kakao-karten.de Forum

Verkauf von Karten?

Hallo, ich würde gerne mal ein paar Karten verkaufen, aber vorher will ich noch erstmal über rechtliche Dinge informieren, bevor ich noch Mahnung bekomme oder so…

Ich wusste nicht, in welcher Forum das hingehört, also wenn ich hier falsch bin, entschuldige.

Also, wenn man öfters Karten oder Auflagen verkauft, das wäre schon Gewerbe, oder? Ich habe gehört, dass man damit beim Finanzamt melden muss, dass man verkauft, oder wie sieht das aus?

Und ich bin noch nicht 18, aber meine Eltern sind einverstanden, dass ich Karten verkaufe, ist das okay wegen dem Gesetztes?

Ich will einfach sicher gehen, wenn ihr versteht

Normalerweise zählt das nicht als Gewerbe sondern als Liebhaberei.
Weil du mit dem Verkauf von Karten im Normalfall keinen Gewinn erzielst ( Ausgaben > Einnahmen).
Es kommt noch hinzu das du zudem Steuerpflichtig sein musst. Ist bei dir nicht der Fall. Wenn du 18 wirst müsstest du das beim Finanzamt angeben, die werden das aber auch als Hobby einstufen und deine Erlöse von KK würde nicht besteuert werden.

Ich bin aber kein Finanzexperte und lege meine Hand dafür nicht ins Feuer :)

http://de.wikipedia.org/wiki/Liebhaberei
http://www.steuerberaten.de/tag/liebhaberei/

Liebhaberei ist dann wichtig, wenn es darum geht, dass du die Vorsteuern deiner Ausgaben mit den Umsatzsteuern deiner Einnahmen verrechnen willst. Das wird gerade dann interessant, wenn man mehr Steuern bezahlt als selbst einnimmt, weil sich daraus eine Forderung gegenüber dem Finanzamt ergibt und man eben die zu viel gezahlte Vorsteuer zurück erstattet bekommt (Stichwort: Vorsteuerüberhang).

Im zweiten Link steht etwas sehr interessantes:

Dabei ist zu beachten, dass der Begriff Liebhaberei umsatzsteuerlich nicht relevant ist, da das Umsatzsteuerrecht (...) von **Einnahmenerzielungsabsicht** spricht. Somit kann die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft erhalten bleiben, auch wenn die Tätigkeit nur aus persönlichen Gründen ausgeübt wird. Das bedeutet nichts anderes, als das der Steuerpflichtige Verluste aus dieser Tätigkeit zwar nicht zur Minderung seiner anderen positiven Einkünfte steuermindernd gelten machen kann, **gleichwohl aber die Umsatzsteuer aus dieser Tätigkeit an das Finanzamt abführen** muss.

Heißt: Deine Einnahmen musst du angeben, weil du die Steuer, die drauf zu berechnen ist, abführen musst.
Allerdings: Es gibt Freibeträge.

Und wie immer: Für kompetente Auskunft bitte einen Steuerberater aufsuchen.

Mh, ich persönlich kenne mich damit nicht allzu gut aus…
Ich kann eigentlich nur sagen, dass ich:

  1. auch noch Minderjährig bin
  2. als Werbeausträger(?) tätig bin und im Monat über 50 € verdiene
Weil du mit dem Verkauf von Karten im Normalfall keinen Gewinn erzielst ( Ausgaben > Einnahmen).
keine Ausgaben, und folglich nur Einnahmen, habe. Ich blick da selbst zwar nicht ganz durch ... Meine Eltern kümmern sich immer darum, gerade auch weil ich bei drei verschiedenen Lieferanten eingetragen bin... Aber ich glaub selbst der Betrag läuft noch irgendwie unter Freibeträge... Versteuern muss ich es nicht, da ich noch unter 18 bin und der Betrag noch unter der Rentensteuergrenze liegt, oder so ähnlich xD Ich denke man kann das zumindest ein Bisschen auf Kakao-Karten beziehen.

Auf alle Fälle kenne ich mich damit wirklich nicht allzu gut aus, jedoch würde ich gerne noch auf diesen Thread verweisen, da gerade auch hier das Thema relativ (ist schon ca. 1 Monat her) aktuell ist:
https://www.kakao-karten.de/forum/t/-/4541
auf der Thread-Seite 23 und 24 wurde darüber diskutiert.
Sehr, sehr ausführlich beschreibt dort DoraShizca dieses Problem (Thread-Seite 24 ganz oben).
Ich denke das könnte dir eventuell weiterhelfen ;)

Es ist quasi nicht möglich, als Hobbyzeichner so viele KaKAOs zu verkaufen, dass es über den Freibetrag kommt. Wenn du mit deinen Bildern im Jahr einen Umsatz von weniger als € 17.500 machst, musst du keine Umsatzsteuer ausweisen. Du bist dann “Kleinunternehmer nach § 19 UStG”. Den musst du aber auch nicht anmelden, weil du, und das traue ich mich zu versichern, mit KaKAO Karten und ähnlichem garantiert never ever auch nur in die Nähe von irgendwie relevanten Zahlen kommst.

