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Sherlock Holmes

Entgeistert ist mir eben aufgefallen - hier gibts gar keinen Sherlock Holmes Thread! Das geht ja nicht. lach

Ich liebe Sherlock Holmes, obwohl ich nicht sagen könnte, seit wann. Mit 16 habe ich allerdings schon die englische Gesamtausgabe im Schrank stehen gehabt, die ich bis heute immer mal wieder begeistert raushole. Es gibt so unglaublich viele, wunderbare Geschichten darin, und diese Beziehung Holmes Watson (die manchmal im Original andeutungsvoller ist als so manches Fanart g ) und die unfassbare Chemie zwischen den beiden wirft mich immer wieder um.

Entsprechend war ich übrigens furchtbar misstrauisch, als die moderne BBC Serie Sherlock gezeigt wurde, und habe die erste Folge nur unter größtem Vorbehalt geguckt - ein moderner Sherlock Holmes, das konnte doch gar nicht gut sein! - aber was soll ich sagen - nach der ersten halben Stunde war ich einfach nur begeistert, wie grandios und vor allem auch wie intelligent die Serie gemacht worden ist, wie jedes kleine Detail liebevoll modernisiert worden ist… aber nun ist das nicht nur meine liebste Sherlock Darstellung im Fernsehen, sie konkurriert zu allem Überfluss auch noch mit dem Original. lach

Gibt es hier noch weitere Sherlock Holmes Fans? Welches sind eure liebsten Darstellungen? Und hat hier zufällig schon jemand die neue Russische Verfilmung gesehen? Die sieht nämlich auch spannend aus :)

Ein Sherlock Holmes Thread und keine Antworten?! Wie enttäuschend! xD

Ich bin eigentlich noch nicht so lange Fan… und das war bei mir auch eher Zufall. Ich wurde von einer Freundin, die durch ihren Vater quasi zum Fan erzogen wurde, in den Kinofilm 2009 (?) geschleppt und mochte den dann auch.

Dann hab ich auf nem Bücherflomarkt ein Buch mit 17 Fällen entdeckt und mitgenommen, was mir auch sehr gut gefallen hat, weshalb ich mir dann noch mal eine englische Version gekauft habe, als die im Laden auf einmal vor mir stand.

Die Serie von BBC hab ich eher durch Zufall entdeckt. Eigentlich schau ich nur ganz, ganz selten fern, aber glücklicherweise war ich gerade an dem Tag unendlich gelangweilt, als die erste Folge im ARD lief. " Na ja, mal gucken, wie das so ist " war mein erster Gedanke und seit den ersten 10 Minuten ist alles sherlocked . Sonst bin ich ja auch eher skeptisch, wenn etwas auf Neuzeit gemacht wird, aber… ich würd sagen, dass ist eine der besten, genialsten Serien, die das Fernsehen momentan zu bieten hat.
Es ist zwar verständlich, aber auch verdammt schade, dass es bisher nur 6 Folgen gibt. Ich. Will. Mehr! :D

Von der russischen Verfilmung hab ich noch nichts gehört, muss ich mal nachschauen.

Ich war nie wirklich ein Fan von Sherlock Holmes. Mir hat’s in den Verfilmungen nie gefallen, wie der Watson ständig als der Blöde dargestellt wurde, der den ach so supertollen Holmes in noch glänzenderem Licht erstrahlen lassen musste… Und zu allem Überfluss waren das auch keine besonders gut aussehenden Typen, als dass ich mich groß dafür interessiert hätte. (Bin halt oberflächlich… ;D)

In den Sherlock-Kinofilm mit Robert Downey Jr. und Jude Law bin ich allerdings gegangen. Fand ich ganz nett. Den zweiten weniger. Zu gewaltverherrlichend für meinen Geschmack.

Zum BBC-Sherlock bin ich, man glaubt es kaum, über Kakao-Karten gekommen. Hatte zwar vorher schon Bilder der Protagonisten gesehen, aber Benedict Cumberbatch sieht ja schon… ungewöhnlich aus. Mir haben aber die Bilder zur BBC-Sherlock-STA gut gefallen und da dachte ich: “Martin Freeman sieht ja ganz nett aus. Ich glaube, ich guck das mal.”
Die Serie ist wirklich gut gemacht. Ich mag Lestrade und und Molly. Die sind lustig.

