kakao-karten.de Forum

Aquarell

Was genau war denn das Problem? Waren die Farben zu dick-/dünnflüssig? Gab es Probleme beim Farbauftrag?
Was das angeht: Farben erst im Deckel oder auf einer Palette anmischen und erst von da aus aufs Papier, dann wird das Ergebnis gleichmäßiger.
Und: Wenn du kräftigere Töne willst, nicht die ganze Farbe auf einmal “draufklatschen”, sondern lieber stärker verdünnte Schichten dünn auftragen und dann halt mehrere (gut durchgetrocknete!) Schichten übereinanderlegen, das schont auch das Papier und vermeidet Fleckenbildung.
Das waren zumindest so die wichtigsten Aquarell-Erkenntnisse meines Lebens. XD

@Cecilia
Hm, also wenn du gleichmäßig Flächen ausgemalt haben willst, solltest du nicht zuviel Wasser nehmen. Wenn du ausgelaufene Farbflecken, willst, nimm viel Wasser und tupf mit den Pinsel Farbe hinen … Und wenn man Details heller haben will, kann man mit einem kleinen Pinsel die Farben wieder aufwühlen. Die Farbe wird dann vom Pinsel wieder aufgesaugt und man hat ne hellere Stelle. Klappt allerdings nur, wenn man auch geeignetes Papier verwendet.
Das “Hamburger Skizzenblock”-Papier das mir Eller über das Wanderpaket geschenkt hat verzieh z.B. keine Fehler. Aber ich hab darauf trotzdem die letzten WuST-Karten gemalt hust.
Wenn ne Farbe mal nicht stimmt, kann man sie nämlich noch schnell wieder mit einem saugfähigem Papier wegmachen, solang sie noch nass ist.
Meine neueste Karte (nicht in der Galerie) ist auf dem vorher im Thread empfohlenen Bamboo-Papier und das ist ganz gut. Das hab ich mir letztens für 2 Euro als Mini-Block gekauft.
Ich selber benutze einfach nur die Farben zum ausmalen und mache keine “richtigen” Aquarellbilder.
Vielleicht könnte dir das weiterhelfen: http://www.watercolorpainting.com/watercolor-tutorials.htm

@ Fanghafte: Der Skizzenblock ist ja auch eigentlich (eigentlich, eigentlich…) kein Aquarellpapier. XD Ich nehme das hauptsächlich für Buntstifte, da ist es super geeignet.

Bei dem “wieder aufwühlen”/auswaschen mit dem Pinsel: Kommt sehr aufs Papier an, ob das geht oder nicht. Im Zweifelsfall fängts an zu fusseln. Bei günstigeren Papieren würde ich im Zweifelsfall lieber mit Lasurweiß drübergehen.

Ich finde das geht, wenn die Farbe stark aufgetragen wurde oder stark und mit viel Wasser, so dass da noch viel Farbe auf und nicht im Papier liegt. Also wenn man ganz dunkle Stellen nochmal aufhellen will und nicht wenn man helle Stellen noch heller machen will.

Okay, kann sein - aber da ich bevorzugt mit Lasurtechniken arbeite, kommt so eine Situation bei mir kaum vor. ^^ Dunklere Stellen mache ich eh ganz am Schluss, so dass ich da korrigieren (z.B. mit einem Wattestäbchen abtupfen) kann, wenn die Farbe noch nass ist.

Da Eller so lieb war, mir ein paar Kostproben ihres kostbaren Papieres zuzusenden, seh ich es als mein Vergnügen an, meine Erfahrungen damit weiter zu geben.

Hier kommt also der erste Testbericht:

Testobjekt: LANAQUARELLE grain satiné

Medien:3h Beistift, Daler Rowney 12er Aquarell Kasten + 6 halbe Farben von Schmincke, Touch Marker, weißer Gelstift

Zeit: 6 Stunden

Erster Eindruck von dem Papier:

Die Oberfläche ist nur sehr leicht rauher als ein normales Kopier Papier also recht glatt. Das Papier ist auch ein klein wenig warmer vom Farbton also leicht ins gelb/orange gehend. Das Papier schimmert matt.

