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Alkohol: Gesellschaft, Kultur, Gesundheit

Wir haben einen Rauchenthread aber noch gar keinen über Alkohol. Da Alkohol aber in unserer Gesellschaft nahezu allgegenwärtig ist, ist das Thema daueraktuell und auch gar nicht mal so unspannend.

Hinter der Herstellung alkoholischer Getränke stecken jahrhunderte optimierte Prozesse und viel Wissen rund um die Mikrobiologie. Wer mal eine Ausgabe des Back in der Hand hatte, wird staunen, wie viel Mikrobiologie in Bier und sonstigen Getränken aus Brauereien zu finden sein kann. Und auch wie viele Mikroben sich rummeln können, die das Getränk ungenießbar machen (jedoch in den allerseltensten Fällen nicht gesundheitsschädlich, meistens schmeckt es einfach nur schlecht).

Ich habe jahrelang gar keinen Alkohol getrunken. Dann einen kurzen Abstecher ins Bieruniversum gemacht, der jedoch mit übelsten Magenschmerzen auf Hopfen und Alkohol endete. Jetzt bin ich wieder Nichtalkoholiker. Jedoch in beiden Fällen hatte ich immer Begegnungen mit Menschen, denen nicht gefallen hat, was ich trinke.
Zu wenig Alkohol, der falsche Alkohol, gar kein Alkohol, das Bier im Glas ist pussy, das Bier in der Flasche ist assi, Kommen Sie, ein Jubi ist kein Jubi! , Pilsener, das ist doch nix, Wie als Frau keinen Sekt??, bist du schwanger, hast du nie Lebensfreude, nur mit Wasser kann sich die Wirtschaft nicht ernähren.

Obwohl mir das zu 70% nichts ausmacht und ich da meistens mit Seitenhieb drauf antworte, stört es mich zu 30% dann doch. Und diese 30% waren auch da, als ich noch Bier trank, denn wie schon geschrieben, es war immer zu wenig Bier, die falsche Biersorte und das falsche Trinkgefäß.

Wie ist eure Geschichte zu Alkohol und eure jetzige Meinung? Und habt ihr auch eine Kulturgut-meinung dazu?

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Für mich ist Alkohol (der zum Trinken natürlich) einfach ein nicht ganz so gesundes Getränk. Genau wie Red Bull oder Softdrinks. Man sollte es Erstens nur trinken wenn es einem denn schmeckt, Zweitens nicht im Übermaß und Drittens nur wenn der eigene gesundheitliche Zustand es zulässt (Man muss es halt vertragen und auf Medikamentenunverträglichkeiten achten u.s.w.)

Mich stört es auch immer dass ein paar meinte Bekannten jedes mal denken ich will eine Grundsatzdiskussion über Alkoholkonsum anfangen wenn ich mich für ein alkoholfreies Getränk entscheide. Der Witz ist ja, sie vergessen jedes mal dass ich überhaupt nicht prinzipiell auf Alkohol verzichte sondern sehr wohl welchen trinke… allerdings vorzugsweise sehr süße Cocktails x’D! Ich lieeebe die Strawberry Colada im Barrios in Mannheim. Auf dem Weihnachtsmarkt nehm ich lieber den Kinderpunsch als den Glühwein. Der heiße Met den ich bei meiner Schwester probiert habe, war aber schon okay.

Alkoholherstellung ist wahrscheinlich schon irgendwie Tradition und ein Stück Kultur oder so, interessiert mich aber nicht sonderlich und ich identifiziere mich null damit.

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Ich bin gerade in einem Alter, in dem es gesetztlich erst gerade so angefangen hat mit Alkohol. Zwar habe ich auch schon davor mal einen Schluck Sekt, Wein oder so probiert auf feierlichen Anlässen, doch haben viele in meinem Alter schon früh ziemlich übertrieben.
Noch bis vor einem Jahr war ich noch sehr gegen den Alkoholkonsum, mittlerweile bin ich da etwas lockerer. Aber es gibt immer welche, die einen beleidigen o.Ä., weil man lieber Wasser und Apfelschorle trinkt statt Vodka und Likör. Auf viele Partys werde ich gar nicht erst eingeladen, weil Gastgeber dann “extra” Wasser oder Apfelsaft für mich kaufen muss, weil ich ja sonst nichts trinke.
Ich verstehe diesen übertriebenen Konsum nicht, der bei einigen in meinem Umfeld vorherrscht.
Wenn’s einem schmeckt, schön und gut. Aber wenn man es nur macht, um “cool” zu sein, gelassener, oder aus Gruppenzwang, dann finde ich das ziemlich…Unrücksichtsvoll. Wenn es dann auch noch so weit kommt, dass man nicht mehr laufen kann, sich übergibt o.a., dann wurde mMn zu übertrieben.

Up-Quark, als ich in deinem Alter war, war das in der Klasse/Jahrgang so, dass nur die Feiern, wo man sich nicht mehr erinnern konnte, warum da jetzt ein Kotzfleck hingekommen ist, cool. Darüber wurde wochenlang gesprochen. Das hat alle in einen richtigen Zugzwang gebracht. Wo man wusste, dass sowas nicht passiert, ist man gar nicht erst hin. Und natürlich erst 30 min vorher abgesagt oder gar nicht, schön bei Vorbereitungen für 20 Gäste wenn nur 5 kommen.
Ich war immer einer von den 5en, denn ich wurde eh nur zu den “uncoolen” eingeladen. Dann gabs auch immer genug Mischgetränke im ungemischten Zustand für mich übrig.