Was mir allerdings sehr übel aufstößt, sind die ganzen Fangirly-Bilder, die so hochgeladen werden. Wenn Yaoi zu Manga-/Animefiguren gezeichnet werden, ist mir das egal. Aber wenn ich aus Versehen über Bilder stoße, die real existierende Personen abbilden, finde ich so etwas irgendwie… ekelhaft. Traurigerweise sieht man zu BBC-Sherlock fast nur solche Bilder.
Ich frage mich, ob sich die Darsteller manchmal selber gugeln und dann auf sowas stoßen. Wie sie wohl darüber denken?

Ich bin überhaupt kein traditioneller Sherlock Fan. Als eingebildeter LiteraturMensch hab ich es mir zur Pflicht genommen zumindest eins der Originalwerke zu lesen und hab natürlich beim ersten Band “Study in Scarlet” angefangen. Durch die alte Sprache war es etwas anstrengend und als wirklich spannend hab ichs auch nicht empfunden. Aber ich hab trotzdem noch Sign of the Four gelesen, aber danach hab ich aufgehört. Von den neueren Kinofilmen hab ich keinen einzigen gesehen, da sie mich nie besonders gereizt haben, aber dann hat Sylf mir die erste Staffel der BBC Serie ausgeliehen mit den Worten “You HAVE TO watch this.”
Und ähnlich wie anderen hier hab ich mich nicht lange zwingen müssen. Bekehrtes Fangirl hier. :'D

Ich fand die Mystik um Sherlock Holmes und seinen Intellekt immer spannend, da mein erster Kontakt mit den Büchern aber zu unpassender Zeit war, hab ich sie nicht nochmal versucht zu lesen (mit 11 ist das vielleicht nicht so ganz die Literatur, mit der man sich die Nächte um die Ohren schlagen sollte).
2 Freundinnen, die damals große Conan-Fans waren, haben mir die Geschichten dann vor ~10 jahren fast zitieren können, und vorn paar Jahren kam mein Freund mit dem RDJ-Sherlock an- OMNOMNOM. Den zweiten Film mit ihm fand ich net so wirklich pralle, aber ihn als Schauspieler mag ich eh.
Dann hatte ich vor nem guten jahr oder so erste Artikelstücke über den BBC-Sherlock gelesen, war auch skeptisch betreffend Neuzeitadaption, da ich noch in Gedanken im ersten Film mit RDJ war, als die erste Staffel dann aber nach DE kam, gabs auf Einslive einen größeren Bericht darüber, die Redakteure haben sich mti Lob über-und fast erschlagen, also konnte ich nciht anders, denn deren Urteil traue ich gern (sie treffen mit ihren Empfehlungen einfach oft meinen Geschmack) und siehe da- a fangirl was born!

Mal von der Schwachen S1E2 abgesehen der einzige Grund für mich, mir einen guten Fernseher zu suchen derzeit, ich hab meinen Freund angesteckt (und der is so verdammt wählerisch…) und kann die dritte Staffel kaum erwarten.
DAS ist mal Qualitätsfernsehen!
Die Besetzung ist rundum Ideal, Ben holt so viel aus dem Charakter raus und wenn mans mal nüchtern betrachtet ist sein Sherlock ein ziemlich widerlicher Typ, aber man muss ihn lieben _

Ja, "Ben"s Sherlock ist eigentlich ein absolutes Arsch, aber eben auf einer ahnungslosen, liebenswürdigen Weise. Ich finde es gerade deswegen wirklich gut getroffen. Wenn du so viel schlauer bist als der Rest der Welt, dann kann und will man das auch gar nicht verstecken. haha

Ich sag nur…
‘wie gehts ihm…seinem…’
‘…seinem Asperger? Wie immer’

Naja, wenigstens entschuldigt sich der A. auch mal. ;D

@Taku

Ob Sherlock tatsächlich (leicht) autistisch sein soll, finde ich fraglich. Immerhin steigert er sich sehr in seine Rolle als “Übermensch” hinein. Jedenfalls kam es mir im “Hund von Baskerville” so vor, als gefiele es ihm gar nicht, aus dieser tiefsitzenden Rolle zu fallen. Nicht nur, was das Angstgefühl betrifft, sondern auch das Bedürfnis nach einem Freund.
Ich finde die Vorstellung, dass ein normaler Mensch (mit einem gewissen Talent) versucht, sich von menschlichen Bedürfnissen loszulösen und einen göttlichen Status zu erreichen, sich im eigenen Ego zu sonnen, ein Ich zu schaffen… weitaus reizvoller als plumpen Autismus (im Sinne von: irgendwie müssen wir jetzt begründen, warum er superschlau ist und sich komisch benimmt… ah ja, Autist, dann ist alles klar). Etwas zu schaffen und bewusst die eigenen Grenzen zu überwinden… gegen “krankheitsbedingte Verschrobenheit”…
Schließlich guckt Sherlock auch immer komisch von der Seite, wenn Watson den Asperger-Witz reißt…

