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Eure Zeichnerstände auf Conventions (Mit Kakaos)

Heyo! :3
Mich würde echt mal interessieren, wer von euch wo einen Zeichenstand hat. Das aus aktuellem Ereignis, da die Anmeldefrist für Stände auf der Dokomi 2016 z.B. grade abgelaufen ist.
Da ich fürchterlich gerne Kakaos bei solchen Cons in den Zeichneralleen kaufe, wollte ich mich mal erkundigen, ob ich auf irgendeiner Con Ausschau nach jemandem von euch halten kann? :3

Besonders Dokomi, Nipponcon, und ähnliche. Aber auch ruhig zu anderen Cons!

Ich weiß nicht ob es in meinem Alter schon geht aber vll. versuche ich nächstes mal dort einen Stand zu machen :)
Ich kann dir ja dann Bescheid geben wenns klappt ;)

In deinem Alter eher nicht, zumindest wirst du nicht alleine dort sein dürfen und unterschätze den Aufwand nicht.
Du solltest vielleicht erstmal mit kleineren Cons anfangen, um überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, mehrere Tage mit einem Stand auf einer Messe vertreten zu sein und unter Stress zu stehen.

Ich wäre dor mit einer Freundin und meinen Eltern :)

Ja,
ich kann ja mal auf der Nipponcom schauen oder so :)
Aber vll. eben auh auf der Dokomi, ich schaue mal!

Hast du vielleicht Beispiele? Ich bin zwar auch noch nicht sehr lang (vielleicht auch noch nicht lang genug) im Business, aber das Thema interessiert mich schon. ^^

Auf größeren Otakutreffen gibt es auch immer wieder die Gelegenheit einen Stand zu haben. In meiner Umgebung (Mannheim/Heidelberg) wäre das Otaku World.

Im Norden wären das Unicon und die KiAI Con in Kiel, und die Comic- und Manga-Convention in HH :) Das sind relativ kleine Veranstaltungen aber für Beginner vll ganz okay? =)

Wie verhält es sich auf solch kleinen Messen eigentlich mit Motiven die eher weniger mit Comic und Manga zu tun haben? Da ist das Interesse vermutlich eher Mau, oder?

Ich kann da jetzt von meinen Erfahrungen sprechen, da ich auf diversen Dawandamärkten war und auch Comicmessen zum Vergleich habe- und die Dawandamärkte liefen bei mir am schlechtesten.
Mein Stil ist jetzt nicht Manga, aber die Leute die auf solche Märkte gehen holen sich in erster Linie auch mal Inspiration um es dann Zuhause selber zu machen, ätzend, aber so ists leider.
Was halt immer ganz gut lief waren Bilder auf Leinwand gezogen, am besten Fotos der eigenen Wohnstadt und Schmuck, vor allem Carbochonschmuck.
Ich hab meist A5 Drucke und Poster verkauft, aber in kleiner Stückzahl, meist war die Standmiete oder nur der Sprit wieder drin.
Kakaos und Lesezeichen gehen fast garnicht, weil viele Leute einfach nicht wissen, was das ist und daher keine Sammler sind und nicht wissen, wie sie es Zuhause lagern sollen.

Postkarten scheinen sich übrigens einfach durch die schiere Menge zu verkaufen. Sie sind nicht teuer, man kann sie * so mal eben* mitnehmen und je mehr Motive du hast umso üppiger sieht es aus und die Leute bleiben länger stehen um zu gucken und nehmen am Ende auch mal 3-4 mit.
Dein Stil ist ja ein doch sehr realistischer und weder Comic noch Manga, daher wirst du auf solchen Messen sicher mehr verkaufen als jemand, der seine selbsgemalten Sailor Moons anbietet, aber es ist schwer generell auf solchen Messen wirklich viel einzunehmen.

Je nachdem, wo du wohnst. Hier in NRW/Nähe zum Ruhrpott wären das z.B. die Chizuru und AMP-Con. Beide kostenlos bzw mit maximal 5Euro Kaution(Chizuru)/3€Standgebühr(AMP).
Dazu mit je 12/20Euro Gebühr die CMC’s in Düsseldorf und Oberhausen.

Naja, aber was erwartest du auf einer Con/einem organisierten Irgendwas, was schon MANGA/ANIME im Titel hat? Und eben genau diese Zielgruppe ansprechen soll?^^

Generell eher ~meh, aber wenn du Glück hast und mit irgendnem abstrakten Wahnsinn irgendeinen Nerv triffst…

Meine Meinung als interessierter Besucher, aber durchaus mit erweiterten Ambitionen was das Thema angeht, solange du gut gemachtes, qualitatives Zeug hast, ist der Stil absolut egal. Was gefällt wird gekauft. Manchmal mit Überraschung. Ich hatte das eine Jahr für die LBM Auflagen(damals gabs noch den Kakao-Stand, netterweise von Apfelkeks und Schnee zum abgeben), einmal typische Manga-Motive, einmal zwei Vögel. Und was soll ich sagen, die Vögel gingen, inklusive Originale, geschlossen weg. Die Mangamädels liefen auch gut, aber eben nicht SO gut. Hat mich überrascht.

