Aaaaaaaaaaaaalso:
Dat ganze Fanartthema issn Shitloch an Regeln und Details.
Selbst wenn ichs gern würde, kann ich nicht pauschal sagen “ist verboten”.
Gibt unmelngen an Faktoren, die zu berücksichtigen sind, dazu gehören Unser Urheberrecht, das Urheberrecht im Land des Urhebers, Lizensierungs- und Verwertungsrecht.
Für die totalen Anfänger (und das ist nicht böse gemeint, ich mein die besonders verunsicherten, die sich definitiv nicht in Nesseln setzen wollen):
Finger wech. Faustregel WÄRE: Frag den Besitzer und hol dir die Erlaubnis. Und dann überleg, wer der Besitzer ist, und ob du von dem überhaupt Antwort kriegst.
Ein gutes Beispiel wäre Inga Steinmetz mit ihrem Sailormoon-Artbook/Comic/irgendwiesowas. Sie hat sich die Erlaubnis, die Marke zu benutzen, schriftlich eingeholt, durfte ihr Projekt vervielfältigen und ohne groß Profit weiterverkaufen (also die Unkosten reinholen). Nebenbei gabs dann auch ein Exemplar für die Urheberin, die das wohl ziemlich toll fand. Ist zumindest mein letzter Kenntnisstand über den Ablauf und so das richtigste, was man machen kann.
Macht aber nicht jeder. BITTE haltet gewerbliche Plagiate aus China etc raus aus der Diskussion. Das ist Produktpiraterie und ein anderes Feld.
Nun die Sache mit Fanartartikeln auf Messen:
Sind es “offizielle Produkte” hängts von der Masse und eurem Auftreten ab, ob ihr noch Flohmarktcharakter habt oder als Händler auftretet. Händler fallen wieder ins Gewerberecht und müssen mit Lizenzgebern kommunizieren. (Industriell gefertigte Plüschtiere, Figuren, Prints als Poster, etc).
Da wir hier aber in unseren Bereichen eher von Handmade-Stuff reden (also Fimofigürchen, Lesezeichen, Kakaokarten, selbstgezeichnete Poster, evtl Doujinshis), sind wir tatsächlich in der tiefgrauen Zone:
Solang keine Logos verwendet werden, kann man es als “orientiert an” durchboxen. Ist n faules Ei, weiß jeder, ist riskant, sollte auch jeder wissen, aber eine Möglicheit. Das Rad wird auch nicht mehr neu erfunden.
Und nun der Messerelevante Faktor auf Orgaseite:
Ich kann echt nicht alles kennen. Geht nicht. Ich erkenn die 9 Sailorkrieger + Chibi und Mamoru, eventuell n paar Gegner, jedes Digimon bis Staffel 4 und die ersten 151 Pokemon. Danach wirds schwer. Nun hab mal irgendeine Indi-Serie, die grad still und leise gehyped wird und unter meienr Nase durchgeschummelt wird. Und ich winke es durch, weil ichs net kenne.
Wenns dann heißt “joa issn sexy Kerl in Schwimmhose” denk ich mir da nix bei, weil ich net jeden Free (oder wars haikudingsbums?)-Charakter kenne.
Rechnet mand as alles zusammen, hat man die beiden Seiten der Aussteller, die Fanartkrempel verkaufen (wollen) und Veranstalter, die nicht kontrollieren KÖNNEN und sich daher ganz einfach absichern:
Sie halten sich raus. Das wurde die letzten Jahre gerne missverstanden und fehlinterpretiert. Es wurde KEINE ERLAUBNIS zum Fanartverkauf gegeben - werdet ihr/werde diejenigen gepackt (und das Ordnungsamt geht tatsächlich rum) (wie sinnvoll das ist steht auf einem anderen blatt), ist die Messe als Veranstalter aus der Verantwortung und Haftung raus.
Halten wir auf der Chizuru ähnlich: Wir wollen NICHT, dass Leute mit Fanartsortiment Kunden locken, erst recht nicht mit gekauftem.
Eine kleine Handvoll Produkte zum Taschengeldpreis, solang SELBST GEMACHT, sind okay. Das müssen unsere Künstler dann selber verantworten. Aber lieber bei uns was hübsches als giftigen Müll aus China aussm 1Euro-Laden.
(Und da das auchs chon vorkam: Handgemacht heißt: SELBST gemacht. Selbst gezeichnet selbst gedruckt selbst evrarbeitet. NICHT “Disneybilder aus dem Internet gezogen, in Ketten geklebt und verkauft” bzw “von Pokemonhandyanhängern die Anhänger abgeschnitten und Ohranhänger drangeklebt und als selbstgemachte Ohrringe verkauft”.)
(Eine Kleine Handvoll definieren wir als "nicht mehr als maximal 50 Auflagen oder 10% des Sortiments)
Den Moralischen Aspekt muss jeder für sich definieren.
Wer sich wirklich NUR über Fanartartikel definiert…ja mei, is halt net cool. Ich weiß, dass es zu dem Thema unglaublich hitzige Diskussionen gibt, immer wieder, und auch Vorwürfe fallen wie “wer Fanarts zeichnet ist kein echter Künstler” und BLA. Mit dem BLA sollte mein Standpunkt zu der Aussage klar sein. Zum Glück ist das nicht Teil der Grunddiskussion.
Wer “auch ein bisschen” Fanartzeug anbietet, besonders so Liebhaberkram, den es in der Qualität und vor allem mit dem Herz und der Liebe zum Fandom, so nicht von offizieller Seite gibt - gern. Und das sag ich, während ich auf meine 4 Kleinigkeiten mit Digimonkram von der Dokomi schau.
Ach und weil ichs oben eben angerissen hab:
Je nach Branche und Größe der Veranstaltung sind wirklich Markenrechtler im Auftrag der Urheber auf einschlägigen Messen unterwegs, um die Leute gezielt rauszufischen. Größenordnung Connichi wär ich also vorsichtig. Yukon liefen die typen vor allem wegen der Glücksspielklausel rum, mit Urheberrechtlich geschützten Sachen konnten die (zum Glück für einige) nix anfangen.