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Aquarell

Ich habe mir einen Echthaarpinsel (cosmotop Mix b von DaVinci) vor einigen Monaten gekauft, ich finde ihn wrklich total gut. Aber auch habe ich einen Synthetik-Pinsel(sprich kein Echthaar) von DaVinci ausprobiert und finde, dass dieser sich eigentlich auch fürs Malen eignet und auch schöne Ergebnisse hervorbringt.

@ Manga-Freak Xtina
Genau den Pinsel von DaVinci hab ich auch, der ist super!

Also ich hab immer noch Schwierigkeiten mit hell und dunkel, oder wenn man zum Beispiel im Dunkeln eine Kerze, die brennt, zeichnet. Das Colorieren bereitet mir manchmal Kopfzerbrechen bei Aquarell… ist dann wohl wieder Schicht um Schicht-Arbeit.

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Ich habe mehrere Pinsel von daVinci, in verschiedenen Größen und Materialien… Die sind allesamt toll. Heilig. <3 Entsprechende Qualität habe ich bei anderen Firmen noch nicht erlebt.

Was das Papier angeht, ist mein absoluter Liebling Ecus Gaugin Fino. Leider sauteuer (und damit meine ich: WIRKLICH ein Preisproblem, man kann es sich nicht leisten, ein Blatt davon zu verschwenden…) und schwer zu beschaffen, aber waaaaahnsinnig gut - wellt nicht und die Farben bekommen darauf eine unglaubliche Intensität. Die Oberfläche ist leicht angeraut, aber eben, so dass es kein Problem ist, mit feinen Tuscheoutlines zu arbeiten. Besonders positiv ist anzumerken, dass die Oberfläche sich auch bei vielen Lasurschichten nicht auflöst, fusselt etc., man kann die Farbe sogar gut mehrfach wieder auswaschen und nachbessern. Robuster geht es nicht. ^^ (Oh, säure- und chlorfrei ist es natürlich auch, aber das sollte in der Preiskategorie selbstverständlich sein. Mit derart a****teurem Papier müsste man eigentlich sogar telefonieren können. gg)

(EDIT: ich habe das Papier lange nicht mehr im Verkauf gesehen. Die Beschaffung ist somit inzwischen leider auch ein Problem.)

Auch sehr zu empfehlen ist “Lanaquarelle”, also die gehobene Qualität (Bütten-) Aquarellpapier von LANA. (Nicht zu verwechseln mit der etwas preisgünstigeren, aber ebenfalls qualitativ sehr guten Variante “LANA Aquarelle”, die ich ebenfalls in Dauergebrauch habe.) Gibt es mit verschiedenen Oberflächenstrukturen, satiniert (also glatt), feinkörnig und grobkörnig, alle sind sehr hübsch. Da muss man sich halt aussuchen, womit man am besten klarkommt.

Ich benutze auch häufig Hahnemühle “Bamboo”. Ist ein Mischtechnik-Papier, das nicht viel Wasser verträgt - dafür aber super mit Pastell-Aquarell-Mischtechniken harmoniert. Linen kann man darauf sehr gut.

@ Eller
Hey dieses Bamboo wollte ich auch mal ausprobieren, aber hab mich bis jetzt nie getraut, weil ich einfach nich wusste, ob es was für mich ist!
ABer deine Beschreibung hört sich toll an, und ich denke ich werd das wirklich mal ausprobieren!

@Rotkehlchen
Auch ich kann es “indirekt” empfehlen - persönlich habe ich nämlich auch noch keine Erfahrung mit Bamboo gemacht, aber ein Bekannter sagte, dass es hervorragend sei. Man kann tolle Effekte erzielen und kleine Zufallsexperimente wagen. :3

Da das “Bamboo”-Papier doch auf einiges Interesse zu stoßen scheint (ich dachte, es wäre nur für Exzentriker wie mich interessant, aber so kann man sich irren XD), schreibe ich doch mal einen ausführlichen Testbericht… (Werde ich auch in meinem Animexx-Weblog posten.)

