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Ich denke das ist immer so eine Sache. Man muss ja erstmal für sich definieren was überhaupt mit ‚Meister‘ gemeint ist. Will man sofort so gut werden wie namenhafte Mangaka? Will man Studio Ghibli übertreffen? Vielleicht möchte man auch einfach so gut sein das man selbst zufrieden ist.
Ich persönlich hab früh angefangen zu zeichnen, aber meine Sachen waren so grottig, da kann man nicht von Talent sprechen. Ich freue mich einfach das ich zeichnen für mich als Hobby gefunden habe und viel größere Anspruche habe ich daran auch nicht.

Talent ist in meinen Augen durchaus wichtig. Wieso sonst gibt es Menschen die ohne Mühe das Klavier spielen lernen? Das nennt man Begabung und liegt einfach in den Genen. Wenn einem die Sache dann auch noch Spaß macht, dann kann es einen eigentlich nicht mehr besser treffen.
gleichzeitig gibt es ja auch Menschen die können nicht mal Strichmännchen zeichnen und jegliche Übung ist vergebens.

Also ja ich denke talentierte Leute gibt es überall, und ja viele sind nur ‚Mittelmaß‘, aber solange man Spaß hat und zufrieden mit seinen Zeichnungen ist, ist alles gut.
Man muss immer darüber nachdenken welche Ziele man erreichen kann, wenn man nur begrenzte Zeit zum Üben hat, wie soll man dann mit jemandem mithalten der täglich mehrere Stunden zeichnet?

Wow, das ist mal eine echt schwierige Frage.
Da ist doch die erste Frage, wie man Talent definieren soll.
Für mich ist Talent in der Kunst, wenn jemandem der Einstieg leicht fällt. Und zwar ausschließlich der Einstieg.
Und dann kommt die harte Arbeit und die müssen alle durch machen. Wir alle müssen stundenlang schauen, wie das mit der Anatomie am besten funktioniert, welches Material uns am besten liegt, wie wir die Farben einsetzen müssen. Der Unterschied ist nur das Vorwissen, das wir mit uns bringen.
Und deswegen bin ich auch der Meinung, das jemand Talentloses es zum “Meister” bringen kann. Der Einstieg ist schwieriger, aber wenn der geschafft ist, dann zählt nur noch harte Arbeit. Und Meister wird eben der, der am härtesten Arbeitet, der die meiste Zeit und die meiste Konzentration investiert hat, kann oder will.

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Ich ssag es mal so: Talent erleichtert dir nur den Einstieg, der Rest ist harte Arbeit. Kunst ist nicht umsonst im Altertum ein Handwerk gewesen, das zu erlernen war.
Und auch wenn du heute einige der berühmteren Leute in unseren Kreisen fragst - da gibt es einige, die sich als absolut talentfrei bezeichnen (FroherAlgenpfleger auf Animexx damals war zB so einer der Sorte “Talentfrei, aber ich beiß mich durch”), aber durch Übung und Recherche zu dem Punkt gekommen sind, an dem sie heute sind. Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn man eine schnelle Auffassungsgabe hat und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
So oder so, Meister werden nicht als Meister geboren, jeder von ihnen hat viele Jahre in seine Kunst investiert.

Übrigens hilft einem alles Talent nichts, wenn man sich drauf ausruht, dann wird man nämlich sehr schnell von den anderen überholt, die sich ernsthaft um einen Fortschritt bemühen. Egal in welcher Sparte wir uns bewegen.

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Ja, definitiv! Durch Übung wird man besser, egal wie gut oder schlecht man ist.

Wenn sowas tatsächlich vorkommt, dann bestimmt nur ganz selten.
Natürlich gibt es Leute, die von Anfang an potential für bestimmte Motive haben. Aber es ist noch kein Profi vom Himmel gefallen. Bzw kann ich mir nicht vorstellen, dass einer zum ersten mal was zeichnet und direkt ein perfektes Bild hin bekommt. Hier möchte ich anmerken, dass Perfekt bei jedem was anderes ist.