Übrigens war unser einziges alkoholisches Getränk Korn. Bier gabs nur selten. Korn trinkt man im hohen Norden. Der wird dann mit einem Korn runter gespült. Es klingt traurig und überzogen, aber ich saß mittendrin °XD Die wenigen Male, als ich zu den coolen eingeladen wurde. Und dann nur die Ahoj Brause gefuttert habe, Leitungswasser trank.

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Am Montag braue ich mit meiner Seminargruppe Bier xD
Das wird bestimmt interessant, auch wenn ich persönlich kein Alkohol trinke.
Das hab ich für mich einfach als Grundsatz entschieden und das wird in meinem Umfeld auch weitesgehend akzeptiert.
Ich hab tatsächlich auch noch nie alkoholische Getränke probiert.

Natürlich werde/wurde ich so sehr oft nicht zu Partys eingeladen, auf denen es quasi nur ums Betrinken geht, aber auf solche Partys gehe ich sowieso eher ungerne’:) Auch wenn es schon manchmal mies war, wenn bspw. der ganze Jahrgang bis auf 2-3 Leute eingeladen war.

Ich hab nichts dagegen, wenn in Maßen getrunken wird, aber wenn bspw. gezielt Leute abgefüllt werden oder sich teilweise schon übergeben müssen, finde ich das gar nicht witzig sondern eher bedenklich:/ Besonders da auch hier so früh damit angefangen wurde. Bei einem 14. Geburtstag sollte mMn noch kein Alkohol ausgeschenkt werden. Auch wenn das “alle so machen”.

Keine Ahnung, aber ich glaube, zu meinem 14ten gabs nur Kindersekt. xD
Wenn ich so zurückdenke, glaube ich auch, dass es wie bei allem eine Phase im Leben ist. Wenn man dann so die 25 überschritten hat, fangen die ersten Wehwehchen an und mit 30 ist man plötzlich gar nicht mehr so fähig, die Nacht durchzufeiern. Da gibt sich das Komasaufen dann in den meisten Fällen von alleine.

Dass man von Alkohol Bauchschmerzen bekommt sehe ich weniger eng, muss da eher in Richtung “Vegetarier, der auf einmal Fleisch isst” denken, da wundert es ja auch nicht, dass dem dann schlecht wird, einfach weil die Darmflora fehlt, Fleisch verarbeiten zu können. (Bitt, das heißt nicht, dass ich jedem Vegetarierer zu Fleisch zwingen will. Au contraire. Aber manchmal gibt es auch so Situationen, wo das freiwillig geschieht. Woran ich konkret dachte, waren Kinder, die ihren Lebtag nur vegan (ist ja nochmal strikter) ernährt wurden, und dann auf Geburtstagen von Freunden Fleisch probierten …) Äh ja, und es soll auch bei Alkoholtrinken kein Vorwurf sein. Sollte jeder für sich entscheiden, ob er will.
Als ich aufgehört habe, Alkohol zu trinken, wurde ich auch dumm angemacht, ob ich schwanger sei. Werde ich immer noch, obwohl das schon seit ein paar Jahren so ist, dass ich keine Lust auf Alkohol habe und es nicht das erste Mal ist, dass ich ihn ablehne. Unangenehm war bspw. auch zur Hochzeit als das erste Getränk, was wir an dem Tag hatten (ja, wir waren früh sehr chaotisch ^^"), ausgerechnet Sekt zum Anstoßen war vor dem Standesamt. War blöd, aber ich hatte auch Durst also hab ich ihn getrunken. Den Rest des Tages hatte ich dann nur Tee und Wasser, glaube ich. Ab und zu gönn ich mir dann auch ein alkoholfreies Bier, aber die Auswahl ist da ja echt bescheiden und leider gibts nur Pilsener-artiges. (Mag eigentlich dunkle Biere viel lieber …)
Ach, und was auch geil ist: Wenn die Fam weiß, dass man keinen Alkohol trinkt, und dann doch Wein mitbringt. Vor allem, wenn sie eigentlich mal horchen wollten, ob was an der Babyfront geht. Äh, was? Wer denkt denn, dass seine Gastgeber schwanger sein könnten und bringt Wein mit? Fand ich schon unhöflich.

Magst du IPA? Das hier mit mit Ludwigii Hefe gebraut, die macht von sich aus alkoholfreie Biere, sodass gar nicht ernst entalkoholisiert werden muss:
Kehrwieder überNormalNull IPA alkoholfrei ist da mein Tipp ;)
Die Ludwigii macht nur Ales, also Pale Ale und Weißbier, daher wird man sie in dunklem erst erst mal nicht finden :( Aber du kannst ja bei den craftbieren nochmal durchschauen, ob nicht doch inzwischen eines aufgetaucht ist.

… Von dem Kehrwieder hab ich auch noch ne Flasche im Regal. Aber der Hopfen und mein Magen, die werden keine Kumpels mehr.