Ich finde dass die beiden Dinge sich nicht unbedingt widersprechen. :'D
Dass er sich loslösen, abheben, zu etwas besserem als seine Umwelt erheben will heißt ja nicht, dass er NICHT krank ist. Das kann ja immer noch der Ursprung bzw eine der Gründe sein.

Also… ich gehöre zu der Sorte Mensch, die dem “Original” nicht viel abgewinnen kann. Mir war Sherlock Holmes in den Verfilmungen immer zu alt, zu trocken, du langweilig und oberlehrerhaft. Und Watson immer der tumbe Brite daneben. Da war Basil der Mäusedetektiv noch das höchste der Gefühle bei mir.
Bis die Neuadaption kam. Alles schien sich über den neuen Film zu ereifern und sich teilweise bis aufs Blut zu zerfleischen, ob Robert Downey Juniors Interpretation nun gut oder scheiße ist.
Ich habe sie für mcih persönlich als genial empfunden. Sicher man kann auch argumentieren, daß er es sich leicht gemacht hat, weil es seine typische Rolle zu sein scheint, aber sein Holmes ist in sich stimmig und man nimmt ihm die Genialität durchaus ab. Und ich war heilfroh, daß mal jemand den Staub von dem Thema pustet, denn prinzipiell ist Holmes ja ein hochinteressantesThema, nur mir immer zu sehr mit “alt und unmodern” behaftet.

Dann stolperte ich komplett zufällig über die erste Folge beim zappen bei meinen Eltern im Urlaub und erlebte die andere Variante. Einen Sherlock eher in alter typischer Manier, aber im heutigen London. Sozusagen die andere Seite von der aus man das Thema wiederbeleben und moderner machen kann. Und ich mag diese Variante gleichermaßen gerne. Das eine ist actionlastiger - und ich mag Action. Wenn es kracht, bin ich glücklich - wenn dazu noch Verstand kommt, bin ich hin und weg.
Die BBC Variante spielt dafür eher mit den anderen Aspekten der Geschichte um Sherlock Holmes, zieht das ganze in die Gegenwart, gibt einem dazu unheimlich viele Schmunzler (ich liebe den Ingag wie z.B. beim Hund von Baskerville: “ab leider kein Doppelzimmer mehr für euch - nein, wir sind nicht… ist schon okay” immer wieder ein Genuss für mich X3), die ich sehr begrüße, da auch sie ein Teil der britischen Literatur sind u.s.w.
Ich bin absolut begeistert von der BBC-Serie. So sehr ich Kinokrach zu schätzen weiß, es ist doch Popcornkino, das den Geist nicht unbedingt beflügelt, während die Serie genau diesen Aspekt anspricht. In meinen Augen ist die Serie herausragend - ähnlich wie Dotor Who. Ist aber auch keine Überraschung, hängen ja die gleichen Leute mit an den Drehbüchern dran, wie ich unlängst las.
Den Autisten bzw. Servant habe ich bei Holmes schon vermutet, seit ich das Phänomen der Inselbegabungen kenne (und das Vergnügen einen Asperger an meiner Seite zu haben) und ich finde diese Interpretation des Charakters eher zeitgemäß und interessant. In der heutigen Zeit ist so eine Erklärung nötig und von daher vorhanden. Es gehört einfach dazu, daß die Gesellschaft sich erklären will, warum jemand so ist wie er ist, also kommt es auch in die Serie mit rein. Halte ich nur für logisch. Ob das stimmt, sei dahin gestellt - auch wenn ich ein Befürworter dieser Theorie wäre. Alleine Letrats Nachfrage fand ich geil… als wenn sich das wie bei ner Grippe legen würde… Als wäre es eine Krankheit. Ebenso charmant wie genial fand ich Johns Reaktion auf die Nachfrage. Gar nicht erst mit Lestrat diskutieren, einfach die übliche Antwort geben, die zufrieden stellt und gut ists.
(Das Ende der Folge hat mir das Genick gebrochen… ich hab schon lang nicht mehr wegen eines Films geweint…)