So eine Einstellung hilft einem nicht, sich zu verbessern.
Was man machen kann, sind bestimmte Ziele zu verfolgen. Sei es die Colouration, Strichführung, Detailreichtum oder Anatomie. Manchmal kann auch ein anderes Zeichenmedium zur Verbesserung führen, weil es einem einfach besser liegt als das bisherige. Da spreche ich aus eigener Erfahrung^^
Und es hilft, sich von der Community Kritik zu seinen Bildern zu holen. Da kann der eine oder andere bestimmt Verbesserungsvorschläge zu den Bildern nennen.

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Naja ich muss da immer an Sportler denken. Sie haben bestimmt Talent in ihrem Sport. Aber keiner kann mit Talent auf Turnieren gewinnen oder Profisportler werden. Was machen also diese Sportler, ganz klar früh üben, trainieren und das regelmäßig.
Auch beim zeichnen muss seine Hand und sein Auge trainieren. Sieh dir meine ersten Bilder mal an. Ich habe sogar ein Motiv neu gezeichnet nach 10 Monaten. Da sieht man was Übung so bewirken kann.

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Im Grunde haben meine Vorredner schon alles gesagt.
Um dir ein Bild zu machen, geh mal in die Galerie und schau dir von den “großen” mal die Anfänge an. Mag sein, dass dort auch schon welche “besser” gezeichnet haben als du jetzt, aber sieh dir an, wo sie in all den Jahren hingekommen sind.

Edit:
Gleiches gilt natürlich für fast jeden Zeichner dieser Seite. Du siehst die Verbesserungen durch die viele Arbeit und Zeit, die investiert wurde.

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Ich denke Talent sind die Eingangsstats. Also wie bei einem RPG
Manche haben bei Kunst 10 Punkte (und kriegen vielleicht alle 10 punkte nen Bonuspunkt) und andere haben halt nur einen. Kann man trotzdem mit arbeiten :)!

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Ich bin der Meinung talent erleichtert nicht nur den Einstieg, sondern auch das spätete lernen. Wenn du talent hast, fällt dir das lernen leichter, du kommst vielleicht mit weniger Fehlversuchen weiter, aber üben muss man ganz klar trotzdem.
Wie weit du kommst, hängt in erster Linie davon ab, wie sehr du dich reibhängst und wie gute Lehrer du hast.
Im Gegensatz zu sportlern ist man beim Zeichen ja auch eher weniger durch körperliche eigenschaften eingeschränkt. Nicht jeder Kann profisportler werden, weil man halt je nach genetik eben bestimmte Grenzen hat, aber zum zeichnen solltest du halt nen stift halten können und vielleicht noch ein bisschen was sehen. Das kann der normale Durchschnittsmensch.

Viel wichtiger als ob du Talent hast, ist eben dass du entsprechende hilfe hast. Sei es durch bücher, sonstige Anleitungen oder kurse/lehrer oder einfach leute die halt deine bilder mal kritisieren (bei denen man dann nicht sofort beleidigt ist, sondern die kritik auch mal annimmt). Oder ganz simpel mal gucken was einem an bildern von anderen gefällt was in deinen eigenen bildern fehlt (ich rede hier nicht von stil kopieren!)
Die leute, die nie weiterkommen, sind in der regel die die es nicht wollen, weil sie mit ihren Bildern keinen Verbesserungsbedarf sehen und einfach vor sich hinwurschteln ohne mal über den tellerrand zu gucken.

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Blockquote

Also ich z.B. find meine Sachen mehr als mittelmässig und übe viel gugg Tuts und so und werd trozdem nicht besser xD also nicht jeder der nicht besser wird, findet seine Sachen gut.
Aber ich versteh was du meinst. Leider gibt es wirklich einige Leute die meinen sie sind schon perfekt und es kann nicht mehr besser werden.

