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Faber Castell Polychromos vs. Prismacolor

Hallo ihr lieben :)

Ich möchte mir zu meinem Gebi oder Weihnachten gerne Buntis zulegen.
Ich habe zuhause ein Polychromos 12er Set.
Nun habe ich aber auch schon sehr viel gutes über die Prismacolor Buntis gehört und gelesen.
Also mir geht es vorallem darum kräftige deckende Flächen zu zeichnen und auch in Kombi mit Copics.
Wäre auch schön, wenn sie auf dunklerem Untergrund (schwarzer Karton etc.) gut decken.
Was würdet ihr mir da eher empfehlen?

Hey! Ich hab beide und bei Copics verwende ich eher Polychromos. Die Prismas haben echt wunderschöne Farben aber sie sind so weich - das heisst da kommt mehr Farbe runter als bei Polys auch beim leichten Aufdrücken, wobei das ja gut sein kann wenn du einen kräftigen Auftrag haben möchtest.
Auf schwarzem Papier finde ich die Stifte ziemlich gleich, ich bin aber auch kein reiner Buntstiftzeichner also kenn ich mich da nicht so super aus^^

Auf dunklem Untergrund decken Prismacolor deutlich besser. Gerade manche Gelb und Rottöne (nicht alle!) von den Polys sehen auf schwarzem Papier richtig furchtbar aus und auch weiß wird mehr grau als wirklich weiß. Bei den anderen Tönen ist es nicht ganz so schlimm (Ich hab ein hellblau, das sieht auf schwarz sogar richtig super aus), aber grundsätzlich sind für kräftige Flächen Prismacolor besser.

Was mir bei den Prismas ein bisschen Probleme bereitet ist, dass sie dadurch dass sie so weich sind, viel zu schnell stumpf werden und man für Details eigentlich alle 2 Striche nachspitzen muss. Da bevorzuge ich dann doch die Stabilität von Polys.
Zum Verwenden mit Copics kann ich nichts sagen, aber ich denke nicht, dass das einen großen Unterschied macht.

Wie schaut es da bei dem “Mischen” mit mehreren Farben aus? Also mit übereinandermalen oder so? Gibt es da Unterschiede?

Ich bin auch am überlegen mir selber zum Geburtstag und Weihnachten so ein 72 Stifte-Set von Polys oder Prisma zu holen und bin da genauso unschlüssig ^.^"

Danke für eure Erfahrungen :)
Das mit den Mischen und übereinander zeichnen der Farben würde mich auch noch interessieren.
Hab mich nebenbei noch im Internet etwas schlau gemacht und zu dem Entschluss gekommen es werden die Polychromos :)
Da ich ja eigentlich fast nur Kakaos zeichne, ist es mir auch wichtig kleine Details zu zeichnen.
Zudem habe ich jetzt auch gelesen, dass die Prismas wohl auch sehr oft abbrechen, da sie halt so weich sind (ich hasse es wenn man 100 mal einen Stift anspitzen muss und nach ein paar Zeichnungen hat man nur noch einen Stummel ^^)
Da geb ich mich dann auch mit den etwas kräftigeren Farben (im Vergleich zu einfachen sind die Polys ja auch sehr kräftig)
Und ich hatte auch irgendwo gelesen, dass die Primas wohl nicht so lichtecht sind.
Spielt bei Kakaos ja keine große Rolle, aber die anderen beiden Punkte haben mich dann überzeugt, Polys zu bevorzugen ;)

Mischen mit den Prismacolors ist meiner Erfahrung nach nicht so einfach da die Farben so stark deckend sind dass sie sich eher gegenseitig wegscharben als zu lasieren. Aber mit der richtigen Technik ist das wahrscheinlich trotzdem möglich.

Mein Favorit ist Faber Castell mit den Polychromos, egal ob für Kakao Karte oder A3 Commission.