Von Bieren halte ich gar nichts. Ich finde das schmeckt einfach nur widerlich ^^° (meine Meinung) Wenn ich was trinke dann das richtige z.b richtigen Portugiesischen Portwein und so. Davon kann ich allerdings nur ein Glas trinken sonst liege ich unter dem Tisch ;-) Ansonsten mag ich noch Cocktails oder der Eklische. Von Sauf partys halte ich so gar nichts. Alkohol Leichen zu erblicken davon wird mir schlecht. Deswegen hasse ich auch das Oktoberfest oder Karneval XD

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Der Alkohol…
So richtig Berührung mit dem Thema hatte ich mit 12-13 Jahren. Vorher haben meine Eltern mich zwar mal einen Schluck Bier oder Wein probieren lassen, aber das war es auch. Ich habe den Geschmack als ekelhaft empfunden und so ist es nach wie vor.
Als ich 12 war sind wir aus der Großstadt auf’s platte Land in ein Kaff nahe der holländischen Grenze gezogen. Genauer gesagt in die Grafschaft Bentheim, falls das den Nordlichtern hier was sagt. Da haben meine Eltern eine Gaststätte mit Kneipe übernommen. Ich und Bruderherz waren also die Gastwirtskinder. Daran, das ich (und mein Bruder ebenfalls) keinen Alkohol mochten, änderte das nichts. Aber ihr könnt euch vorstellen, wie die anderen Jugendlichen reagiert haben.
In dem Dorf war es nämlich gang und gebe, dass die Kinder so ca. mit 11 angefangen haben z. T. harten Alkohol zu trinken. Wenn sie auf Feiern bei uns waren, wurden meine Eltern teilweise von den Erwachsenen angepflaumt, dass sie den Kindern keinen Alkohol ausgeschenkt haben. Da hieß es dann: “Ist doch nur eine Roter…” und zu guter letzt haben die Eltern ihren Kindern den Schnaps besorgt. Irgendwann hatten mein Bruder und ich dann doch eine Clique und ein Umfeld, in dem zwar ab und zu, aber mäßig getrunken wurde. Den Höhepunkt der Ablehnung durch den Rest der Dorfjugend erlebten wir auf einem Osterfeuer:
“Da kommt ja die Colaclique” Neben den Sprüchen wurden wir mit leeren Dosen beworfen.
In der Schule war es bei mir zum Glück nicht so schlimm. Da war ich sowieso erst auf den Kursfeten ab der 11. vertreten, weil ich vorher nicht mobil war. (Dorf und Schulort lagen 20km auseinander und es fuhr nur 4x am Tag ein Bus.) Da wurde zwar gut getrunken, aber zumindest in meinen Kursen wurde niemand rundgemacht, weil er/sie nicht trank. Unsere Chemie-LK-Feten fanden immer beim Lehrer zuhause statt und er hat die Getränke spendiert. Als Alkohol gab es da nur Bier und Wein. Schnaps hat er verboten. Die Feten waren tatsächlich recht angenehm, weil die Mitschüler auch recht lange recht nüchtern waren.
In der Uni habe ich tatsächlich recht schnell eine Blase mit Gleichgesinnten gefunden. Unter uns ist Alkohol gar kein Thema. Wenn wir zu Feiern einladen, werden die Softdrinks und das Essen gestellt. Wer Alkohol will muss diesen mitbringen. Gar keim Thema. Klappt hervorragend.
Ich erinnere mich allerdings an eine Kursfeier, zu der auch wieder ein Dozent geladen hatte. Da gab es mit Kommilitonen und dem Dozenten eine Diskussion. Der Dozent war tatsächlich der Meinung, ich und eine ebenfalls anwesende Freundin würden uns jeglichen Spaß versagen und die Kommilitonen waren der Meinung nüchterne Menschen auf Partys seien unfair. Die könnten sich ja an den ganzen Quatsch erinnern, den die Betrunkenen machen würden.

Soweit zu meinen persönlichen Erfahrungen mit dem Alkohol. Es ist übrigens weiterhin so, dass ich kaum welchen mag. Da wo er mir schmeckt (Ein paar Cocktails) kann man ihn in der Regel auch ersatzlos weglassen. Eine gute Pina Colada schmeckt auch ohne Rum vorzüglich.

Nun aber wirklich zu meiner begründeten Meinung:
Auf Grund meines Jobs und dem meiner Eltern habe ich schon mehrmas live gesehen, wohin Alkoholkonsum führen kann. Meine Beispielliste geht da vom klassischen Alki über Spiegeltrinker, bis hin zu den einsamen Damen, die glauben es fällt nicht auf, wenn sie mehrmals in der Woche die 0,2 Sektfläschchen kaufen und den Jugendlichen, die mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus müssen, wegen Alkoholvergiftung.
Daher bin ich der Meinung, dass wir als Gesellschaft viel zu leichtsinnig mit Alkohol umgehen. Er ist zu normal. Warum existiert das Stigma darauf, keinen Alkohol zu trinken? Das kann doch eigentlich nicht sein.
Ich möchte den Alkohol nicht verbieten, aber ich möchte, dass mehr darauf geachtet wird, wie damit umgegangen wird. Ich möchte, dass sich nicht mehr nur auf “Jeder ist für sich selbst verantwortlich” zurück gezogen wird, wenn ein Leben aufgrund von Alkohol aus dem Ruder zu laufen droht. Das ist ein schleichender Prozess, der durch uns als Gesellschaft dermaßen begünstigt wird, dass es anfälligen Personen quasi unmöglich gemacht wird, nicht in diese Falle zu treten.
Und ich bin der Meinung, in der Gesetzgebung muss sich etwas ändern. Alkohol darf m. E. nicht mehr als strafmildernd angesehen werden: Ja, man ist alkoholisiert nicht fähig vernünftige Entscheidungen zu treffen, aber man weiß was man tut, wenn man anfängt zu trinken. Besonders, wenn man häufiger trinkt.