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Deswegen sag ich ja, die die nicht besser werden wollen UND die die alleine rumwurschteln.
Wie viel üben ist denn viel üben? Woher weißt du dass andere nicht noch mehr üben?
Was für tutorials guckst du? Weißt du, ob die überhaupt was taugen? Hast du deine bilder mal so richtig auseinander nehmen lassen von leuten, die richtig ahnung haben und dir sachen erzählen, die an deinen bildern alle mist sind, die dir im traum niemals eingefallen wären?

Wenn einfach nur üben und tutorials gucken nicht reicht, brauchst du eben nen anderen Ansatz und musst eben noch mehr machen. (Mehr nicht im sinne von “mehr zeit zum üben” sondern mehr im sinne von “mehr als nur tutorials gucken”)

O_O Also so gut wie du werd ich sicher nie aber mal ernsthaft du zeichnest ja heftig. Bin grad baff beim durchstöbern deiner Gallerie.
Wie lange zeichnest du denn schon wenn ich fragen darf? Machst du das beruflich? Oder hast du das irgendwie an einer Schule oder so gelernt?
Krass du bist echt hammer, das ich deine Karten jetzt erst sehe - wow!

Talent hilf bei der Kunst meines Erachtens nach dabei am Ball zu bleiben, bzw. genug Spaß (vorallem am Anfang) zu haben. Es gibt machen Leute für die wäre das nix, weil sie sich selbst zu kritisch betrachten und damit nicht umgehen können, bzw so unzufrieden mit sich sind, dass sie es lassen. Oder sie sehen eben jemanden, der schon mehr Zeit und recourssen investiert hat und dadurch besser ist und lassen sich davon demotiviern im Sinne von “so gut werde ich nie”

Ich hab mich eine Zeit lang (haupsächlich in der Schule) darüber gefreut, wenn jemand gesagt, hat dass meine Bilder gut aussehen und ich voll talentiert wäre.
Inzwischen bin ich ein wenig beleidigt darüber. (also nicht ernsthaft die meinsten meinens ja als kompliment) aber es ist so ein bisschen als würden sie mir damit die harte Arbeit die eben dahintersteckt absprechen. Ich konnte nicht schon immer so malen und hab viel viel dafür gemacht.

Ich hatte Phasen in denen war ich zufrieden mit meinen Bildern und hab nicht weitergelernt sondern das gemalt was ich schon konnte und ich hatte Phasen in denen fand ich jeden Strich den ich setzt fürchterlich und wollte schon garnichtsmehr machen.
Andere haben halt durchgängig geübt und sind dadurch inzwischen weiter.
Würde ich jeden Tag zwei Stunden in meine Kunst investieren wäre ich heute auch wo anders und manche arbeiten und lernen 6 Stunden am Tag.

Das ist es was den Unterschied macht.
Talent hilft - da denke ich wie viele hier in dem Thread - beim Einstieg.

Kira, wenns dir darum geht, dass du selbst nicht besser wirst, dann hat Wuestenpfeil da schon recht mt ihrer Frage, was genau und wieviel du tust, um zu üben. Denn leider sind die meisten Tutorials, die man so finden kann, ziemlicher Murks, wenn man versuchen will bestimmte Dinge zu verbessern - ganz oft haben Leute, die Tutorials erstellen, nämlich leider selbst Defizite und dann bringt es nichts denen Schritt für Schritt nachzumachen, nur um am Ende festzustellen, dass es entweder nicht mit der eigenen Arbeitsweise kompatibel ist oder eben nicht funktioniert.