Vorzeichnung:

Die Vorzeichnung ging sehr gut mit dem Papier. Der Stift gleitet problemlos und man muss nicht fest aufdrücken. Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass das Papier sehr gut dem Radierer wiederstand. Ich versuche immer mit wenig Druck zu radieren (natürlich radier ich immer mit Knetgummiradierer) aber im Vergleich war das Cornwall Papier zum Beispiel danach sehr mitgenommen. Das grain satiné steckt das locker weg.

Outlines:

Die Outlines gingen sehr gut von der Hand, weil das Papier so glatt ist und die Liner auf keinen Widerstand treffen, gleiten auch Sie sehr gut über das Papier. Mir ist aufgefallen, dass die Tinte von den Multiliner nicht sofort in das Papier einsog sondern noch einen Abdruck hinterließen, als ich mit einem Finger drauf kam,aber das fand ich nicht schlimm weil die Lines nicht mehr verwischten. Die Skizze ließ sich sehr gut danach weg radieren ohne das die Lines verwischten oder sonderlich blasser wurden.

Aquarell:

Die Farbe ließ sich sehr gut auf dem Papier auftragen und das Wasser blieb noch lange an der Oberfläche und floss sogar schon bei ein wenig mehr Waser. Das ermöglicht es, mit sehr wenig Farbe, schon sehr gute Ergebnisse zu erziehlen. Generell ist mir aufgefallen das ich sehr sparsam mit allem umgehen konnte, ohne das die Qaulität darunter litt. Als die Farbe trocken war, hab ich versucht sie an manchen stellen wieder anzulösen, was auch bis zu einem gewissen Grad klappt. Ganz kann man die Farbe aber nicht mehr aus dem Papier holen. (Kann natürlich auch an meinen Aquarellfarben liegen)

Touch Marker:

Da ich die Touch Marker nur für Details verwende, wie zum Beispiel hier bei den Ohrringen, kann ich nicht viel dazu sagen, außer das hier wieder die wenige Strukur des Papiers, ein sparsames Auftragen ermöglicht.

Fazit:

Ich bin sehr zufrieden mit dem Papier und es ist um Welten besser, als das Papier was ich bis dato benutzte. Ich will es jetzt nicht zu sehr in den Himmel loben, da ich ja noch ein paar Papiere vor mir  habe und generell noch sehr unerfahren bin aber insgeheim bin ich echt begeistert ^-^

LG Lu

weitere Testberichte folgen

PS: hier ist die Kakao Karte an der ich das Papier ausprobiert habe: https://www.kakao-karten.de/karten/33500

Dein Testbericht liest sich ja interessant! :) Entspricht auch größtenteils meinen eigenen Erfahrungen mit diesem Papier.
Das mit dem nachträglichen Anlösen: Geht bei satiniertem Papier nicht / nur schwer, das liegt also nicht an deinen Farben. Das gleiche Phänomen tritt auch bei satinierten Papieren anderer Firmen auf.
Kleine Ergänzung was die Outlines angeht: Ich zeichne ja eher selten mit Multiliner, sondern eher mit Skribtol, aber auch da gibt es abgesehen von der relativ langen Trocknungszeit keine Probleme. Billig-Liner (wie z.B. Stabilo) verträgt das Papier allerdings NICHT.
Mit Markern habe ich auf dem Papier noch nie gearbeitet.

@Fanghafte
Danke für den Link :) Die Seite sieht sehr interessant aus, wenn ich wieder allein bin, werd’ ich mich mal drin vertiefen xD

@Eller
Mein Problem war/ist, dass meine “Bilder” eben wirklich aussehen wie Panschereien aus der Grundschule, was ich nicht anstrebe ^^° Ich mag bei Aquarell diese Farbverläufe … Ich kann’s nicht erklären, aber hier ein ganz gutes Beispiel.
Naja, wir haben ja bald das Treffen, da kann ich dich ja noch von meiner Inkompetenz überzeugen :hehe:

@ Ceci:

Farbverläufe sind immer schwierig, da kommt es auf die Wassermenge an und ob das Papier, das man gerade benutzt, stark saugt oder nicht… Bei rauem Papier neige ich inzwischen dazu, die Stelle, an die der Farbverlauf soll (aber wirklich nur die!) vorher anzufeuchten, also nur mit Wasser “vorzumalen”.
Wenn man dann Farbe “hineintupft” kriegt man eine wolkige Struktur (wie bei dem verlinkten Bild), wenn man das dann noch weiter mit dem Pinsel vermalt, gibt es glatte Übergänge.
Ansonsten… Wir sehen uns ja am Wochenende, dann können wir auch mit Aquarell ein bisschen herumprobieren. :)

Wenn ihr beide rumprobiert würde mich ja interessieren, was dabei rauskommt.