Somit würde ich sagen,ich bin kein echter Holmes-Fan, aber ein großer Fan der neuen Umsetzungen der Thematik. X3

Edit: und der Form halber… Autismus ist keine “Krankheit” es ist eher eine “neurologische Umgestaltung”. Das lässt sich nicht heilen, es muß nicht geheilt werden und viele Betroffene würden es gar nicht heilen wollen…

Ich habe am Wochenende die letze Folge der Staffel im Fernsehen gesehen. Auch ich war erst etwas skeptisch, ich habe alle Sherlock Bücher, die die Bibliothek hergab, mit 12 gelesen und mochte auch die Kinofilme. Die Idee eines modernen Sherlocks fand ich erst etwas seltsam.

ABER die Serie ist wirklich mitreißend gemacht und ich hing wie gebannt vorm Fernseher. Gut, dass mich meine Schwestern zum Gucken mitgezerrt haben^^ Ich werde mir auf jeden Fall auch noch die anderen Folgen ansehen.

Du Kageko, ich hab das gar nicht bewerten wollen, lediglich Watson halb-Zitiert und die Szene an sich fand ich einfach…gut. Schlagfertig. Aber nicht stumpf.

Hm hier gibts kein Spoilerfenster zum Ausklappen, also halt ichs mal neutral- ich finds ja schon intressant, dass selbst die größeren britischen Zeitungen dem Finale so viel Aufmerksamkeit geschenkt haben, wie er das gemacht hat. AAAARG WANNA KNOOOW! Ein Vergnügungspark für Verschwörungstheoretiker.

Ah, ich wollte hier keine Autisten oder Leute mit Asperger beleidigen mit der Betitelung als “Krankheit”. Hab nur den Begriff weiter oben aufgegriffen. XD Ich kenne selbst ein paar Leute (und einige, bei denen ich es schwer vermute. haha) Das sind häufig die besseren Menschen. :'D

@Shivers

Ja, gerade diese “immer erklären müssen” geht mir total auf den Keks. Das macht Figuren zu Schablonen. Hat immer was von Amateurgeschichten, wenn alles eindeutig ist und auch noch beim Namen genannt wird.
Darum finde ich die Schwulitäten-Andeutungen auch so klasse. Lässt Raum für Projektionen. :)

In der (guten) Fiktion ist es, im Gegensatz zur Realität, so, dass in der Regel alles von der Norm Abweichende eine Bedeutung hat und im Verlauf der Geschichte aufgegriffen wird (als Verhängnis z.B.). Deine Theorie finde ich einleuchtend, Shivers, auch wenn ich ihr nicht anhänge. Ich bin gespannt auf die nächsten Folgen. Wenn Sherlock autistisch ist und demzufolge ein soziales Defizit (oder sonst ein Defizit hat) hat, wird das früher oder später aufgegriffen und zu seinem Nachteil ausgespielt, weil es Potential bietet. (So wie der Autismus der kompetenten Protagonistin aus dem Krimi-Mehrteiler “Die Brücke”… falls das jmd. gesehen hat.)

Doch ich glaube, dass die Autismusfrage genauso offen gelassen wird wie die nach Sherlocks homosexuellen Neigungen.

Zeitgenössischer bzw. moderner finde ich im Übringen die Nicht-Autismus-Theorie, weil Autismus seit 20 oder 30 Jahren Lieblingseigenschaft für einen guten Teil schlauer Figuren in Film und Literatur sind. Jedenfalls in Nebenrollen. Es grenzt schon an ein Wunder, wenn man jemand Begabtes sieht, der “normal” ist.

@Taku
Ich hatte angenommen, du wolltest darüber diskutieren und hatte erwartet, dass du sich so wie Shivers zur These äußern würdest.