Wenn du ernsthaftes Interesse daran hast besser zu werden, musst du dich tiefergehend mit der Materie beschäftigen - das fängt schon damit an, dass man nicht lernt, “wie man Manga malt” (jetzt mal als Beispiel), sondern dass man versteht, wie der menschliche Körper funktioniert, damit man ihn dann entsprechend abstrahieren kann. Eine Bekannte von mir, die sich hier in der Vergangenheit durchaus einen Namen gemacht hat (Buntglas) hat sich das z.B. sehr zu Herzen genommen und Anatomiebücher gewälzt, um zu verstehen, wie der Körper funktioniert. (Ich selbst würde auch gern mehr können, aber bei mir scheitert es an der Faulheit, da muss man ehrlich sein - ich hatte das Talent und hab mich drauf ausgeruht, ist gemütlicher :p ). Wenn man sich ihre allerersten Versuche ansieht und mit ihren heutigen Bildern vergleicht, sind das Welten.

Ich kann dir auch sehr empfehlen mal Portraitzeichenkurse oder Aktzeichenkurse zu belegen. Das bringt einen auf jeden Fall weiter, weil man sieht, wie andere arbeiten - das ist entwas komplett anderes als wir in unserer kleinen Kakao-Welt machen. Wenn du Interesse hast, schau dir auch mal Landschaftsmalerei an oder Kurse, die sich verschiedenen Malmedien widmen - ich selbst würde gerne solche Kurse belegen, aber im Moment fehlt mir dazu die Zeit.

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Ich bin der Meinung, dass Talent zwar existiert, aber nur bedingt etwas damit zu tun hat, ob man “Meister” wird oder “Mittelmaß” bleibt. Talent erleichtert den Einstieg und vielleicht auch das vorankommen (Evolana hat das sehr schön erklärt), aber was man vor allem braucht um besser zu werden ist viel, viel Fleiß und in den allermeisten Fällen Hilfe oder zumindest sehr gute Lehrbücher (und die erkennt man als Laie auch nicht unbedingt).

Mir persönlich hat ehrliche Kritik von hier anwesenden Zeichnern in Kombination mit der Motivation, tatsächlich regelmäßig zu zeichnen, denke ich deutlich mehr geholfen als so ziemlich alles, was ich davor gemacht habe (… was im Grunde Manga-Zeichenbücher lesen und Figuren zeichnen, wenn mir in der Schule/auf der Uni fad war, war…). Meiner persönlichen Einschätzung nach habe ich in den 3 Jahren hier mehr gelernt als in den … sagen wir mal 18 Jahren davor. Und ich war eine von den talentierten, wenn meiner Umgebung zu glauben ist, aber ich habe halt nie die Menge an Arbeit hineingesteckt, die andere (die dann auch mit 16 besser zeichnen können als ich jetzt) hineingesteckt haben und das Ergebnis ist halt, dass ich zurückgefallen bin.

Sieht man auch in anderen Lebensbereichen toll. Im Kampfsport habe ich es wieder und wieder erlebt, dass die talentierten Kinder, die mit Leichtigkeit die Wettkämpfe gewonnen haben, früher oder später hinter jene, die hart gearbeitet haben, zurückgefallen sind, weil sie gedacht haben, sie bräuchten das nicht, und dann frustriert aufgegeben haben. Die einzige Ausnahme, hat sich nach den ersten Rückschlägen echt hineingehängt und ist jetzt im Jugendkader und tritt bei internationalen Turnieren an. Aber da steckt eine Unmenge an Arbeit dahinter. Arbeit, die ich nie hineingesteckt habe, weshalb ich mittlerweile nicht mehr zu Turnieren antrete (mal abgesehen von fehlenden Gegnern), obwohl ich als Kind auch immer mit Leichtigkeit gewonnen habe.

Und umgekehrt - ich habe in den letzten Jahren schon mehr als einmal gehört, wie toll ich singe und dass Person x auch gerne so talentiert wäre - und sorry, aber das bin ich nicht. Ich habe als Kind keinen geraden Ton herausgebracht und schon gar keinen Ton getroffen. Das war pure, jahrelange Übung und dann noch einmal mehrere Jahre bevor ich das mit dem “Emotionen reinbringen” auch nur annähernd raushabe (okay, den Teil kann ich immer noch nicht gut, aber das hat mehr mit anderen Problemen zu tun…).