Natürlich spielen auch noch die Preise eine Rolle, aber das ist nochmal eine andere Baustelle und auch Streitthema.
Qualität(Druck, Verarbeitung, Papier etc.) finde ich persönlich aber auch sehr wichtig, ich würde weder labbrige noch pixelige Drucke kaufen oder solche Scherze wie Auflagen ohne Rückseite, auf der nicht mal der Name des Künstlers steht. Sowas ist nicht sexy und vergrault mich und andere mit Sicherheit.

Man sollte aber auch eines im Hinterkopf behalten, nur weil man individuell ist, bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass man immer nützlich und gut ist… ;)

Also ich werde bei

  • Hildes Hausparty in Wiesbaden am 16.04.
  • Fantasy Basel am 5.-7.5. In Basel
  • Wie.Mai.Kai am 11.-12.6. In Wiesbaden
    sein.

Ich biete verschiedene Stile an, so dass schon bei einigen der Nerv getroffen wird. Zudem halt viel handmade. Immer wieder was neues was andere noch nicht oder nur selten machen und nunja es läuft doch ganz gut. Bis jetzt bin ich immer mit plus raus bzw wenigstens die Ausgaben wieder drin.

Auf Basel freue ich mich schon sehr. Wird meine bislang größte Messe.

Also auf Comicmessen gibt es durchaus mal ein zwei realistische Stände. Und das Interesse ist zwar mau, das stimmt, aber weil es ja meist nur so zwei drei Stände davon gibt, sind fans von realistischen Sachen ja fast schon an euren Stand ‘Gebunden’ wenn ihr wisst was ich meine.

Und wie ist das eigentlich mit Fanart? Ich sehe auf cons immer wieder fanart-Kakaos zum verkauf, aber ich dachte das geht rechtlich nicht?

Es ist eine rechtliche “Grauzone”*. Solange der Urheber die Personen und das InternetPortal/Messe nicht anzeigt, wird natürlich auch nichts passieren.
Deswegen verbieten es viele Internetseiten und einige Conventions, da sie, im Falle des Falles Mitschuld sind. … und natürlich zahlen dürfen.

Aber wo keine Kläger sind, sind auch keine Richter.

Edit: * wobei die “Grauzone” im deutschen und europäischen Recht nicht ganz so Grau ist. ^^’
Aber wenn die Betreiber dieser Cons sowas nicht unterbieten und was dagegen tun, sind sie irgendwann selbst schuld, wenn mal was kommt.

Andererseits gibt es auch Verlage/Urheber/etc die Kleinauflagen von Künstlern erlauben. Sie wissen selbst, dass so etwas auch Reichweite für eine Serie/Comic gibt, wenn Fans durch ihre Arbeiten das Thema verbreiten.
Ein Beispiel hier ist z.B. das Book of Belief zu dem Film Hüter des Lichts von Dreamworks. Dort haben sogar der Regisseur und der Buchautor der Originalreihe Beiträge dazu verfasst und sich bei den Fans bedankt.

Aber man kann natürlich nicht bei jeder Reihe/Serie/etc schauen wie die Verlag dazu steht und welche Auflagenzahl existiert etc.
Deswegen in Deutschland das einfache “Fanartverkauf verboten”.

Da ich selbst in der Conorga tätig bin kann ich dazu zu Haus ein paar Zeilen schreiben. Wir mussten uns mit dem Thema auch befassen und es war anstrengend…

xD Oh, auf die Antwort freue ich ich schon Taku.

Bei mir ist es schon einige Jahre her, dass ich mit Conventions und Orga/Helfer zu tun hatte und da wurde das einfach so gehandhabt. “Wir verbieten es, dann brauchen wir uns auch nicht damit auseinandersetzen und später Angst wegen rechtlichen Problemen haben”.

Aaaaaaaaaaaaalso:
Dat ganze Fanartthema issn Shitloch an Regeln und Details.
Selbst wenn ichs gern würde, kann ich nicht pauschal sagen “ist verboten”.
Gibt unmelngen an Faktoren, die zu berücksichtigen sind, dazu gehören Unser Urheberrecht, das Urheberrecht im Land des Urhebers, Lizensierungs- und Verwertungsrecht.

Für die totalen Anfänger (und das ist nicht böse gemeint, ich mein die besonders verunsicherten, die sich definitiv nicht in Nesseln setzen wollen):
Finger wech. Faustregel WÄRE: Frag den Besitzer und hol dir die Erlaubnis. Und dann überleg, wer der Besitzer ist, und ob du von dem überhaupt Antwort kriegst.