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Das Thema finde ich super interessant, da mag ich auch direkt mal meinen Senf dazu geben.
Als ich noch jünger war, hab ich gesagt, ich würde nie Alkohol trinken wollen (so wie ich nie auf ein Konzert wollte, haha), war ja auch eklig. Über die Auswirkungen vom Trinken wusste ich da nicht mal wirklich, hab als kleines Kind auch nicht gemerkt wenn meine Eltern angeheitert waren. Es war bei mir ohnehin nie Thema, denn mein Vater hat mir ein Auto versprochen, wenn ich nicht trinke und rauche bis ich 18 bin. War überhaupt kein Problem, da ich keinerlei Berührungspunkte mit Alkohol hatte. In dem Alter, wo Erzählungen anderer nach viele anfangen zu trinken, hatte ich im Real Life keine Freunde, und in der Schule hing ich bei der Gruppe Streber ab, die eh nicht tranken. Feiern war ich nie, da ich sozial komplett zurückgezogen war.

Das erste Mal betrunken war ich dann mit 18. Ich hatte endlich angefangen, meine Depressionen und sozialen Ängste zu bekämpfen, da nahm mich eine Freundin mit in die Kneipe (meine beste Sandkastenfreundin, der Kontakt brach aber ab, als der Kontakt zwischen unsern Eltern abbrach. Im Kunst-LK trafen wir uns wieder. Sie selber trinkt gar nicht, da sie im Mutterleib bereits genug hatte). Ich holte mir ein Bier zur Lockerung (das ich nur mit Salzbrezeln runterbekam, haha), und wir trafen Freunde von ihr. Durch die, oder genauer gesagt durch einen bestimmten, hatte ich nachher fünf Bier intus und konnte nicht mehr gerade laufen. Und diese Nacht brachte eine 180°-Wende in meinem Leben. Ich hab auf einmal erkannt, dass Menschen ja doch voll lustig und unterhaltsam sind, und dass das Leben Spaß macht und lebenswert ist. Ich wusste auf einmal, dass ich Kunst studieren möchte (war kurz vorm Abi und ich hatte noch keinen Plan, was ich danach machen will) und hab daraufhin in echt kurzer Zeit meine Bewerbungsmappe erstellt.
Der eine erwähnte Typ, der so’n bisschen der Gruppenführer war, lud mich daraufhin öfter ein und lernte eine ganz neue Seite des Lebens und von mir kennen, die schon immer irgendwo in mir steckte, aber nie raus konnte. Der Kampf gegen die Depressionen wurde von da an auch viel leichter, inzwischen hab ich damit nahezu keine Probleme mehr.

Bin darüber halbes Jahr später auch zu Leuten gekommen, die auch Metal hören, wodurch ich meinen Ex- und jetzt besten Freund kennengelernt hab.
Ich mache mit beiden Gruppen immer mal was, wenn mir nach Trinken ist. Wenn ich nicht trinken will, bleib ich meistens zuhause. Aber wenn ich mit denen was mache und nix trinken will, werd ich auch nicht blöd angemacht. Ich werd zwar hundert mal gefragt, ob ich nicht doch trinken will, was manchmal auch nervig sein kann, aber es kommen keine blöden Sprüche xD Das sind allerdings auch sehr spezielle Leute. Bei denen wird meistens richtig viel gesoffen, weshalb das für mich Standard geworden ist. Die vertragen aber auch mächtig viel ohne abzustürzen.

Ich selber vertrage meistens nicht ganz so viel (gibt aber auch Tage, wo ich mir nachher denke, holy, wie hab ich das alles reingekriegt ohne zu kotzen?) und hatte auch diverse Abstürze. Anders als meine Saufkollegen kann ich auch nicht weitertrinken, wenn ich gekotzt hab. Dann ist Ende bei mir und es geht mir elend. Da ich letztes Jahr meine Grenze zu oft verpasst habe, hab ich mir vorgenommen, dieses Jahr nicht von Alkohol zu kotzen. Ist mir fast gelungen, nur zwei mal hab ich’s vergeigt. Dafür häufen sich dieses Jahr aber die Filmrisse, was ich sehr kritisch betrachte, weshalb ich inzwischen seltener trinke. Ich hoffe, mit 25 keinen Alkohol mehr zu benötigen, um das Sozialverhalten an den Tag zu legen, das ich mir wünsche. Der Gedanke, an die Hirnzellen, die ich jedes Mal unwiederbringlich zerstöre, gefällt mir nämlich nicht. Bin aber auf einem guten Weg, ich werde sozial immer fähiger. Dann würde ich nur noch zu Events wie zB Silvester trinken. Ich hab mich unter Alkoholeinfluss auch relativ gut unter Kontrolle (ich bin auch die, der man sein Handy gibt, wenn mans nicht verlieren will oder so xD), und mag generell die Wirkung, die er auf mich hat.