Zum tatsächlichen besser werden, stimme ich den Vorschlägen, einmal ein Bild (oder mehrere Bilder) herzunehmen und kritisieren zu lassen. Und die Kritik anzunehmen und einsinken zu lassen, ohne Erklärungen zu suchen oder sich zu verteidigen (das ist der schwierigste Teil). Davon kann man wirklich Unmengen lernen. Und ansonsten Anatomie, bzw Natur (je nachdem, was man zeichnen will) gründlich zu studieren, anstatt abstrahierte Stile als Referenz herzunehmen.

Ich schließe mich der grundlegenden Meinung hier an - Talent erleichtert den Einstieg und man lernt etwas schneller, das kann jemand der kein Talent dazu hat aber problemlos durch mehr investierte Zeit und gute Hilfe aufholen. Wenn sich der mit dem Talent drauf ausruht und nicht übt wird er halt auch nicht besser^^

Was mir sehr geholfen hat: Einen Aspekt nach dem anderen angehen (z.B. Anatomie lernen, eventuell noch kleinschrittiger: Hände zeichnen lernen, Grundaufbau und Proportionen des Körpers usw., Licht und Schatten verstehen, Farben mischen lernen etc.) und konkret diesen Aspekt üben bis man das Gefühl hat es besser zu verstehen. Ich finde es auch wichtig mich vor allem aus meiner Comfort Zone herauszubewegen und explizit Dinge zu malen die ich nicht gut kann, aber gern können würde. Hände zb :D Also darauf zu achten dass man die Hände auf den Bildern nicht versteckt.

Ansonsten probiere ich gern andere Techniken aus, z.B. schaue ich mir bei Künstlern die ich bewundere an wie sie bestimmte Dinge umsetzen um es besser zu verstehen und über den Tellerrand hinauszuschauen. Aris Tipps zum Besser werden sind auch toll!

Ich stimme auch MiniDrachin zu - jemandem der toll zeichnet zu sagen “du bist aber so talentiert, das werde ich eh nie können!” kann negativ ankommen, weil diejenigen meist sehr viel Arbeit und Zeit aufgewandt haben um das so zu lernen und Talent danach klingt als hätten sie halt einfach Glück gehabt.

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Das ist eine sehr interessante bzw. Komplexe Frage und hatte mich auch öfters damit beschäftigt. Ich werde mal meine Gedanken und Erfahrungen über das Thema rauslassen :D

Meine Sichtweise hat sich mittlerweile stark verändert, im Vergleich zu vor genau einem Jahr.
Ich selbst hatte von wenn man so will von klein an angefangen zu zeichnen, bzw zu malen. Aber ehrlich zu sein hat jedes Kind gemalt. Es gibt kein Kind konkret, das nicht gemalt hatte, jeder hatte als Kind im Kindergarten gemalt.
Was ich meiner Meinung nach als ein realistisches Argument ist, ist nicht zu sagen: ich hatte schon im Kindergarten angefangen zu zeichnen, sondern ab wann man sich mit den bestimmten Themen, es sei denn Manga, realistisch, Natur etc. Sich beschäftigt hat.

( Ich hatte nicht nur angefangen zu zeichnen sondern spielte auch Klavier und hatte gerne Schach gespielt. )

Deswegen habe ich wirklich angefangen zu zeichnen so um die 2013 im Frühjahr (11 -12 hauptsächlich Manga ), habe da sehr wenige Bilder gezeichnet und evtl. ein Jahr Pause gemacht.
Was zu dieser Pause führte, war motivationslosigkeit.