Ein gutes Beispiel wäre Inga Steinmetz mit ihrem Sailormoon-Artbook/Comic/irgendwiesowas. Sie hat sich die Erlaubnis, die Marke zu benutzen, schriftlich eingeholt, durfte ihr Projekt vervielfältigen und ohne groß Profit weiterverkaufen (also die Unkosten reinholen). Nebenbei gabs dann auch ein Exemplar für die Urheberin, die das wohl ziemlich toll fand. Ist zumindest mein letzter Kenntnisstand über den Ablauf und so das richtigste, was man machen kann.
Macht aber nicht jeder. BITTE haltet gewerbliche Plagiate aus China etc raus aus der Diskussion. Das ist Produktpiraterie und ein anderes Feld.

Nun die Sache mit Fanartartikeln auf Messen:
Sind es “offizielle Produkte” hängts von der Masse und eurem Auftreten ab, ob ihr noch Flohmarktcharakter habt oder als Händler auftretet. Händler fallen wieder ins Gewerberecht und müssen mit Lizenzgebern kommunizieren. (Industriell gefertigte Plüschtiere, Figuren, Prints als Poster, etc).
Da wir hier aber in unseren Bereichen eher von Handmade-Stuff reden (also Fimofigürchen, Lesezeichen, Kakaokarten, selbstgezeichnete Poster, evtl Doujinshis), sind wir tatsächlich in der tiefgrauen Zone:
Solang keine Logos verwendet werden, kann man es als “orientiert an” durchboxen. Ist n faules Ei, weiß jeder, ist riskant, sollte auch jeder wissen, aber eine Möglicheit. Das Rad wird auch nicht mehr neu erfunden.
Und nun der Messerelevante Faktor auf Orgaseite:
Ich kann echt nicht alles kennen. Geht nicht. Ich erkenn die 9 Sailorkrieger + Chibi und Mamoru, eventuell n paar Gegner, jedes Digimon bis Staffel 4 und die ersten 151 Pokemon. Danach wirds schwer. Nun hab mal irgendeine Indi-Serie, die grad still und leise gehyped wird und unter meienr Nase durchgeschummelt wird. Und ich winke es durch, weil ichs net kenne.
Wenns dann heißt “joa issn sexy Kerl in Schwimmhose” denk ich mir da nix bei, weil ich net jeden Free (oder wars haikudingsbums?)-Charakter kenne.

Rechnet mand as alles zusammen, hat man die beiden Seiten der Aussteller, die Fanartkrempel verkaufen (wollen) und Veranstalter, die nicht kontrollieren KÖNNEN und sich daher ganz einfach absichern:
Sie halten sich raus. Das wurde die letzten Jahre gerne missverstanden und fehlinterpretiert. Es wurde KEINE ERLAUBNIS zum Fanartverkauf gegeben - werdet ihr/werde diejenigen gepackt (und das Ordnungsamt geht tatsächlich rum) (wie sinnvoll das ist steht auf einem anderen blatt), ist die Messe als Veranstalter aus der Verantwortung und Haftung raus.
Halten wir auf der Chizuru ähnlich: Wir wollen NICHT, dass Leute mit Fanartsortiment Kunden locken, erst recht nicht mit gekauftem.
Eine kleine Handvoll Produkte zum Taschengeldpreis, solang SELBST GEMACHT, sind okay. Das müssen unsere Künstler dann selber verantworten. Aber lieber bei uns was hübsches als giftigen Müll aus China aussm 1Euro-Laden.
(Und da das auchs chon vorkam: Handgemacht heißt: SELBST gemacht. Selbst gezeichnet selbst gedruckt selbst evrarbeitet. NICHT “Disneybilder aus dem Internet gezogen, in Ketten geklebt und verkauft” bzw “von Pokemonhandyanhängern die Anhänger abgeschnitten und Ohranhänger drangeklebt und als selbstgemachte Ohrringe verkauft”.)
(Eine Kleine Handvoll definieren wir als "nicht mehr als maximal 50 Auflagen oder 10% des Sortiments)

Den Moralischen Aspekt muss jeder für sich definieren.
Wer sich wirklich NUR über Fanartartikel definiert…ja mei, is halt net cool. Ich weiß, dass es zu dem Thema unglaublich hitzige Diskussionen gibt, immer wieder, und auch Vorwürfe fallen wie “wer Fanarts zeichnet ist kein echter Künstler” und BLA. Mit dem BLA sollte mein Standpunkt zu der Aussage klar sein. Zum Glück ist das nicht Teil der Grunddiskussion.
Wer “auch ein bisschen” Fanartzeug anbietet, besonders so Liebhaberkram, den es in der Qualität und vor allem mit dem Herz und der Liebe zum Fandom, so nicht von offizieller Seite gibt - gern. Und das sag ich, während ich auf meine 4 Kleinigkeiten mit Digimonkram von der Dokomi schau.

Ach und weil ichs oben eben angerissen hab:
Je nach Branche und Größe der Veranstaltung sind wirklich Markenrechtler im Auftrag der Urheber auf einschlägigen Messen unterwegs, um die Leute gezielt rauszufischen. Größenordnung Connichi wär ich also vorsichtig. Yukon liefen die typen vor allem wegen der Glücksspielklausel rum, mit Urheberrechtlich geschützten Sachen konnten die (zum Glück für einige) nix anfangen.