Sowas wie Feierabendbier gibts aber für mich nicht. Im Alltag trinke ich gar nicht und kann auch null nachvollziehen, dass manche das machen. Für mich gibts nur ganz oder gar nicht, wenn ich trinke, dann meistens richtig. Außer bei Events die mir wichtig sind (Kirmes und Festival), da trinke ich eher gemäßigt, damit ich alles mitbekomme und am nächsten Tag noch fit bin. Die andern sind da immer richtig hacke :x Auf Konzerten trinke ich gar nicht, da gehts für mich nur um die Musik. Zu Konzerten fahr ich ohnehin meist allein mit dem Auto^^

Ich trinke inzwischen auch fast kein Bier mehr, denn das schmeckt mir nicht. Anfangs dachte ich, naja, ich müsse irgendwie Bier trinken, weil ich Metalhead bin, aber dann hab ich Met kennengelernt, haha. Mein Favorit ist mittlerweile aber Apfelwein. Der schmeckt und ist nicht so klebrig süß und gezuckert wie die ganzen Liköre. Tee mit Schnaps ist auch gut, wenns darum geht, sich effizient und kalorienarm zu betrinken :x Softdrinks mag ich gar nicht, am schlimmsten ist Cola, ich trinke meinen Rum dann lieber pur. Mit Fruchtsäften misch ich aber gerne.

Sehe das gesellschaftliche Verhältnis zu Alkohol aber inzwischen echt kritisch (genau wie Fleisch und Zucker, was von vielen überhaupt nicht hinterfragt wird). Es ist erschreckend, dass es so selbstverständlich zu sein scheint. Noch erschreckender aber, was ihr hier teilweise erzählt, dass man so richtig ausgeschlossen wird, wenn man nicht trinkt o.O Dass es mehr akzeptiert ist, zu trinken, als nicht zu trinken, ist angesichts der eindeutigen Gesundheitsaspekte doch echt dumm.

Hier noch ein amüsantes Video zum Thema, das mich meinen Alkoholkonsum zuletzt noch mal mehr hinterfragen ließ: https://www.youtube.com/watch?v=Zw8ZUbnzSNM&list=FLkPnf2U4DWgD3w5wwOXD0WA&index=2&t=0s

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Ich bin grundsätzlich kein Mensch für Alkohol.
Meine Mum hat eine Alkoholikerin als Mutter und die ist dadurch ziemlich krank geworden.
Auch mein Vater ist eher dagegen und so könnte man sagen, ich wurde grundsätzlich einfach dazu erzogen (oder hatte wegen meiner kranken Oma einfach nicht den Reiz dazu Alk zu trinken).
Bier schmeckte mir eh nicht, genauso wie jedes andere jegliche Gesöff.
Das hat sich ein wenig durch eine kleine Party eines Freundes von mir geändert.
Aus Gruppenzwang trinkt man ja leider mit wobei ich denke ich mal sagen kann, dass ich mich ziemlich wacker geschlagen habe! Ich habe mich bei Bierpong so gut angestellt (bzw war ich einfach nicht so betrunken) sodass ich nicht viel trinken musste und alle anderen drunk gemacht habe (ok war vlt doch nicht so gut) und ich habe grundsätzlich hochprozentiges (wie Rum oder Wodka) vermieden.
Das einzige, das mir geschmeckt hat, war Kirschmet.
Und das hat mir wirklich, wirklich gut geschmeckt.
Da war ich ziemlich überrascht von.

Aber mehr Erfahrungen hatte ich bis jetzt nicht, ich hatte nur das eine Mal einen Kater und ich denke mal, das war ein ziemlich harmloser.
Auch emotionale Probleme oder dergleichen hatte ich nicht.
Ich werde allerdings weiter auf Alk verzichten. Fällt mir auch relativ leicht, weil ich nicht so oft auf Partys gehe. (Bzw gar nicht erst eingeladen werde aber das ist mir recht. Ich will am Ende des Tages nicht sturzbetrunken auf der Schulwiese liegen…)
Ich kann KEINEN Alkoholkonsum also ziemlich gut verkraften.
Und nein, es muss kein Kulturgut sein. Wir haben viele andere schöne Kulturgüter, und auch wenn ich Bayer bin, muss ich sagen, dass mich das ganze eher stört damit assoziiert zu werden -.-
Von dem her… joa. Das ist meine Meinung dazu.

Ich hab, im Vergleich zu anderen in meinem Alter, immer wenig Alkohol getrunken, einfach weil der mir zu teuer war xD! Bin die selbe Altersstufe wie Major un d hab auch erlebt, dass es für andere in der Oberstufenzeit kein Halten am Wochenende gab. Es hat mich in der Schule selbst einfach nicht interessiert.