Ich hatte in meiner Klasse ein Mädchen gehabt die auch gezeichnet hatte, und zwar besser als ich. Ich war eigentlich nicht eine egoistische Person, die immer besser sein wollte als alle anderen, aber dieses Mädchen kam immer zu mir als ich gezeichnet hatte und rieb mir in die Nase, wie gut ihre Bilder waren, dabei zeichnete sie immer dasselbe was ich zeichnete, nur sie konnte es besser.

Einerseits hatte ich nichts wirklich dagegen, wenn Leute besser zeichnen können, aber wenn eine Person ständig mir in die Nase reibt, das sie viel besser zeichnen kann als man selbst, nimmt es einem die Motivation. Aber da war so oder so noch klein.
Das wäre dann mal der Struggle für Änfanger bzw. Einsteiger.
Viele junge Einsteiger wollen so zeichnen oder Malen wie ihre “Künstler-Idole” dabei denken sie sich, das diese pures Talent besitzen und man nie so gut zeichnen würde. Ich hatte auch so gedacht. Dabei sieht man nur das Endprodukt und nicht die harte Arbeit. Die harte Arbeit kennt nur so gut der Künstler selbst.

Somit hatte ich es versucht aufzugeben zu zeichnen, da ich dachte ich würde nie so gut sein und kann nicht zeichnen, was würde es mir bringen immer so hässlich zu zeichnen, wenn es jemand besseres gibt?

Herbst 2014: neue Klassen wurden gemischt, LivyArt wurde 12-13 und dieses Mädchen ist endlich weg, keiner reibt mir im die Nase mehr, dass sie besser zeichnen kann als man selbst. Das hat echt genervt. Ich fing an Animes zu schauen und hatte wieder interesse gehabt fürs zeichnen. Mittlerweile war ich die einzige aus meiner klasse die gezeichnet hatte. Es hatte sich so angefühlt als wäre ich befreit…

Ich began mich rapide zu verbessern, ich zeichnete auch jeden Tag, selten Zuhause, nur in der Schule, abgesehen Kunst Stunden ausgeschlossen. Immer mehr leute Kamen auf mich zu und meinten:

Das ist pure Talent, ich könnte nie! ; Typisch das Asiaten immer alles besser können, wer hätte es gedacht. ; Ich wünschte ich könnte auch so zeichnen, tja wenn man Talent los ist… ; ich bin voll neidisch! Gott ist unfair zu mir! ; immer wenn ich deine Zeichnungen sehe, habe ich die Hoffnung verloren zeichnen zu wollen… ; bestimmt hattest du im Uterus deiner Mutter gezeichnet, Schach gespielt und Klavier gespielt!; Usw und so fort…

Diese “Komplimente” mochte ich noch nie. Ich war selbst immer noch unzufrieden mit mir selbst und diese komplimente ignorierten meine Übung und Leistung, welche ich rein gesteckt hatte. Ehrlich gesagt wusste ich nicht was diese Leute von mir wollten, ich meine, meine Bilder sahen nicht mal gut aus…

Diese Leute verstehen die wahre Bedeutung nicht hinter Talent. Sie verbinden es immer mit einer Sache die man kann, z.b. du bist talentiert weil du zeichnest oder weil du Klavier spielen kannst. Das heißt übersetzt, du kannst seit der Geburt Chopin spielen und Potraits malen. Du brauchst keine Übung, kannst gleich sofort auf dem Erstschlag was “Perfektes” Krearien. Völliger Quatsch.

Wie alle anderen gesagt haben, ist das Talent das schnelle einsteigen, sprich das Verständnis des Zusammenhangs und das schnelle erlernen. Auf der Welt gibt es selten solche Kinder, die in Jungen Jahren sehr fortgeschritten sind, diese müssen allerdings auch gleich üben wie wir, nur die sind schneller beim erreichen. Bsp talentierte Kinder die Klavier spielen haben ein sehr gutes Gehör, versteht die harmonie verschiedener Töne, können schneller Noten lesen und diese koordinieren und etc. als der Durchschnitt.