“Ich habe keine Ausgaben” ist eine Lüge. Du hast die Ausgaben des Materials, selbst dann, wenn die jemand anders bezahlt. Außerdem zählt das, was deine Eltern für dich an Krankenversicherung zahlen (sofern du nicht Familienversichert bist und keinen eigenen Beitrag zahlst) als dein Einkommen und muss ggf mit versteuert werden. Kann interessant für alle sein, die mit 18 unabhängig vom Ausbildungsstand aus der Familienversicherung fliegen (Barmer GEK lässt grüßen - übrigens ohne Vorwarnung).

@kampfmieze:

Ich habe keine Ausgaben" ist eine Lüge.
Entschuldige, wenn das jetzt falsch rüber kam, aber das "Ich habe keine Ausgaben" bezog sich in dem Fall jetzt auf das Werbeaustragen, bei dem ich überhaupt keine Ausgaben hatte, da die Lieferanten alle Kosten für Versicherung übernehmen und mir sogar einen Austrägerwagen gestellt haben... Materialkosten für Kakao-Karten habe ich, wie jeder andere, auch ^-^

Achsoo… aber da bist du ja auch angestellt, oder? Das ist doch was ganz anderes.

Ja, da bin ich angestellt, aber ich dachte man könnte das im Ähnlichen auf Kakao-Karten beziehen…
Naja, lag ich wohl falsch, entschuldigt U.U

Nein, wenn du etwas selbstgenachtes verkaufst bist du selbstständig oder freischaffender Künstler. Eine Anstellung ist ganz was anderes.

Hallo ich habe da mal eine Frage was das bieten von Kakao Karten angeht wie das so abläuft.
Also da steht ja “Bitte immer in 50Cent schritten bieten”

Neulich hatte ich eine süße Bunny Karte hier gesehen die schon für 400€ als Höchstbietender war.
Danach war die Karte wieder für 3,50€ drinn.

Leider hab ich ka ob die Karte mehrfach vorhanden war :D das war ne süße Bunny Karte mit nem Reisbällchen.
Ist das wirklich so das man wie bei ebay der Höchstbietende muss die Karte dann auch für 400€ kaufen?
Oder geht das dann zurück auf den Preis den man vorher “selbst” anbietet? oder wie darf ich den ablauf hier
verstehen?

Vielen dank für eure Antworten :öhh: :huch:

Es ist davon auszugehen, dass der Bieter 4,00€ bieten wollte und das Versehen behoben wurde.
Wenn jemand absichtlich einen hohen Betrag bietet, das nicht beheben lässt und dann nicht zahlt bekommt der ne schlechte Bewertung.

Wenn du Höchstbietender bist, dann musst du eben auch den gebotenen Betrag zahlen.
Wenn der Höchstbietende nicht zahlt hat man halt die Möglichkeit, die Karte nochmal zum Versteigern zu stellen, oder den zweithöchst Bietenden anzuschreiben, ob er die Karte zum von ihm gebotenen Preis kaufen möchte.

Ob man nun in 50 Cent, 1 Euro oder 5 Euro, oder sonstwas- Schritten bieten lassen will steht jedem, der eine Versteigerung startet frei. Und noch mehr als den Mindestbetrag zu bieten steht jedem Bieter frei.

Ich habe jetzt mal eine Freundin gefragt, die beim Finanzamt arbeitet:
Du musst es nicht versteuern und dich auch nicht melden.
Das ganze würde bei dir nämlich nicht als Gewerbe gelten (du verkaufst ja deine Karten nicht für ein paar hundert Euro oder so). Deshalb ist das ok. Sie hat mir noch Paragraphen genannt (die ich mir nicht merken konnte, sorry -.-°)
Wie gesagt, mach dir da keinen Kopf^-^

Es bleibt trotzdem die Frage, ob es ein freier, künstlerischer Beruf ist und trotzdem angemeldet werden muss. http://www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/entscheidung/branchen_zielgruppen/kuenstler_medien/index.php
http://seismart.de/steuern/freiberufliche-taetigkeit-beim-finanzamt-anzeigen-was-ist-zu-beachten_50.html

Einkommen ist Einkommen, ob nun 1,50 EUR oder 1,5k EUR, und sollte nicht am Finanzamt vorbei erwirtschaftet werden.