Auf jeden Fall wird das offen bleiben. Ich sehe es eher als Erklärung für die anderen Protagonisten. Da ich den ersten Teil der zweiten Staffel verpasst habe (wo das mit dem Asperger dann vermutlich aufgetaucht sein muß), hab ich jetzt keinen Anhaltspunkt, wie das überhaupt aufgekommen ist. Ich hab auch sofort an Asperger gedacht, einfach weil ich da direkt mit lebe - und es ebenso angenehm finde. Klar es ist anstrengend, aber gewisse Unsicherheiten kann man einfach vom tisch fegen, was man irgendwie ausloten kann, vereinfacht einem den Umgang. Und zumindest mMn. ist Watson in diesen Teilen wesentlich ruhiger in Holmes Gegenwart, was ich als sehr angenehm empfand. Das hat für mich nichts mit einer Schablone oder sonstigem “so klappts immer” der TV-Welt zu tun, sondern sehe es als Kniff, mit dem die wneigen Vertrauten, die Sherlock hat, einfach besser klar kommen. Es ist einfacher und angenehmer für den Betreffenden, wenn er eine Gemeinheit, die denjenigen verletzt hat, als unachtsame, nicht bös gemeinte Aussage bewerten kann. Das entspannt in meinen Augen einfach die Fronten.
Unsere liebe Eller beweist übrigens, das nicht alle Asperger automatisch ein soziales Defizit haben müssen, es ist nur eines von vielen Indizien, weshalb solche Diagnosen immer schwer sind. Aber das extreme Defizit, das Sherlock hat, drängt die Möglichkeit allein wegen der Aktualität in die engere Auswahl. Benehmen gelehrt wurde im Hause Holmes ja offenbar durchaus, Mycroft ist zwar auch verschroben, aber kann ja sehr gut mit Menschen. Es kommt also mutmaßlich nicht von der Erziehung. Klar kann man es sich leicht machen und es direkt mit dem Genie in Verbindung bringen. Es gibt allerdings auch genug Hochbegabte, die es dennoch hin bekommen, nett zu ihren Mitmenschen zu sein.

Worauf ich hinaus will… schussendlich ist es egal, es wird niemals aufgeklärt werden. Jeder kann sich in dem Punkt denken, was er möchte. X3

Das mit der Annahme, die beiden wären ein Paar ist ja nun ein offener Running gag und hat ja auch durchaus eine gewisse Berechtigung, von daher finde ich es schön gemacht und es bringt mich auf diese Art zum Lächeln (und zum Heulen im letzten Film dieser Staffel, aber das nur anbei =_= ). Und da London dafür bekannt ist, daß sie alles und jeden gleichwertig behandeln, finde ich diese Einlagen immer wieder sehr charmant. Auch etwas, dem keiner zustimmen muß, aber so als “running gag” ist er doch recht unauffällig mit seiner Note und ansonsten bleibt die Interpretation sehr dem Zuschauer überlassen und wird einem nicht so plump ins Gesicht geschoben wie im zweiten Kinofilm. Ich mochte den Film wirklich, gerade die actionlastigen Teile, aber manche dieser zweideutigen Szenen waren mir einfach zuviel des Guten, weil man sofort sah, daß es nur fürs Publikum war und nichts mit dem Plot selbst zu tun hatte.

Äh… du findest es nett, wenn Mycroft “bittet” und Watson ständig wie ein Hund sofort aufspringen, alles stehen und liegen lassen muss, um zu Mycroft zu dackeln? Mycroft ist für mich eher die andere Seite der selben Medaille. Während Sherlock direkt ist, schickt Mycroft seine Assistentin… Auch Sherlock kann im Übrigen gut mit Menschen, wenn er denn muss/will.

Mit autismusbedingtem sozialem Defizit meinte ich übrigens nicht die Taktlosigkeit, sondern z.B. die mangelnde Fähigkeit Gesichtsausdrücke zu deuten. Im Alltag, - wenn man einander gegenübersteht, mit fremden Leuten quatscht -, unabdinglich… Gerade bei Ermittlungsarbeiten muss man sich ja in irgendeiner Weise in Opfer, Täter, Zeugen hineinversetzen und zeitnah entscheiden können. Es hat ja nichts mit Unhöflichkeit zu tun, wenn man ständig jmd. missversteht oder gewisse Dinge wie Anspielung oder Ironie nicht ablesen kann. Es fehlt einfach ein nicht unwichtiger Teil der zwischenmenschlichen Fähigkeiten.