Jeder hat eine unterschiedliche Geschwindigkeit wie er lernt. Die einen mal langsamer die anderen mal schneller, aber eins kann ich sagen, jeder hat das Potential etwas gut zu beherrschen zu können, nur der Zeitpunkt wann es passiert könnte weit liegen oder näher. Man weiß es nicht. Man kann es erst wissen wenn man sich nach oben klettert, dann hat man einen besseren Überblick nach unten und sieht, wie viel man hoch geklettert ist. Der Berg ist steil, man könnte jederzeit runterfallen, wenn man keine Kraft hat loslassen, aber ist man oben, weiß man das man stark war. Man kann auf dieser Höhe bleiben oder noch höher klettern wollen. Aber welcher Künstler will nicht noch besser werden? Jeder strebt danach.

Die Leute da unten würden sagen: du willst noch besser werden??! Nicht gut genug?? Was falsch mit dir?? Du bist ein Meister!!.

Man könnte nie aufhören sich zu verbessern, am Ende bemerken die Künstler selbst nicht mak, dass sie talentiert sind, über dem durchschnittlichen sind, Bsp. Michael Angelo.

Künstler, die immer nur Pessimist sind, haben eine kleine blickweite, setzen ihre Ziele noch weiter Weg, die sie am Ende nie erreichen werden von zu hohen Erwartungen und viele “kongurrenzen”.
Es gibt paar leute, die wollen nur zeichnen " können" im ihren Ego zufrieden zu stellen, um besser zu sein, anderen zu unterstellen das sie nicht gut sind. Diese werden nicht schaffen hoch zu klettern denn werden schnell verletzt, wenn jemand höher steht als ihnen. Auch werden sie überholt, mit der Einstellung so gut zu sein, da man eh besser ist, sich zu verbessern.

Anstatt andere Künstler als “Kongurrenzen” einzusehen, kann man von dem höherern viel erlernen.

Inspirationen, Motivationen, Der Wille und Fleiß ist der Schlüssel zum Ziel.

Es fällt einen leicht anderen Talentiert zu nennen aber sehr schwer selbst war zu nehmen dass man talentiert ist und das ablehnt. Ein warer talentierter Künstler, weiß nie das er selbst es wirklich ist.

Ich Vergleiche mich auch nicht mehr mit anderen Künstlern, sei es einer mit viel Erfahrung oder ein Einsteiger, denn jeder hat seinen einzigartigen, Kreativität und Stil.

Puh… Das war viel. xD

LG
LivyArt

Doch. Ich denke schon, dass sich ein Künstler dessen bewusst sein kann, dass er wirklich wirklich richtig gut ist. Er kann auch mit Recht stolz darauf sein. Aber es ist ihm vielleicht egal, weil er weiß, dass nicht zählt ob er besser ist als andere, sondern das zu tun, was er liebt.

Mit dieser Einstellung wird es auch völlig egal, was andere dazu sagen oder ob die Bilder gut ankommen. Man lässt sich nur noch beeinflussen, wenn man es selbst erlaubt, um evtl. Ratschläge anzunehmen und besser zu werden. Leute die dagegen reden und etwas schlecht machen oder neidisch sind, kümmern einen nicht mehr.

Die Frage, ob man gut oder schlecht in etwas ist, verliert auch schlicht an Bedeutung, wenn man bedingungslos liebt was man tut. Man tut es einfach trotzdem, mit aller Leidenschaft die man aufbringen kann, immer und immer wieder. Ob man dann einen Tag braucht oder Jahre, bis es klappt, ist egal.

