicher noch ne Runde Rennstrecke fahren, jaaa? Willst du doch?! Schein wedel” (eine Runde kostet 30€ Eintritt, deswegen das Bestechungsgeld)

Solange man nicht direkt vor der Polizei durch die Gegend rutscht… wobei die auch nicht immer die AUgen offen haben. Eben fuhr sone blöde Tuss vor mir, die hatte kein Licht, es war stockduster. Und ich überhol sie seeehr korrekt absolut auf der anderen Seite (das tut hier normal keiner, 20 cm Abstand am Rad vorbei ist großzügig), da hält die ihren Arm zum Blinken raus, ich glaub, der war 3 m lang O_O
Jedenfalls die Polizei hat alles gesehen. Und war egal.

Ich bin Oldenburger Radfahrer, ich hab jeden gefressen, der im Dunkeln ohne Licht fährt.

Mit lustigen Reifengeräuschen kann ich auch “handeln”… Wir wohnen in einer Kurve in einer 70er-Zone und die Kurve ist von der einen Seite NULL einsehbar. Man sieht einfach gar nicht, ob da wer kommt. Und die ballern hier wenn man GLÜCK hat mit 100 durch. Ich bin froh, dass mein Autochein ein paar PS zu viel hat, so dass ich da fix vom Fleck komme. Das tut mir zwar schon etwas leid um den Nachbarn, der genau dort wohnt, wo ich dann durchbeschleunigen muss, aber ich hab da auch einfach Schiss, dass mir einer hinten drauf knallt. (Was btw ein Grund ist, dass es ein C3 statt einem C1 geworden ist. Knautschzone…)
Ich hoffe immer noch, dass unser Landkreis uns da mal mit nem 50er Schild oder zumindest nem Spiegel zur Hilfe kommt. Geht ja allen Höfen in der Kurve so, dass man da um sein Leben bangen muss… Wäre cool wenn was gemacht wird, bevor Schlimmeres passiert…

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Es ist schon ewig her. Ich bin mit meinem ersten Auto (kein ABS, keine Servolenkung) auf der Autobahn in eine Regenwand gefahren und sofort stand das Wasser auf der Straße. Und dann hat es direkt vor mir geknallt.
Stotterbremse sei dank, bin ich nicht hinten drauf, dafür noch rechtzeitig auf die andere Fahrbahn gekommen.
Ich bin sehr froh, dass ich in dem Moment ruhig genug dafür war.