Zu beachten ist: Das Papier hat einen warmen Weißton, ist also nicht reinweiß, aber auch nicht dunkel genug um als getönt zu gelten… So einen GANZ leichten Beige-Stich eben. Bei einem normalen, farblich ausgewogenen Bild wird man das überhaupt nicht bemerken, und bei einem Bild, das komplett in warmen Farbtönen gehalten ist, ist so ein leichter Effekt ja sogar erwünscht - nur wenn man ein Bild komplett in kalten Farben (z.B. Blautönen) malen will, muss man ein bisschen aufpassen, da diese Töne ein bisschen gedämpft werden bzw. einen kaum merkbaren Graustich bekommen. Fällt aber kaum auf und wird nur die sehr, sehr pingeligen Benutzer stören. (Und bei deckenden Farben stellt sich die Frage ja sowieso nicht.)

Die Struktur ist leicht wolkig und folgt keinem festen Muster (wie z.B. Linien oder so), ist aber trotz der Unregelmäßigkeit über große Flächen erfreulich homogen. Es sind keine Verunreinigungen im Papier, der optische Eindruck ist also sehr, sehr gut. Die Vertiefungen und Erhebungen sind jeweils ziemlich flach, so dass man die Struktur je nach verwendeter Technik teilweise kaum sieht.

Das Papier ist sehr weich und saugfähig, so dass ich eine kleine Warnung an die Aquarell-Fans aussprechen muss: Das Papier muss auf jeden Fall ordnungsgemäß aufgespannt werden, sonst wellt es! Oder man legt das Blatt einmal in die Badewanne und presst es dann zwischen zwei Handtüchern, damit es vorgedehnt ist. Diese Vorbereitungen sind unbedingt notwendig, das Malen “auf dem Block” ist großflächig nicht möglich. Fans von Nass-in-Nass-Techniken sollten sich vielleicht ebenfalls nach einem anderen Papier umsehen. Aber da ich Aquarellpapier sowieso brav aufspanne, stört mich das nicht weiter - immerhin kostet das EINZIGE Papier in meiner Sammlung, das wirklich komplett frei von diesem Dehneffekt ist (also das ECUS…) - so ca. das sechsfache. (Was sogar mich schaudern lässt.) Hier macht man also ganz klar Zugeständnisse an den Preis. Übrigens haben alle anderen Hahnemühle-Aquarellpapiere, auch die noch teureren, das gleiche Problem.
Auf kleinen Flächen (wie z.B. einer Kakao-Karte) gibt es jedoch keine Probleme. Sowieso lassen sich kleine Flächen sehr gleichmäßig colorieren. Wenn man nicht will, dass sich die Farbe in den Vertiefungen sammelt, kann man die Farbe sogar problemlos verwischen, ohne dass sich Fussel vom Papier lösen.
Was mich allerdings wirklich nervt, ist, dass die Farben, sobald sie trocknen, tief ins Papier einziehen, so dass sie sich nicht mehr richtig auswaschen lassen. Nachträgliche Korrekturen werden so erschwert. Aber das ist ebenfalls ein Problem, das leider so ziemlich alle Aquarellpapiere in der Preisklasse unter 30€ pro Block haben. :( Und wenn man bedenkt, dass das Bamboo gar kein “reines” Aquarellpapier ist, schneidet es zugegebenermaßen noch recht gut ab.
Die Farben neigen dazu, scharfe Kanten zu bilden. Das ist jetzt keine Wertung, nur eine Feststellung - es gibt ja auch Papiere, wo die Farben eher dazu neigen, zu verlaufen. Hier bleiben die Farben aber exakt da, wo sie aufgetragen wurden. Wenn man mit festen Outlines arbeitet, ist das sogar ein Vorteil. Mehrere Farbschichten (also Lasuren) kommen dadurch ebenfalls sehr gut zur Geltung, man erreicht tolle Transparenz-Effekte.

Auch die normale Technik “Outlines mit Tusche, Colo mit Aquarell” macht keine Probleme. (Fineliner sind natürlich wegen der Saugfähigkeit des Papiers KEINE Option.) Da die Vertiefungen der Struktur sehr flach sind, werden auch feine Tuschelinien nicht beeinträchtigt.