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Ich denke nicht, dass Talent existiert, so wie es sich die meisten vorstellen. Die Altersspanne, über die hier bisher gesprochen wurde, ist teilweise sehr jung (Kinder) bis jung (Jugendliche). Da spielen viele Faktoren hinein, die die allgemeine Entwicklung von Menschen betreffen. Also Vorstellungskraft, Augen-Hand-Koordination, emotionale Reife, Motivation, Antrieb. Je älter man wird, umso besser wird man in manchem (harte Arbeit), lässt aber auch wieder in anderen nach (Motivation, typisches Teenagerproblem). Auch ist es so, dass die Lernkurve in jüngsten oder jungen Jahren allgemein höher ist als später. Versuch mal einem 50jährigen ein Instrument beizubringen – das dauert viel länger als bei einem 10jährigen, einfach weil der Körper bereits abbaut oder so Wehwehchen wie Gicht hinzukommen. (Unsere Intelligenz hingegen entwickelt sich im Gegensatz dazu bis wir 30 sind und bleibt danach konstant. Wenn man seinen Kopf allerdings nicht benutzt, baut man aber auch da natürlich ab. Zusätzlich zu körperlichen Faktoren, die bspw. zu Alzheimer führen.)
Je nachdem in welchem Alter man ist, wie die korperliche Verfassung aussieht oder man bereits in bestimmten Gebieten geprägt ist, hat jeder eine andere Ausgangssituation, die von außen nicht zu erkennen ist, und man sich dann mit Vorstellungen wie Talent behilft. Wenn man allerdings etwas wirklich machen will und die Voraussetzungen gut sind (Leute ohne Hände konnen auch Maler werden, haben es aber vielleicht schwerer, wenn sie ihre Füße vorher nie so gebraucht haben wie Hände; oder man geht Vollzeit arbeiten und muss sich jede Minute irgendwo abknapsen) kann man trotzdem sein Ziel erreichen. Ich bin mir auch sicher, dass ich immer noch Physik fertig studieren könnte, aber den Aufwand, den ich dazu betreiben müsste, ist es mir einfach nicht mehr wert. Ich habe meine Zeit darin investiert, andere Dinge zu verfeinern, einfach weil sie mich zufriedener stellen als andere.

Was mir noch einfällt: Imposter-Syndrom – gibts häufig unter Künstlern, und gerade die “Meister” leiden darunter. (Cyarin bspw. auf Instagram hat sich in letzter Zeit dahingehend verändert, dass sie mir recht verloren vorkommt. Vielleicht kam der Ruhm zu früh, und damit auch der Erfolgsdruck.) Gerade auch, weil sie sich nur allzu bewusst sind, wo sie noch überall Defizite haben. Aber entweder sprechen sie nicht drüber, weil öffentlich alles Friede-Freude-Eierkuchen sein sollte oder weil sie sich eben durchbeißen und Rumheulen nur unnötig aufhält. (Wir haben eh “eine” komische Kultur wie man mit Misserfolgen oder Defiziten umgeht. Nach außen wird es nicht gezeigt. Manche tun es trotzdem, was dann befreiend sein kann für andere, die sehen, dass sie nicht alleine sind. Aber selbstverständlich ist das nicht.)

Und jetzt geh ich mal arbeiten, vielleicht fällt mir heute Abend noch etwas ein. ^^"

Ich glaub es hat auch mit der Erfahrung zu tun, wie man gewisse Dinge sieht. Ich kenne bis jetzt noch keinen aus meinen Freundeskreis, der sich selbst als Talentiert bezeichnet. Ich finde es ja auch nicht schlimm sich selbst als talentiert zu bezeichnen, wenn man auch bewusst ist, dass man es besitzt bzw confident ist. Die einen sind selbst sicher die anderen schwanken. Es gibt verschiedene Persönlichkeiten

Ich Stimme dir da auch zu, dass es egal ist, zu zählen, wie lange man braucht bis zu seinem Ziel, solange man es einem Spaß macht.

Generell kann man nicht wirklich es mit schlecht oder gut beurteilen, denn jeder kann bestimmt etwas oder hat etwas einzigartiges was von anderen unterscheidet.

Ich selbst bin noch ziemlich jung und habe vor mir noch eine ganze Meile, nicht nur von improvisation sondern auch in Erweiterung der Sichtweise.