Richtig über-Betrunken war ich daher auch nur ein einziges Mal, als ich vor lauter Nervosität das falsche Glas Alkohol getrunken hab (Das war Absynth verdünnt mit Vodka. An dem Abend hab ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt und der hat mich halt so nervös (im guten Sinne!) gemacht, dass das passiert ist xD), sonst kannte ich immer meine Grenze und hab vorher aufgehört. Ich war aber auch so gut wie nie in der Öffentlichkeit trinken, wie es so viele andere tun. Lieber bei Freunden zu Hause, was in dem Fall auch gut war, da mich meine Freunde dann im anderen Zimmer ins Bett gesteckt haben xD Dabei war es in dem Freundeskreis aber auch in Ordnung, wenn man nicht viel oder gar nix trinkt.

Aktuell habe ich seit über 2 Jahren allerdings auch keinen Alkohol mehr getrunken, einfach weil ich erst schwanger war, dann gestillt habe und mein Mann, der solidarisch zu mir war, hat in der Zeit komplett die Alkoholtoleranz verloren, sodass ich nun, auch wenn ich dann irgendwann wieder trinken könnte, solidarisch zu ihm sein werde xD Wenn ich mal Bock auf Bier habe (und das hab ich tatsächlich), geht auch alkoholfreies. Dabei is mir dann aufgefallen, dass ich Bier tatsächlich eher wegen des Geschmacks mag als wegen des Alkohols.

Aus familiären Gründen sehe ich aber auch die Menge an Alkohol kritisch, die sozial akzeptabel ist. Ein Teil der Verwandten meines Vaters sind tatsächlich Alkoholiker, die teilweise schon Entzüge gemacht haben und es gab auf Familienfeiern regelmäßig Streit, der durch Alkohol hervorgerufen wurde, laut meinen Eltern. Ich hab davon nichts mitgekriegt, da meine Eltern vorher schon immer nach Hause sind, bevor meine Cousins richtig betrunken waren. Hätte meine Ma meinen Papa in seiner Jugend nicht vor die Wahl „Sie oder Alkohol“ gestellt, hätte das für ihn auch so enden können. Papa hat auch, so lange er am Leben war, nie wieder einen Tropfen Alkohol getrunken. Außer in Pralinen xD

Echt erschreckend wie sehr hier die Leute angefeindet werden, die nicht trinken O.O Lasst euch da bloß nicht beirren und macht das, was sich für euch richtig anfühlt. Auf die Leute, die ein Problem damit haben, kann man i. Allg. gut verzichten.

Ich selber komme auch aus einen kleinem Dorf und hatte mit 12 Jahren meine erste Erfahrung mit Alkohol. Wir waren einfach nur neugierig darauf, was alle so toll am Alkohol finden und haben uns zu viert eine Flasche Rotwein gekauft. Nach dem wir die Flasche leer hatten, war schnell klar, dass das keine gute Idee war. Uns allen war übel und die Nacht hat keiner ohne Zwischenfälle im Bad überstanden. Danach habe ich lange die Finger vom Alkohol gelassen.

Diese “Sauf-Partys” gabe es bei uns wohl auch, war ich aber zum Glück nie zu eingeladen.
Wir hatten dann später mit 16-17 Jahren auf unseren Geburtstagsfeiern und Dorffesten immer mal was getrunken. Da ich aber mein Limit kannte, ist mir nie wieder schlecht geworden oder sonst ein Malheur passiert. Auch Filmrisse hatte ich noch nie, ich werde nur schneller müde und verabschiede mich eher.
Sobald mir der Alkohol nicht mehr schmeckt, höre ich auf zu trinken und ich achte sehr darauf nichts durcheinander zu trinken. Entweder gibt es nur trockenen Weißwein oder Schwarzbier, aber nie gemischt oder noch irgendwas Hochprozentiges dazu.

Was ich sehr erschreckend fand war, als mir eine Freundin auf Abschlussklassenfahrt gesteckt hat, dass ein Junge aus meiner Klasse gewettet hatte, er könnte mich abfüllen und “rumkriegen”. Zu blöd, dass ich weitaus mehr vertragen habe als er und ich ihn quasi unter den Tisch getrunken habe XD

Ich habe immer mal Phasen in denen ich nichts trinke und dann mal wieder am Wochenende mit Freunden ein Glas Wein. Heute geht es mit Arbeitskollegen auf den Weihnachtsmarkt, da werde ich auch nur bei max. 2 Tassen Glühwein (weiß) bleiben, weil ich mich mehr auf die Süßigkeiten und das gute Essen freue.

Mir schmeckt bestimmter Alkohol sehr gut und ich nutze ihn regelmäßig als Genussmittel, kenne aber meine Grenzen und kann auch sehr gut ohne Spaß haben - gerade wenn man auf Partys nüchtern ist ;-) Für mich gibt es nichts Witzigeres als den Verfall der Leute zu beobachten und sie später damit aufzuziehen (sehr cool bei Firmenfeiern). Nur wenn es handgreiflich wird und Leute so aggro sind, dass sie sich gleich prügeln, suche ich schnell das weite.

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Da stimme ich dir zu, bin auch sehr erschrocken wie viele solche Erfahrungen gemacht haben. Es ist doch gut, wenn jemand genau weiß was er will und das auch durchzieht. In meinem Freundeskreis ist es zum Glück kein Thema, wenn jemand mal nicht trinkt.