Auch etwas, dem keiner zustimmen muß, aber so als "running gag" ist er doch recht unauffällig mit seiner Note und ansonsten bleibt die Interpretation sehr dem Zuschauer überlassen und wird einem nicht so plump ins Gesicht geschoben wie im zweiten Kinofilm.
Ich glaube eher, er ist bisexuell. Keinem abgeneigt, aber nicht wirklich zu jemandem hingezogen. Obwohl er "die Frau" ("Ein Skandal in Belgravia") doch ganz... interessant fand. An einer Stelle meinte er übrigens: "Wenn ich mir nackte Frauen ansehen will, leihe ich mir Johns Laptop." Woraufhin John antwortet: "Sie leihen sich doch meinen Laptop!" Er streitet es nicht ab, sondern behauptet, er konfisziere ihn. Also... Was treibt er, wenn John nicht in der Nähe ist, mit dem Laptop... außer an seinem Blog schreiben...
Ich mochte den Film wirklich, gerade die actionlastigen Teile, aber manche dieser zweideutigen Szenen waren mir einfach zuviel des Guten, weil man sofort sah, daß es nur fürs Publikum war und nichts mit dem Plot selbst zu tun hatte.
Fand ich auch. Aber in erster Linie, weil Jude Law an sich schon irgendwie ein "schwuler" Typ ist. So'n Beau. Da finde ich es reizlos, wenn die Figuren "Anspielungen" machen. Der BBC-Watson ist ja mehr ein netter Kerl, der zwar schwul sein könnte, aber auch als Kumpel taugt. Er sieht einfach nur nett aus und ist kein Schönling. Ich mag die Szenen sehr, in denen er versucht mit Frauen anzubändeln... Ist schon irgendwie tragisch-komisch, immer sagen zu müssen, man sei nicht schwul, während alle ihn schon verständnisvoll abgestempelt haben.

Bäh… jetzt muss ich an die ekeligen Fanarts zu BBC-Sherlock denken… Wieso müssen die Fans sowas immer visualisieren? :(

Und sind die Leute in London wirklich so tolerant bzw. gleichbehandelnd? Oder nur im Film?

Ich hab Sherlock Holmes Bücher schon gelesen als ich was… 13 war? Also ich kam gerade aufs Gymnasium. Und deswegen hatten diese Bücher einen besonderen Stellenwert für mich. Haben sie noch immer.

Die alten Verfilmungen habe ich nie gesehen, weil ich die irgendwie albern fand und ich Verflimungen gegenüber sehr skeptisch bin.
Als dann der “Action”-Holmes ins Kino kam, hab ich ihn mir auch angesehen. Und ich muss sagen, Downey Jr. hat Holmes ganz gut portraitiert. Mir hatte nur der Rest um Sherlock herum nicht gefallen ^^ (angefangen bei dieser dummen frauenfigur -_-) Ich fand es da gut, dass er mit seinem “sonderlichen” Verhalten auf Widerstand stoß (zB Watsons Freundin) und es ihn nicht gestört hatte. Das fand ich sehr Sherlokig (haha)

Ah und dann kam das BBC :3 Ich muss schon sagen, was Buchverflimungen angeht, haben die es irgendwie (oft) drauf. Schon ihre Version von Stolz und Vorurteil begeistert mich immer noch. und bei Sherlock ist es nciht anders. Erst war ich etwas skeptisch, wie das im modernen London klappen soll (ob nun nicht schon wieder nur action kommt…), aber nein, es war echt gut getroffen. ich finde die Idee mit dem Blog grandios! (habt ihr ihn mal im internet gefunden? es gibt den offiziellen John Blog :) http://www.johnwatsonblog.co.uk/) Und alleine, dass sich das auch außerhalb des Fernsehens so ausbreitet fand ich toll.

Und Irene Adler <3

Was die Sexualität angeht. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich die Bücher gelesen hab, bevor ich selbst “sexuell” aktiv war, aber für mich ist und bleibt Holmes asexuell. Ich bin nicht der Meinung, dass er mit irgendjemandem ne romantische Beziehung haben könnte. Ich meine und wenn ja, dann wohl egal was, vll sogar ein transvestit, wer weiß… Mich nervt nur dieses “power”-yaoi-geshippe. Aber das nervt mich immer. Bei Sherlock nervt es mich nur irgendwie sogar mehr, weil ich das so albern finde, dass alle fans anscheinend glauben, dass Sherlock (boah ist das anstrengend, ich springe von Sherlock zu holmes und wieder zurück, sorry) unbedingt die Liebe entdecken muss.

Achja… kennt ihr die Cumberbatch-Otter? Noch sowas albernes >.<

Oh gott dieser Blog ist ja genial. :D Schade dass man nicht selbst kommentieren kann, aber ich glabue dann würde er komplett überrennt werden. XD Cool e Sache, danke für den Tipp!