Naja, zuerst mal seh ich Grade den Zusammenhang nicht. Du redest von Copics ohne Lines, aber in deiner Frage geht es dann eigentlich um das Farben mischen?
Ich mische doch ohne Lines auch nicht anders als mit Lines.
Jedenfalls, um mal auf das zeichnen ohne Lines einzugehen, ich mach das so gut wie immer, weil Lines einfach nicht zu meinem Stil passen.
Beispiel: http://www.kakao-karten.de/karten/180087?sort=benutzer
Ich geh so vor, dass ich mit Bleistift vorzeichne und dann den Bereich, den ich Grade anmalen will mit nem Knetradierer so hell mache, dass man ihn Grade noch so sieht, da Copics besser Wirken als jedes Fixativ und ein einmal übermalter Bleistiftstrich nie wieder weggeht.
Ich radier nicht das ganze Bild auf einmal weg, weil ich sonst nach kürzester Zeit nicht mehr wüsste, was ich eigentlich Grade zeichne.
Die Methode ist unglaublich umständlich, aber anders geht’s leider nicht.
Das größte Problem beim zeichnen ohne Lines ist allerdings das ausbluten. Ich hab den papiertest ausführlich studiert, aber es scheint kein Papier zu geben, bei dem die Farben nicht ausbluten, das nicht irgendeinen massiven negativpunkt hat.
Wenn man Lines hat, begrenzen die das Motiv recht gut, da fällt das gar nicht auf, aber sobald die fehlen, wird es schnell “unscharf” weil die Grenzen ein bisschen verlaufen, was kleine Details ziemlich schwer macht.
Zum Farben mischen: wirklich mischen, also aus 2 Farben eine neue machen, finde ich nicht so optimal, weil das Ergebnis meistens nicht ganz so hübsch wird. Es geht zwar, aber wo immer es möglich ist, würde ich drauf verzichten. Dagegen mischen für verschiedene Farbabstufungen und Übergänge geht recht gut mit vielen, vielen Farbschichten, die immer wieder übermalt werden, bis sie komplett miteinander “verschmolzen” sind.