Bei dem BeispielBild von Cecilia-Lucile, wie sind da die weißen Felder, also hier die Fenster, und so entstanden? Mit diesem Rubbelkrepp?

Hier kommt das Bild eigentlich her ^^. Ich glaube, im Zeichnerkommentar darunter, erklärt sie, wie sie das gemacht hat mit den Fenstern ^^ Wenn der Link net geht, stupst mich nochmal an, dann schau ich, ob ich das noch i-wie anders verlinken kann …

Wenn meine Versuche nicht allzu schlimm sind, scann ich die ein und verlink die hier ^^

Jo, Maskierflüssigkeit also. Ich kann die Erfahrung mit den kaputten pinseln nur bestätigen, nehmt dafür nicht eure teuren Aquarellpinsel! Wenn ihr damit zurechtkommt tuts auch ein zahnstocher oder ähnliches Gerät.

Allerdings klumpt mir meine Maskierflüssigkeit immer total schnell ein, bzw. wird nach jedem Öffnen des Glases an dessen Rand zu einem dermassen dicken Gelee dass mir nach geringer Nutzung schon mindestens ein drittel des Glases eingetrocknet ist.

Nee, auf keinen Fall mit den guten Pinseln auftragen, das macht die Haare kaputt. ^^
Ich nutze zum Maskieren ja meistens Fixogum (völlig zweckentfremdet, hehe, aber es funktioniert ^^) und trage das direkt aus der Tube auf. Und wenn ich dann doch mal einen Pinsel brauche, nehme ich einen billigen mit Synthetikborsten. Meine “richtigen” Aquarellpinsel (Rotmarderhaar, von daVinci, lol, wäre ärgerlich wenn die nicht lange hielten) sind Heiligtümer. An die kommt nichts, was nicht Aquarellfarbe oder Pinselseife oder Wasser ist.

Ceci, zeig deine Versuche mal, egal ob gut oder schlecht - die ersten Versuche mit einem neuen Medium sehen erfahrungsgemäß immer… interessant… (XD) aus. ^^ Eventuell fällt dann einem von uns auf, was genau schiefgelaufen ist.

xD Nee, noch nicht gg
Das vom letzten WE war wirklich mehr Rumgepansche als ein ernsthafter Versuch, weil ich nicht an meinem Schreibtisch saß (sondern am Küchentisch, Freund hat alles blockiert ;_;) und mich deshalb nicht wirklich “wohl” gefühlt habe … Naja, jetzt bin ich bis nächste Woche Samstag erstmal wieder allein, da kann ich mich jetzt am WE mal auf was “richtiges” konzentrieren xD Aaaa~aber dann ehehee~e ^__-

das ist aber komischO_o. an sich ist maskierflüssigkeit ja nix anderes als latexmilch, und die besitzt der gekonnte larper in großen flaschen. und die halten meist jahrelang ohne klumpenO_o…dann nehm ich lieber latexmilch, als die als maskierflüssigkeit ausgezeichnete latexpampe, scheint die bessere entscheidung zu sein…

Meine Erfahrungen mit Maskierflüssigkeit war jetzt anders, mein Fläschchen ist mittlerweile 2 Jahre alt, funzt noch super (was ich von meiner puren Latexmilch zum Nasen gießen nicht behaupten konnte ;D) und lässt sich auch gut auswaschen…=? Natürlich sollte man keinen Pinsel drei Stunden damit rumliegen lassen…

mein Problem ist weniger dass die Maskierflüssigkeit selbst den Geist aufgeben würde, das stimmt…nicht so ganz. Der Teil der flüssig bleibt funktioniert schon noch, aber alles was durch unvermeidliches hin-und herschwappen im Glas Kontakt mit den Glaswänden bekommt trocknet zu einem millimeterdicken “Pfropfen” ein so dass eben diese Hälfte des Glasinhalts unbrauchbar wird. :/

auswaschbar ist das Zeug ja auch, aber jeder Pinsel der damit Kontakt hatte, und sei es auch noch so kurz, wird früher oder später Folgeschäden erleiden. Könnte natürlich auch am Material liegen, ich verwende Synthetikpinsel die sonst aber für alles super funktionieren.