Zum Ende wollte ich noch erwähnen dass ich dem Spitzproblem zustimme, sie nutzen sich aber generell sehr schnell ab da sie so schnell Farbe abgeben. Bei Polychromos ist man da finanziell auf der besseren Seite, es ist auch nicht so schwer hier einzelne Farben nachzukaufen.

Jenny, ich weiß grad nicht mehr, wo ichs gesehen hab, aber, entweder auf FB oder hier hatte vor kurzem jemand einen Artblog verlinkt, der langzeittests mit Polys und Prismas durchgeführt hat und “erschreckend” war, wenn man auf Lichtechtheit setzt.

Long story short, da wirste so oder so enttäuscht.

In den Polychromos werden durchgängig organische Farbstoffe eingesetzt, die nicht so langlebig sind wie ihre anorganischen Schwermetallvorgänger. Natürlich muss man damit Abstriche machen. Dafür kann man aber seine Bilder mit gutem Gewissen wegschmeißen, ohne dafür zum Sondermüll zu rennen ;) Zeichnen und essen gleichzeitig ist so auch eine gesundere Angelegenheit.

Macht einfach nicht bei der 1wöchtigen Kunstausstellung in der Sahara unter freiem Himmel mit, dann passt das schon mit der Lichtechtheit.

Wenn man wirklich Lichtechtheit haben möchte, dann kann man die Bilder auch noch mit einem UV-Film (etc.) versehen. Copics sind ja leider auch nicht gerade für die Langlebigkeit ihrer Farben bekannt.

… greift man eh zu den “Luminance” von Caran d’Ache. XD

Das ist jetzt zwar schon zwei Monate her, aber da ich ein 100er von den Polychromos habe und seit 11 Jahren damit zeichne kann ich mich zumindest für deren Beständigkeit aussprechen. Dafür spricht bei mir, dass sie nicht sehr leicht brechen (und mir ist schon der ein oder andere mal runter gefallen) und man muss auch nicht so oft spitzen (nach 11 Jahren musste ich noch keine Farbe nachkaufen, auch wenn die liebsten Farben langsam kürzer werden). Was die Lichtechtheit angeht… ich habe meine Stifte geerbt und die Zeichnungen, die damit vor 15 oder 20 Jahren entstanden sind und durchgehend an Wänden hingen (ohne speziellen Schutz drüber) sehen immernoch sehr gut aus. Da würde ich mir in unseren Breitengraden also eher keine Sorgen machen (so lang man die Bilder nicht in die knallende Sonne hängen will - wie Major schon sagte.
Die Prismas habe ich bei einer Kommilitonin getestet und fand sie auch gut. Allerdings bilde ich mir ein, dass sie schmieriger sind - also eher verwischen und das Blatt schnell zum glänzen bringen, was ich persönlich nicht so mag. Aber ich habe nur einige Male damit gezeichnet, kann da also kein absolutes Votum abgeben.

Hoffe ich konnte Unentschiedenen helfen. =)

Alternativ gibt es ja auch noch die Albrecht Dürer Stifte von Faber Castell. Zumindest habe ich mal gelesen, dass die eigentlich fast genauso sind wie Polys. (Ich würde aber jetzt nicht 100%ig drauf bestehen xD)

Ich mag die zumindest lieber, weil sie weicher sind und meiner Meinung nach einen schöneren und leichteren Farbauftrag haben. Außerdem sind es Aquarellbuntstifte, was ich nochmal extra toll finde :D

Ich finde Aquarellbuntstifte brockig im Auftrag. Die beiden Albrechts, die ich habe und all meine Goldfaber machen keinen gleichmäßigen Auftrag, sondern Klöße neben nix neben Klöße neben nix…
Und layern geht auch ganz schlecht.
Ich hätt ja nie gewechselt, wenn mich das nicht regelmäßig zur Weißglut getrieben hätte. Früher hab ich nur Goldfaber und Albrechts gehabt, aber eben nie wasservermalt.