Acrylmalerei funktioniert ohne irgendwelche Komplikationen - da man dabei naturgemäß wenig Wasser braucht, bleibt das Papier flach.

Bei Buntstiften muss man aufpassen, dass man schön weiche nimmt, also bevorzugt Aquarellstifte. (Oder Pastellstifte, aber dann ist man bei Pastell, wofür das Papier mMn auch wirklich am Besten geeignet ist.) Ölhaltige Stifte (wie z.B. Polychromos) drücken eher Rillen ins Papier als dass sie eine kräftige Farbspur hinterlassen. Dagegen habe ich mit den “Albrecht Dürer”-Aquarellstiften von Faber Castell sehr hübsche Ergebnisse erzielt.
Für Bleistiftzeichnungen empfehe ich weiche Stifte ab 2B, für andere ist das Papier zu weich. Kohle und Kohlestifte gehen gut.

Mein Hauptverwendungszweck für dieses Papier ist aber natürlich die Pastellmalerei. Hier gilt: das Papier hält qualitativ dem Vergleich mit JEDEM beliebigen anderen Pastellpapier stand. Es gibt keinerlei Mängel, sowohl Verwischen funktioniert super (man kann sogar Farben auf dem Papier mischen! Funktioniert nicht bei jedem Papier…) als auch das Zeichnen mit harten Umrissen.
Farbverläufe werden enorm gleichmäßig.
Schön ist auch, dass man sich aussuchen kann, ob man auf dem fertigen Bild die Papierstruktur sehen möchte oder nicht: Verwischt man die Kreide, verschwindet die Struktur optisch fast völlig (von weitem sieht man absolut nichts), rubbelt man dagegen mit der breiten Seite der Kreide, haftet die Farbe natürlich nur an den Erhebungen, wodurch die Struktur betont wird. (Besonders interessant ist dieser Effekt natürlich, wenn man über einen Farbbereich diese Art “Gitter” in der Komplementärfarbe legt…)
Dadurch, dass das Papier so weich ist, werden die Farbpigmente gut angenommen und haften stark, man braucht kaum zu fixieren.
Ob man sich das Papier als Pastellmaler zulegt, ist also ausschließlich eine Frage des persönlichen Geschmackes. Was die Qualität angeht, braucht man sich keine Gedanken zu machen.

Genau aus dem Grund entwickelt sich das “Bamboo” auch langsam aber sicher zu meinem Standard-Papier. Als Aquarellpapier ist es eher guter Durchschnitt, aber als Pastellpapier kaum zu schlagen. Und da es deutlich günstiger ist als entsprechende Spitzenprodukte, lohnt sich die Anschaffung wirklich.

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Ich kann das Bamboo Papier auch nur wärmstens weiterempfehlen.Es hat lange gebraucht bis ich eines fand,dass mir gerade für Aquarell richtig gut zusagte und dafür ist dieses Allroundtalent einfach ideal :) Vor allem die Struktur mag ich sehr aber ich habe auch schon festgestellt,dass nicht zum Radieren zu oft drüber gegangen werden sollte,weil es bei mir gerne doch etwas an der Oberfläche aufreißt.

Ist bei Strukturpapieren oft so, deswegen gehe ich an derartiges Papier von vornherein grundsätzlich nur mit Knetradiergummis…

Ich arbeite leider net mit Aquarell , da ich keinen Laden find der des hat >.<
hab nur Aquarellstifte , aber damti komm ich net gut klar.
Außerdem verschmieren bei mir immer die Outlines . . .

Woher kriegt man denn Ecus Gaugin Fino und wie teuer ist es?
Papier von Lana (obwohl ich nicht weiß ob auch das Aquarellpapier davon) hatte ich mal bei Boesner gesehen, aber gibts das auch irgendwo, wo man kein Boesner-Kunde sein muss?

Und wie kann man Aquarellpapier aufspannen?

Dann verwendest du wohl keinen wasserfesten Stift. Natürlich lösen flüssige Farben alles an was nicht wasserresistent ist, darum kann man Stabilo Fineliner z.B. nicht für sowas nehmen.