Als Frau finde ich es nur immer unangenehm, wenn man Alkohol ablehnt und sofort für schwanger gehalten wird. Ich trinke zwar ab und zu Alkohol, aber manchmal habe ich auch gar keine Lust und wenn ich Auto fahre trinke ich keinen einzigen Tropfen. Wenn ich also nichts trinke, brodelt in der Familie oder auf Arbeit gleich die Gerüchteküche (bei meinen Freunden zum Glück nicht).

Ansonsten trinke ich nur anlassbezogen: beim Grillen mal ein Radler oder einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt finde ich für mich in Ordnung. Ich weiß zwar, dass es nicht gesund ist, aber das ist halt wie ein Stück Torte. Da weiß man auch, dass man nicht zu viel davon essen sollte, aber ein paar mal im Jahr, gönnt man sich doch ein Stück.

Trotzdem finde ich es bedenklich, dass bei Alkohol (auch in größerer Menge) kaum der Konsum hinterfragt wird und es irgendwie als “normal” gilt.

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Ich dachte ich sei mit meiner Einstellung gegenüber Alkohol weitestgehend “einsam” :’)
Getrunken habe ich nie gerne oder viel (meine Familie aber), vor ein paar Jahren habe ich es ganz sein lassen, weil schon nach einem halben Sektglas meine Gliedmaßen sich fast taub/schwer angefühlt haben und mein Herz sich angefühlt hat als würde es gleich nach unten sacken. Ich kann es nicht beschreiben, aber es fühlte sich ungesund an und Bewegung fiel mir schwer. Mein Mann trinkt auch seit ca. drei Jahren nichts (davor auch nur vielleicht 2 oder 3 Mal im Jahr, weil es ihm nicht schmeckt aber die Familie da war.) Nun trinken wir nicht einmal das “obligatorische Glas Sekt” zu Silvester (ich mache immer eine alkoholfreie Bowle) ^^

Schlimm finde ich, dass es in der Gesellschaft a) Pflicht zu sein scheint Alkohol zu bestimmten Anlässen anzubieten und b) Pflicht ist auf größeren Feiern alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Eine Verwandte (die 50+ ist) meines Mannes hat versucht mich zu drängen mit ihr ein Glas Wein/Sekt zu trinken. Sie hat 10 Minuten mit mir diskutiert, immer gefragt “wieso nicht?” und selbst die Begründung dass es mir weder schmeckt noch sonderlich verträglich für mich ist, hat sie nicht locker gelassen, ich war wirklich fassungslos… Ich finde es spricht nicht unbedingt für Vernunft, wenn es von Leuten in der Umgebung als normal angesehen wird, jemanden zum Alkoholkonsum zu überreden (in diesem Fall schon eher drängen). Wie hätte man wohl reagiert wenn ich diskutiere: “Hier trink doch Wasser, wieso willst du nicht das Glas Wasser trinken? Jeder trinkt Wasser, du solltest zumindest ein Glas mit mir trinken!” Diese Diskussion wäre doch auch seltsam…

Als wir geheiratet haben wurden nur 9 Personen eingeladen und selbst da wurde von einer Person gefragt warum es denn kein Bier auf der Feier gibt (bei Kaffee und Kuchen!). Wir haben uns wirklich Mühe gegeben ein größeres Sortiment einzukaufen - außer Alkohol weil wir nie welchen holen (ich mag angetrunkene Leute nicht - und schon gar nicht am schönsten Tag im Leben), in gemütlicher Kuchenrunde am Nachmittag hätte mich der Anblick einer Bierflasche neben dem Teeservice vermutlich auch eher gestört… Ich fand das sehr unhöflich und beschwere mich ja auch nicht wenn ich zu Gast bin, warum es keinen Erdbeer-Smoothie gibt…
Jeder muss selber wissen wie viel er trinkt aber andere überreden wollen, oder nachhaken warum man nichts trinkt finde ich einfach nur daneben :/ Es fühlt sich nicht nur wie Normalität sondern fast schon wie eine Verpflichtung an. Als ich durch eure Beiträge gelesen habe hat sich dieses Gefühl nur noch mehr bestätigt.

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Ich trinke keinen Alkohol, war noch nie im Leben betrunken und halte es für die gefährlichste Droge im Umlauf, gerade wegen der kulturellen Akzeptanz und der Verbreitung.
Ich hab negative Erfahrungen mit alkoholsüchtigen Menschen in der Verwandtschaft gemacht und finde deswegen diese ganze Verherrlichung dieser Droge nicht witzig. Ich werde da knallhart der Spielverderber oder verlasse die Veranstaltung/Gruppe sobald Alkohol getrunken wird und rede grundsätzlich nicht mit Betrunkenen.
Ich mag es auch garnicht, wie immer gerne damit angeben wird, wieviel Bier man auf dieser oder jener Veranstaltung getrunken hätte oder das Bier wegen seiner Elektrolyte doch notwendig sei auf anstrengenden Festivals. (Man kann auch einfach Salze in Wasser auflösen und trinken.)
Neulich hat ein Bekannter ernsthaft mit Stolz erzählt, dass er regelmäßig betrunken bei betrunkenen Fahrer im Auto mitfährt, allein für den Nervenkitzel.
Habe leider keine Partygeschichten, weil ich entsprechend nie auf Partys gehe.
Ich benutze alkoholische Getränke höchstens als Gewürz in Speisen, die dann noch eine Weile gekocht werden. Als Getränk schmeckt es mir nicht und ist mir auch zu teuer.

