Okay, dann merke ich mir das für zukünftige STAs und gehe auf Nummer sicher, danke für die Erklärung :)
Allerdings hätte ich dann nicht in die Kommentare geschrieben, dass ich die Karte nicht haben möchte. Ich hätte trotzdem einen möglichst positiven Kommentar verfasst (oder eben gar keinen), da auch mit ungeliebten charakteren ein schönes Bild entstehen kann. Insofern hätte sich der Künstler diese Frage dann hoffentlich nicht gestellt ;)
Absichtlich wenig kommentieren um die Chance auf die Favouriten zu erhöhen ist in meinen Augen per se ein Eigentor. Wenn die Favouriten nämlich nicht gerade ganz kurios sind, werden sie in aller Regel von vielen gemocht und sind meist nach der ersten Runde weg und danach kann ich dann ja quasi nur noch raten /DGanz genau :) Nur nochmal zur Sicherheit, damit die Logik in meiner obigen Aussage klar wird: Natürlich bemühe ich mich, Teilnehmern keine nicht kommentierten Beiträge zuzuteilen. Aber damit werden diejenigen keinesfalls bevorzugt, die sehr wenig kommentiert haben. Denn was nach Verteilungsrunde 1 weg ist (bei der jeder einen Favoriten zugeteilt bekommt), ist weg. Wenn dann noch 2/3 der Karten übrig sind und ein Teilnehmer keine davon kommentiert hat, geht es tatsächlich nach Zufall. Aber das passiert bei mir sehr selten und diejenigen wissen in der Regel auch, dass sie wenig kommentiert haben und praktisch selber schuld sind. Bisher hat noch keiner gemeckert, der deshalb eine Zufallsauswahl bekommen hat (wobei ich dann auch fair bin und den Zeichnern nicht die unbeliebtesten Karten gebe. Immerhin haben sie ja auch Zeit in ihre eigenen Beiträge gesteckt und es gibt oft verständliche Gründe, wieso jemand wenig kommentiert).
Mir ist tatsächlich Ähnliches aufgefallen, allerdings fiel in meinem Beispiel häufiger der Satz „Das Motiv ist leider so gar nicht meins“ - was an sich ja in Ordnung ist, ich benutze das genauso (tatsächlich erst kürzlich) - aber da waren es halt auffällig viele Kommentare derselben Person, sehr knapp und unter zeichnerisch nicht ganz so fortgeschrittenen Karten, die sowieso wenige Kommentare erhalten hatten. Das fühlte sich an wie der Versuch, sicher zu stellen, dass man die wenigen übrigen Karten bekommt.
Für mich gibt es da sehr klare Abstufungen, abhängig von:
- Wie oft kommt die Aussage? Wenn sie nur unter zwei Karten steht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie nicht zuteile viel höher, als wenn es unter einem Drittel oder gar der Hälfte steht. Mal abgesehen davon, dass ich ab einer gewissen Menge (hatte ich glücklicherweise noch nie) ernsthaft überlegen würde, dem Zeichner nahe zu legen, auszusteigen, weil ich ihm leider keinen zufriedenstellenden Rückbrief schicken kann und es den Zeichnern nicht antun möchte, dass ihre Karten bei wem landen, der schon im Kommentar sagte, dass er sie doof fand.
- Die Formulierung. Freundlich und höflich müssen die Kommentare auf jeden Fall sein, sonst gibt es Ärger mit mir. Aber auch sonst unterscheide ich zwischen “Nicht mein Fall” und “Bitte gib sie jemand anderem/Diese Karte wäre bei jemand anderem besser aufgehoben”. Mit ersterem habe ich kein Problem. Mit zweiterem schon, da mir da entweder vorgeschrieben wird, wie ich zu verteilen habe oder gesagt wird, dass die Karte bei diesem Zeichner nicht gut aufgehoben wäre. Es macht es mir fast unmöglich, die Karte in einem Notfall dieser Person guten Gewissens zuzuteilen (und manchmal geht es halt nicht anders auf, gerade wenn keine Phobien oder so im Spiel sind), weil es mir als Zeichner echt das Herz brechen würde, wenn die Karte bei jemandem landet, der sie so kommentiert hat.