Und wie kann man Aquarellpapier aufspannen?

Ich kenn es so, dass man das Papier mit speziellem Klebeband auf eine Holzplatte aufzieht.

Ecus Gaugin Fino ist leider SEHR teuer. Der große (40x50cm) Block kostet an die 45€. Es handelt sich bei ECUS um eine winzige, meines Wissens nach österreichische Papier-Manufaktur, die weder einen Internetauftritt hat noch von irgendwelchen Internet-Versandhäusern geführt wird, nur gelegentlich findet man mal den ein oder anderen Block der Marke bei Schacht&Westerich. Wenn ich einen sehe, kaufe ich ihn, die gezielte Beschaffung ist aber leider schwierig bis unmöglich. Dafür hält das Papier aber ALLES aus, man kann sogar in der Badewanne ein gesamtes Bild fast vollständig ausspülen und das Papier neu bemalen, ohne dass die Papieroberfläche kaputtgeht. Es dehnt sich kaum, wellt nicht und hat dabei eine für Aquarellpapier-Verhältnisse recht glatte Oberfläche (also angeraut, aber keine sichtbare Struktur), so dass man auch gut mit Tusche darauf zeichnen kann. Im Grunde ist es meiner Erfahrung nach das perfekte Aquarellpapier.

LANA-Papier gibt es in mehreren Läden, hier in Hamburg kaufe ich es meist bei Jerwitz, weil es da am günstigsten ist, aber die Beschaffung sollte allgemein in Fachgeschäften kein Problem sein. Die Firma führt übrigens nicht nur Aquarellpapier, sondern auch andere Zeichenpapiere, die allesamt eine sehr hohe Qualität haben und mit qualitativ ähnlichen Produkten verglichen SEHR günstig sind.

Aquarellpapier lässt sich aufspannen, indem man es befeuchtet (damit es sich schon mal dehnt und man später beim Malen das Problem nicht mehr hat) und dann mit Spezialklebeband auf einer Malplatte befestigt. Beim Trocknen zieht sich das Papier dann wieder etwas zusammen, und man hat einen völlig glatten Maluntergrund, der auch bei erneutem Befeuchten nicht wellt.

Was für welche Knetradiergummis nutzt du? Ich hatte mal einen aber habe den kurz darauf wieder weggeworfen,weil er auf mein Papier abgefärbt hat.Deswegen war meiner Erfahrung damit eher negativ.

Die grauen von Faber-Castell. Das Grau ist die Kautschuk-Grundmasse und färbt nicht ab.

Danke dir dann werde ich demnächst mal nach solchen Ausschau halten:)

Die gibt es praktisch überall, sogar in Kaufhäusern.

Argh aber scheinbar nicht bei mir T__T Ich war gestern noch einkaufen um mir neue weiße Tusche zu besorgen und habe gedacht da schaue ich gleich mal danach aber nichts gefunden.Nicht einmal weiße Tusche.Naja jetzt habe ich als Alternative Aquarellnäpfchen Titanweiß von Schmincke genommen das soll ja die beste Deckkraft von den weißen Aquarellfarben haben.

Wow Danke für die ausführliche Beschreibung des Papiers, ich werde mir jetzt definitiv einen Block davon zulegen ^^
Und auch brav ein Knetgummi benutzen!

Joar mit Aquarellstiften kann ich auch nicht sonderlich gut umgehen. Hat da nicht jemand ein paar Tipps?

Chian hat ein tolles Aquarellbunti Tutorial gemacht:
http://animexx.onlinewelten.com/doujinshi/zeichner/414919/output/37218/

Ich persönlich kann empfehlen, die Stifte trocken auf einer Grundierung von getrockneter Aquarellfarbe zu benutzen. Und dann eventuell mit einem Wattestäbchen zu verwischen. So mache ich das, damit kann man schöne Schattierungen machen.

Und das Aufspannen von Papier ist nicht immer nötig. Ich denke, das hängt davon ab wieviel Wasser man benutzen will.
Ich jedenfalls spanne mein Papier nie auf.

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