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Ich finds echt schlimm, dass es oft so einen Alkoholzwang gibt, wenn man in geselliger Runde ist. Da bin ich wohl eher die Ausnahme, wenn ich sage, dass mich nie jemand zum Trinken genötigt hat und es in meiner Familie auch eher normal ist nicht zu trinken. Meine Eltern trinken höchstens ein Glas Sekt auf Feiern. Schnaps und Likör war für mich immer so ein Großeletern-Ding, das die Omas nach dem Essen getrunken haben, angeblich “um die Verdauung zu fördern” x’D (z.B. nach dem Weihnachtsessen oder so) und Bier gab es eigentlich nie, weil es niemandem geschmeckt hat.

Ich selbst hab mich auch erst in meiner Studienzeit an Alkohol rangetastet. In der Schulzeit war das eigentlich nie ein Thema für mich. Die stets am Wochenende besoffenen Partygänger waren an meiner Schule eher die Ausnahme, daher lag ich mit meinem (Nicht-)Konsum auch eher im Durchschnitt.

Im Studium hab ich dann herausgefunden, dass es auch Sachen gibt, die richtig lecker sind und auf Partys usw. probierte ich mich etwas aus. Nach dem ein oder anderen Kater am nächsten Morgen war dann auch wieder Schluss damit. Wenn ich auf Feiern keine Lust drauf hab, trinke ich auch nicht, wenn doch dann doch. Oft teilen mein Freund und ich uns ein Glas Bier oder so. Ich glaube ich hab Glück soweit, dass ich in meinem Umfeld keine Leute hab, die mir mit dem Thema auf die Nerven gehen.

Ich halte die Prahlerei mit seiner Trinkfestigkeit für extrem besorgniserregend. Das erlebe ich noch mit am Meisten und ist doch echt nichts worauf man stolz sein sollte.

Den Alkoholzwang kenne ich auch, seit ich mit dem Studium fertig bin und arbeiten gehe. Meine Kolleginnen sind große Weinliebhaberinnen und bestellen auf jedem Betriebsausflug irgendeinen teuren Wein gemeinsam, um ihn zu probieren. Und natürlich wird bei jedem kleinen Anlass mit Alkohol angestoßen. :weary:

Ich mochte Alkohol noch nie, aber ich darf auch aus medizinischen Gründen keinen trinken.
Natürlich folgt auf meine Erklärung, dass ich aus gesundheitlichen Gründen keinen Alkohol trinke, immer die obligatorische Frage: “Bist du trockene Alkoholikerin?”
Gnaaaah~~~ Als gäbe es keine anderen Gründe, warum Menschen keinen Alkohol konsumieren dürfen.
Ich habe das wundervolle Glück, dass die moderne Medizin Medikamente gegen meine chronische Krankheit entwickelt hat. Dank der Medikamente kann ich ein normales Leben führen. Bevor es sie gab, hatte ich ein wirklich grauenhafte Zukunft vor mir. Den Preis, auf Alk zu verzichten, zahle ich dafür gerne. Aber ganz ehrlich? Das ist kein Thema für eine Party und ich mag es nicht, wenn ich so lange gelöchert werde, bis ich mit Details rausrücken muss… nur weil ich meinen Orangensaft lieber ohne Sekt trinke ^^"

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Ich trinke wirklich gerne Alkohol. Vom Geschmack her. Nicht alles, aber vieles. Ich liebe trockenen Rotwein, dunkles Bier und Sahneliköre einfach. Alkoholfreie Alternativen sind da geschmacklich oft enttäuschend. Mal abgesehen von hellem Bier, das ich sowieso nicht sonderlich mag, scheint sich da auch nicht wirklich jemand Mühe zu machen was leckeres produzieren zu wollen.
Vertragen tue ich Alkohol aber nicht sonderlich gut. Auch wenn ich nur ein Glas Bier getrunken habe merke ich es für gewöhnlich am nächsten Tag. Außerdem gehöre ich nicht gerade zu den fröhlichen Betrunkenen. Ab einem gewissen Alkoholpegel fang ich immer an zu heulen, alles ist scheiße und ich werde teilweise auch agressiv. Da ich Alkohol aber sowieso des Geschmacks wegen trinke und nicht um voll zu sein ist mir das aber ziemlich egal, dass ich nach dem zweiten oder dritten Glas Wein aufhören muss, weil ich merke, dass ich, naja, aufhören muss.
Ich trinke aber nicht immer Alkohol auf Festen usw. und muss sagen, dass mich die Frage, ob ich denn Schwanger bin nervt, nur weil ich mal nichts trinke. Selbst wenn würde es die Leute ja wohl einen Scheiß angehen.
Generell finde ich es auch furchtbar, dass man bei uns immer so gedrängt wird. Wenn ich nach einer gewissen Menge nicht mehr will heißt es auch immer “Ach komm, einer geht noch!”. Gerne doch, wenn es dir nichts ausmacht, wenn ich dich danach mit der Flasche verprügel :D
Ich finds furchtbar. Auch, dass man das immer begründen muss. Ein “Okay, wenn du es dir anders überlegst sag einfach Bescheid.” würde auch reichen.