Oi
Ich wollt ja noch mal aufschreiben, wie es mit dem Bamboopapier so gelaufen ist >_< (ich komm auch zu gar nix mehr)

https://www.kakao-karten.de/karten/34378

Ich find hier sieht man am ehesten wie die Farben auf dem total schön weichem Papier laufen! Ist wirklich etwas anderes! Es wirkt so plüschig insgesamt XD flauschig trifft es auch!
Bei der Wiese hier musste ich gar nicht viel machen ^^

Ja, das mit den Farbrändern ist tatsächlich für dieses Papier (und allgemein Aquarellpapiere mit so weicher Oberfläche) typisch, weil es recht stark saugt und wenig Oberflächenleimung hat. Es gibt auch Aquarellpapiere, die sich komplett anders verhalten. Von “normal” kann man nicht sprechen.

Ich schulde noch ein paar Testberichte sorrü ^-^

Heute werde ich mal meine Erfahrungen mit dem Arches grain satiné berichten:

Testobjekt: Arches grain satiné

Kakao Karten im Endresultat: https://www.kakao-karten.de/karten/35379
und https://www.kakao-karten.de/karten/35661

Medien:3h Beistift, Daler Rowney 12er Aquarell Kasten + 10 halbe Farben von Schmincke, Touch Marker, weißer Gelstift, Polychromos

Zeit: 5 Stunden

Erster Eindruck von dem Papier:

Das Papier ist etwas strukturierter als das Lanaquarell, die Farbe bleibt ungefair die gleiche, es ist keine eindeutige Masserung erkennbar. Das Papier fasst sich sehr glatt und ist wesentlich dünner als ein vergleichbar rauhes Papier. Es sind keine Leimungen erkennbar.

Vorzeichnung:

Es lässt sich sehr gut mit einem normalen Bleistift darauf arbeiten. Die Linien werden nicht ganz so fein wie auf dem Lanaquarell ich nehme mal an das einfach das Graphit hier mehr in die porösere Struktur eindringt. Man kann sehr gut die Vorzeichnung radieren es geht sogar mit einem normalen radierer auch wenn ich das nicht unbedingt empfehle bei starkem Druck

Outlines:

Eller hatte mich ja gewarnt das man mit normalen Leinern nicht auf dem Papier malen kann deswegen habe ich auch nur die Multiliner verwendet. Die Farbe bleibt auch etwas auf dem Blatt “stehen” das heißt man sollte vielleicht 2 Sekunden warten wenn man die Outlines gemalt hat bevor man mit der Hand drüber geht. Es verwischt aber eher nur bei dicken linern mit sehr viel Farbe auf dem Papier

Aquarell:

Ich hab das Gefühl das sich das Papier mehr wellt als beim Lanaquarell aber es kann auch einfach daran liegen das ich hier mit mehr Wasser gearbeitet habe. Die Wellung hält sich aber in Grenzen so das man das Papier für das kleine Kakao Format nicht extra aufspannen muss. Die Farbe zieht etwas schneller ein als beim Lanaquarell und lässt sich sehr schlecht wieder anlösen was ja ein generelles Problem ist bei den Satinierten Papieren. Trotzdem bekommt man verwaschungen einigermaßen hin.

Touch Marker:

Da ich bei den Karten kaum mit Markern gearbeitet habe kann ich nicht sehr viel dazu sagen aber das Papier nimmt die Marker recht normal an und die Farbe wird kaum durch das Papier verfälscht.

Fazit:

Auch hier bin ich sehr zufrieden mit dem Papier für meine Zwecke ist mir zwar das Lanaquarelle lieber aber das Arches kann da durchaus mithalten ist vielleicht dann auch einfach eine Preis frage ^-^

weitere Berichte folgen wenn es jemanden interessiert. Ich habe ja noch das tolle Eccos und noch ein paar andere Papiere