Ne Tageslichtlampe ist wirklich Gold wert. Ohne meine könnte ich gar nicht mehr arbeiten, sobald es dunkel draußen ist, da könnt ich dann meine Augen in die Tonne kloppen. Hab mir die mit der höchsten Watt Zahl im Baumarkt geholt und einfach in meine Schreibtischlampe geschraubt. Ich benutzte sie auch zum Durchpausen, indem ich sie unter den durchsichtigen Beistelltisch aus Acryl stelle, den meine Mum zum Glück noch aus den 90ern gerettet hat. Wer es aber noch heller braucht oder zu viel Geld übrig hat, kann auch mal in einem Laden für Fotoausrüstung gucken. Die haben wirklich ultra starke Tageslichtlampen, die aber entsprechend teuer sind.
In Sachen Druckbleistift hab ich seit neustem einen Zebra Drafix DM3-300 in der Stärke 0,3. Die Stifte sind fürs technische Zeichnen entwickelt worden und an sich nicht besonders teuer. Ich hab meinen in Korea gekauft für ca. 2,50€ und bin sehr zufrieden. Ein schönes Feature ist, dass man vorne am Stift einstellen kann welchen Härtegrad die Mine hat, die man gerade verwendet. Hab da jetzt HB eingestellt und ihn mit Faber Castell Minen befüllt. Den Stift gibt’s zwar hier im Laden nicht zu kaufen aber man kriegt ihn sicher übers Internet…
An sich, muss ich zugeben, dass ich völlig anspruchslos bin, was Bleistiftminen angeht. Ich hab schon mit den billigsten Discounterminen und 0,7Druckbleistiften, die ich aus irgendwelchen Hotels geklaut hab Karten gezeichnet, ohne dass es den Details oder meinem Arbeitsfluss Abbruch getan hätte. Das liegt aber an meiner Skizzentechnik, ich zeichne nämlich grundsätzlich mit blauer Mine vor, die daher auch wichtiger für mich ist, als die Bleistiftmine.
Ich benutze derzeit 0,5er uniCOLOR Minen von Mitsubushi (ja, die stellen sowohl Autos als auch Stifte her), die ich mir aus Japan mitgebracht habe. Ich denke aber, dass man sie bestimmt im Internet nachkaufen kann. Ich hab mit denen bessere Erfahrungen gemacht, als mit den 0,7ern von Pilot. Zwar brechen sie ein bisschen schneller aber im Gegenzug verstopfen sie den Stift nicht so sehr.
Am wichtigsten, um genügend Details hin zu bekommen sind aber zwei Dinge für mich:
1.) Das Papier. Es muss glatt sein, da billigeres, raues oder zu weiches Papier die Minen meiner Stifte zu schnell abreibt und ich dann Geschmiere hab anstatt ne brauchbare Skizze. Ich benutze gerne den unlinierten Schreibblock von Clairefontaine, der wunderbar weiß und glatt ist.
2.) Die Technik. Ich mach eine grobe Skizze mit blauen Minen, dann werden die ersten Details und die Outlines mit Bleistift festgelegt. Danach pause ich die Skizze auf Aquarellpapier durch, bearbeite sie dann nochmal und line dann das Ganze mit 0,03-0,05er Neopiko Stiften von Deleter (über die wurde hier schon alles gesagt). Ist sicher nicht die schnellste aber für mich die effizienteste Lösung um zu klaren Lines mit vielen Details zu kommen. Ich leg außerdem immer ein richtig fettes Buch (z.B. Andersens Märchen) unter, wenn ich die Outlines inke, damit ich mich nicht so stark vorbeugen muss.
Das wars von mir, hoffe es hat vielleicht ein bisschen geholfen. ^^