- Der Verteilung. Sind sie nur unter technisch nicht so fortgeschrittenen Karten und bei technischen tollen Karten ist alles auf einmal kein Problem mehr? Pech gehabt. Ist das ungeliebte Motiv immer ungeliebt auch wenn die Karte technisch toll ist? Okay, wird notiert.
Die kurze Anmerkung über einen ungeliebten Charakter finde ich allerdings in Ordnung. Meine Frage wäre: notieren sich aktionsleiter das? Denn dann würde ich es nur einmal schreiben, und nicht jedes Mal, wenn diese Person auftaucht.
Ich notiere mir nur Phobien, einfach weil ich sonst viel zu schnell den Überblick verlieren würde. Wobei das ganze seit ich das Formular verwende viel einfacher geworden ist, aber alles was keine Phobie ist, habe ich trotzdem lieber bei der Karte (ob im Formular oder im Kommentar) angemerkt, weil es vom Überblick her viel einfacher ist.
Muss man in Herzchen und O-Augen ausbrechen, damit ein Favorit nicht nur am “Favo” erkennbar ist oder tuts der lange Kommentar? :)
Ich tendiere denke ich auch eher dazu, trocken zu schreiben und mich stört es nicht, wenn der Kommentar nicht vor Begeisterung sprüht, solange “Favo” drin steht. Generell freue ich mich über dieses Wort, weil ich mich sonst immer frage, ob es wirklich einer war oder die Person einfach sehr emotional schreibt (was bei manchen der Fall ist, da ist es dann fast unmöglich, Abstufungen zu machen. Weshalb ich meine Tabelle liebe xD).
Ich denke, jeder Starter ist bemüht, seinen Teilnehmern keine Karten zuzuteilen, die diese nicht kommentiert haben. Zumindest ich tue das nur, wenn's gar nicht anders aufgeht.
Kommt darauf an. Seit ich als Teilnehmer die ganzen ungeliebten Karten in einer Aktion gekriegt habe, weil ich habe sie freundlich kommentiert, und diejenigen, die nur wenige kommentiert haben, haben ihre Lieblinge gekriegt, weil allen bloß nur kommentierte Karten zuteilen, habe ich ein Problem mit dieser Strategie. Wenn also eine Person nur ein Drittel der Karten kommentiert, gehe ich davon aus, dass sie den Rest nicht grauenhaft findet. Wenn eine Person alles außer ein oder zwei Karten kommentiert, gehe ich davon aus, dass es für diese beiden einen guten Grund hab und meide sie bei der Verteilung.
Einmal hatte ich tatsächlich schon den Fall, dass ein Teilnehmer nur unkommentierte Karten bekommen hat, da die Person nur die beliebtesten Karten der Aktion kommentiert hat und die Person war, deren Beiträge mit großem Abstand am unbeliebtesten waren.
Ich kann zwar nur als Teilnehmer was dazu sagen aber ich find sowas allgemein wichtig, gerade bei den weniger erfahrenen Zeichnern. Ich hab da zumindest oft den Eindruck dass die Leute gute Sachen hinbekommen, aber sich selber noch gar nicht bewusst sind wo ihre Stärken liegen.
Gute Linienarbeit, und harmonische Farben sind zbsp. ja auch Attribute die entscheidend sein können ob die Karte gefällt oder nicht.
Gerade bei einer großen STA wird’s wohl auch kaum vermeidbar sein dass sich Forumulierungen wiederholen und man kann den Aspekt ja auch im Bezug zum Rest des Bildes kommentieren. zbsp ob die sanften Lines dafür sorgen dass die Colo zur Geltung kommt, gleichmässige dem Motiv Ordnung geben oder eben variable für Dynamik sorgen etc.
Kritik ist bei Kakaos eigtl. allgemein schwierig weil die Karten ja auch gewissermaßen eine Art Währung darstellen die man gegen andere Karten eintauscht, wenn da wer daherkommt und sagt “das und das solltest Du verbessern” hat man schnell ein schlechtes Gewissen die Karte überhaupt zum Tausch freizugeben was bei STAs ja dann nochmal schlimmer ist.
